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Ich wehre mich nicht mehr

Ich habe meine krallende Hand vom Ufer entkrallt, habe mich in die Fluten sinken lassen. War das anstrengend vorher. Immer nur Widerstand zu leisten. Jetzt muss ich gar nichts mehr. Alles geschieht von selbst. Und während ich mich vom Wasser mitziehen lasse, merke ich, dass das Leben von ganz alleine lebt. Ich muss nicht kämpfen. Es macht einfach weiter und ich lasse mich mitziehen. Wer sich fallen lässt, merkt vielleicht, dass er getragen wird. Weiterlesen

Der Baum der Erkenntnis

Er steht da, im Paradies: Der Baum der Erkenntnis. Um mich herum ist die Welt in Ordnung. Innen drin bin ich unwissend. Ich stelle mich dumm, ich halte mich dumm. Ich weiß: Wenn ich diesen Apfel esse, wird die Welt um mich herum zusammenbrechen. Aber ich bin lieber gebildet in einer kaputten Welt als ungebildet in einer heilen Welt. Und als ich den Apfel esse, sehe ich, dass die Welt schon vorher nicht heil war. Aber jetzt können wir einander verstehen, die Welt und ich .Weiterlesen

„Wenn die Grippe kommt, ist die Angst weg.“ Über die befreiende Rückanbindung an den Körper

"Es darf Ihnen nicht gut gehen", hörte ich manchmal in meiner Lehranalyse. Sobald es mir gut ging, musste ich mir zum Ausgleich etwas Schlechtes schaffen, so schien es. Manchmal ist es tatsächlich eine Art Strafbedürfnis: "Wenn es dem anderen schlecht geht, da...

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Der traurige Körper

Der Spiegel in der Umkleide muss von schlechter Qualität in mieser Beleuchtung sein. Oder bin ich wirklich so unförmig? Viel mehr Rundung als ich dachte. "Muffin top" heißt es, wenn die Speckrolle über den Hosenbund quillt. Wirklich so viele Dellen im Obersc...

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