Willkommen

Aber da war doch gar nichts!

Bei manchen Menschen ist es offensichtlich: Sie hatten in der Kindheit Gewalt erlebt, Erniedrigungen, Missachtung, Misshandlung und dergleichen mehr. „Solche Menschen haben es gut!“, sagen manche, „Sie wissen, woher ihr Leid kommt und woran sie arbeiten müssen.“ Diese Menschen sind völlig verzweifelt, weil bei ihnen „wirklich nichts“ war und sie sich dennoch lebensmüde fühlen. Weiterlesen

Unheimliche, angstvolle Zustände: Wie wir die Umwelt wahrnehmen, hängt auch von unseren unbewussten Erinnerungen und unseren Beziehungen ab

Wenn du in den Angst-Zustand kommst, fühlt es sich vielleicht an, als sei deine Haut ganz fragil. Die Umwelt kommt dir bedrohlich vor. Es ist, als bebte die Erde, obwohl sie still steht. Es ist, als sei die Luft vergiftet oder als sei alles „verstrahlt“. In diesem Zustand hast du vielleicht Angst, deinen Verstand zu verlieren. Weiterlesen

Das Schlimme (1)

Es ist mal da und mal nicht. Es krallt sich manchmal um meinen inneren Körper wie eine Krake. Es krallt sich um mein Herz und bringt mich fast um. Und es krallt sich um meine Muskeln. Es ist die Psyche meiner Mutter, die aus der Ferne in mich kommt und das mit mir macht. Es ist vielleicht die Seele des anderen, der mir nahe steht. Daher muss jeder gut beäugt werden, ob er ES machen würde oder nicht. Sie quetscht meine Seele, meinen inneren Körper, sie quetscht mich fast zu Tode. Wann diese Kraft kommt, ist ungewiss. Sie überfällt mich. Jetzt ist wieder so ein Tag, das merke ich schon morgens. Und wenn sie losgelassen hat, ist sie verschwunden, als hätte es sie nie gegeben. Weiterlesen

Fremdenhass: Aggressionen vorbeugen heißt auch Rassismus vorbeugen

Aggressive Kinder sind nicht einfach so aggressiv – sie haben immer einen Grund dazu. Meistens sind es chronische Frustrationen, die dazu führen, dass ein Kind aggressiv wird. Vernachlässigte und eingeengte Kinder leiden zudem oft an einem schwachen Selbstwertgefühl. Weiterlesen

„Es ist wie es ist“ – Sätze, die den Zustand bei vielen Frühtraumatisierten schlimmer machen

„Erlauben wir dem jetzigen Moment, zu sein.“ – „Erlauben wir uns, da zu sein.“ – „Es ist, wie es ist“, hören wir. „Das heißt aber doch nicht, dass es gut ist!“, wagt einer zu sagen. Es gibt Sätze, die tun häufig den Menschen gut, die ein „Mindestmaß“ an psychischer Stabilität haben, die eine behütete Kindheit oder zumindest eine gute Mutter-Kind-Beziehung hatten. Viele Menschen jedoch, die in der Baby- und Kleinkindzeit Gewalt oder Vernachlässigung ausgesetzt waren, bekommen bei diesen Sätzen ein schwer mulmiges Gefühl. Ihr Körper „erinnert“ sich möglicherweise an furchtbaren Qualen von damals – und die Seele auch. Weiterlesen

Perverse Charakterstörung und Pädophilie als Folge früher Qualen

Jetzt geht’s rund. Perversion bedeutet Aufregung, Faszination und „Böses“. Dieser Beitrag handelt nicht von der sexuellen Perversion, sondern von Menschen mit perversen Charakterzügen. „Pervertere“ ist das lateinische Wort für „verdrehen“. Wir alle lieben es, auch mal die Dinge auf den Kopf zu stellen, um mit den harten Realitäten des Alltags klarzukommen. Jeder hat auch „perverse“ Züge in sich. Weiterlesen

Der Schmerz des Unterschieds

Ich dachte, es sei normal: das Geschreie, das Gezerre, das Gesperre, der Mangel, der Liebesentzug, die blauen Flecken, der Alkoholgeruch, die Lügen, das Drama, die Nacktheit. Irgendwann dämmerte es mir. Ich fragte mich, ob es wirklich normal sei. Bis eines Tages Einer kam und mich freundlich behandelte. Da tat sich ein riesiger Schmerz auf: Der Schmerz des Unterschieds. Was hatte ich alles verpasst? Was fehlte mir da? Ein großer Schrei machte sich breit. Es dauerte lange, bis ich den Frieden, die Ruhe, die Freundlichkeit und Zärtlichkeit ertragen konnte. Bis sie mir nicht mehr weh taten. Bis ich sie genießen konnte. So oder ähnlich geht es vielen Menschen, die aus psychisch kranken Familien kommen.