Willkommen

Psychischer Befund – ein Beispieltext. Mit formalen und inhaltlichen Denkstörungen

Als Psychotherapeut muss man in Arztbriefen/Patientenberichten einen „psychischen Befund“ formulieren. Hier ein typischer, erdachter Beispieltext (unabhängig davon, ob gut oder schlecht), wie man ihn in vielen Berichten findet: Weiterlesen

Der Arzt und der „Heilpraktiker für Psychotherapie“ (HP)

„Soll ich noch den HP Psychotherapie (Heilpraktiker für Psychotherapie) machen?“, fragen sich manchmal ÄrztInnen, wenn sie zwar die ärztliche Approbation, aber noch keinen Facharzt haben und gerne psychotherapeutische Gespräche anbieten würden. Die „Approbation“ (3. Staatsexamen) erlaubt dem Arzt, Patienten zu behandeln. Der Arzt darf Menschen auch psychologisch beraten und behandeln. Die Kurse in Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatik und Pharmakologie im Medizinstudium sind unvergleichlich intensiver als die Kurse zum HP Psychotherapie. Es ist erstaunlich, wie viele Ärzte und Ärztinnen dennoch gehemmt sind, auf privatärztlicher Basis psychologische Hilfe, z.B. in Form von „Beratung“, anzubieten. Das ist oft gerade bei Müttern der Fall, die eine lange Pause in ihrem Arztberuf eingelegt haben. Weiterlesen

Ein Patenschaftssystem zur Finanzierung von Psychoanalysen und Psychoanalyse-Ausbildungen gründen?

Zum Glück können viele Patienten in Deutschland eine Psychoanalyse machen, weil sie unter der Bezeichnung „Analytische Psychotherapie“ von den Krankenkassen bezahlt wird. Doch das ist nicht immer so. Beispiele: Die Krankenkasse hält die Psychoanalyse bei einem Patienten für eine ungeeignete Therapie. Die Krankenkasse ist der Meinung, dass der Patient genügend Sitzungen hatte, sodass keine weiteren Stunden bezahlt werden. Der Psychoanalytiker ist weder Arzt noch Psychologe. Dann gilt er trotz seiner jahrelangen Ausbildung als „Laienanalytiker“ und darf nur Selbstzahler behandeln. Ich frage mich: Wie kann die Psychoanalyse für Menschen möglich werden, wenn die Kasse nicht zahlt? Weiterlesen

Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – nur ein kleiner Schnitt? (Buchtipp)

„Die Vorhaut ist doch nur ein nutzloses Häutchen“, hörte ich eine Mutter sagen, die ihren Sohn aufgrund von Entzündungen operieren lassen wollte. Doch die Vorhaut (lateinisch „Praeputium“) ist eng mit Nerven durchzogen und ermöglicht eine befriedigende Sexualität. Selbstbefriedigung ist für viele Männer ohne Vorhaut kaum vorstellbar. Viele Männer, denen die Vorhaut entfernt wurde, leiden manchmal ein Leben lang unter ihrem Fehlen. Der Autor Clemens Bergner (Pseudonym) ist selbst betroffen und will mit seinem Buch „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – nur ein kleiner Schnitt?“ auf die Probleme der Beschneidung (Zirkumzision, lateinisch: circumcisio) aufmerksam machen. Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytiker*in? Was kostet das Leben in der Psychoanalyse-Ausbildung?

„Die Ausbildung bei der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) ist mir zu teuer“, sagen manche, die sich dafür interessieren. Für Ausbildungsteilnehmer ohne guten finanziellen Hintergrund ist die Ausbildung auch finanziell eine Herausforderung, aber sie ist nicht unmöglich. Das, was die Lehranalyse einem mitgeben kann, ist oft von unbezahlbarem Wert. Existenzängste gehören jedoch bei vielen dazu – man weiß eben nicht, wie es ausgeht. Vor einigen Jahren (2015) habe ich einmal ausgerechnet, wie das bei mir in der Anfangszeit der Ausbildung mit den Kosten aussah. Weiterlesen

Das General Health Questionnaire 12 (GHQ-12), die Global Assessment of Functioning Scale (GAF-Skala) und die Symptomcheckliste SCL-90 sind gängige Fragebögen in der Psychotherapie

Das „General Health Questionnaire 12“ (GHQ-12) ist ein Fragebogen, mit dem der Arzt/Psychologe grob erfassen kann, wie „psychisch gesund“ eine Person ist. Der Fragebogen besteht aus 12 Items (= Fragepunkten). Die Fragen sehen zum Beispiel so aus: „Haben Sie in den letzten Wochen wegen Sorgen weniger geschlafen?“ Antwort: „nein“, „nicht schlechter als üblich“, „schlechter als üblich“ oder „viel schlechter als üblich“. Weiterlesen

Odds Ratio (OR), Relatives Risiko, Absolutes Risiko und weitere statistische Grundbegriffe

„Odds“ bedeutet eigentlich: Die Wahrscheinlichkeit, beim Wetten zu gewinnen. Die „Odds“ in medizinischen Studien zeigt an, wieviele Ereignisse auf wieviele Nicht-Ereignisse kommen. Beispiel: 5 Medizinstudenten gehen in die Mensa. Dabei verdirbt sich 1 Student den Magen, während sich die 4 anderen Studenten nicht den Magen verderben. Die „Odds“ für das „Magenverderben“ beträgt hier 1 : 4 = 0,25 = 25%. (Im Vergleich dazu würde sich das „Risiko“ auf die Gesamtzahl der Studenten beziehen: Risiko = 1:5 = 0,2 = 20%.) Weiterlesen