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Wie werde ich Psychoanalytiker*in? Heilen durch Verstehen und „Joining up“

„Also Du hast den Patienten verstanden. Und was machst Du dann, damit Du ihm hilfst?“, werde ich manchmal gefragt. „Da hat der Analytiker mich verstanden und ich habe mich allein dadurch um Längen besser gefühlt. Ich habe das Gefühl, es hat sich wirklich etwas verändert“, erzählt eine Patientin. „Und dann?“, fragt die Freundin. „Nichts ‚und dann‘ – das hat gereicht“, sagt die Patientin. Tatsächlich geraten Patienten und Analytiker manchmal in Erklärungsnot, wenn es an dieser Stelle um die Wirkung der Psychoanalyse geht. Es müsse doch etwas folgen, man müsse doch etwas machen, so der Gedanke. Doch man darf gelassen bleiben. Weiterlesen

Rheumatoide Arthritis und die Psyche

Die Rheumatoide Arthritis, auch Primär Chronische Polyarthritis (PCP) genannt, lässt viele Betroffene verzweifeln. Die Innenhäute der Gelenke sind entzündet, Finger, Zehen und Hände manchmal kaum zu gebrauchen. Die Erkrankung zählt zu den sieben klassischen Psychosomatosen, wobei insbesondere an schwere Traumata gedacht werden muss. Je länger die Erkrankung dauert, desto stärker verformen sich die Gelenke. Sehr oft entwickelt sich die Arthritis zwischen dem 25. und 50. Lebensjahr. Besonders Frauen sind betroffen. Es ist nicht so, dass man sagen kann: Menschen mit dieser oder jener Persönlichkeit bekommen diese oder jene psychosomatische Erkrankung. Aber dennoch lassen sich manchmal Gemeinsamkeiten zwischen den Betroffenen feststellen. Weiterlesen

Wut – Gefühle erklärt für Kinder (aber nicht nur)

Wenn Du richtig wütend bist – wie fühlt sich das an? Wie ein Erdbeben? Wie eine Wallung, die von unten hoch kommt? Zittern deine Hände? Wirst Du rot und möchtest ganz laut schreien? Wut ist ein sehr, sehr starkes Gefühl. Wenn man wütend ist, bekommt man ungeheure Kraft. Und es wird einem alles egal – man will die Wut nur los werden. Wir glauben manchmal, dass wir explodieren, wenn wir jetzt nicht jemanden anschreien. Kleine Kinder schlagen einfach zu, wenn sie wütend sind. Das ist wie ein Reflex: Zack, ist die Schaufel auf dem Kopf des anderen.Weiterlesen

Urkreuz und Urknäuel – so lernen Kinder Malen

Etwa im Alter von zwei Jahren beginnen Kinder zur Freude ihrer Eltern mit ihrer „Malerkarriere“. Der Pädagoge Wolfgang Grözinger beschreibt, wie Kleinkinder das Malen lernen. Diese Fähigkeit entwickelt sich über Jahre hinweg, doch die Entwicklung sieht bei den meisten Kindern gleich aus. Das erste Gebilde aus Kreuz- und Querstrichen nennen Kunstpädagogen das „Urkreuz“. Es symbolisiere ihrer Meinung nach das „Stehen“. Gleichzeitig lieben es die Kleinen, Spiralen zu malen. Grözinger vermutet dahinter ein schwebendes Raumgefühl der Kleinen. Diese Gebilde nennt er „Urknäuel“. Die ersten Zickzacklinien („Ur-Zickzackstrecke“) dann seien wie ein „Schreiben“ oder ein „Gehen“ auf dem Papier.Weiterlesen

Enttäuschung – wie damit klar kommen?

Enttäuschung ist ein Herz-erdrückenes Gefühl. Man mag den anderen nicht mehr. Er fällt hinten rüber. Das, was man für wahr hielt, ist (nicht mehr) wahr. Vielleicht war es einmal wahr – für uns und für den anderen. Bei einer Enttäuschung hat sich etwas massiv verändert. Wir können etwas nicht mehr rückgängig machen. Wir haben uns im anderen – oder in uns selbst – getäuscht. Bei einer Enttäuschung tut sich ein Unterschied auf: zwischen jetzt und gleich, vorher und nachher, Vergangenheit und Zukunft, gedachtem und wahrem Zustand, vorhandenem und verlorenen Liebes- und Lebensgefühl.Weiterlesen

Wenn Deine Eltern streiten – was kannst Du tun?

Wenn sich Deine Eltern streiten, geht es vielleicht sehr laut zu. Vielleicht streiten sie sich sehr oft. Vielleicht trinkt Dein Papa viel Alkohol und Deine Mama kreischt laut herum oder wirft mit Geschirr. Du läufst auf und ab und hältst Dir die Ohren zu. „Wohin kann ich gehen?“, fragst Du Dich. Deine Eltern sind im Aufruhr und Du bist innerlich auch im Aufruhr. Vielleicht wollen Deine Eltern nicht, dass Du jemandem davon erzählst. Aber vielleicht gelingt es Dir, doch jemandem von Deiner Situation zu erzählen. Du fühlst Dich vielleicht stumm oder Du schämst Dich dafür, wie es bei Euch zu Hause ist. Versuche, gut zu Dir selbst zu sein. Weiterlesen

„Es geht mir unter die Haut.“ Elektrodermale Aktivität und psychischer Zustand hängen zusammen

Wir spüren auf unserer Haut oft, wie wir uns fühlen. Bei Panikattacken merken wir vielleicht, wie dünnhäutig wir sind. Menschen mit Psychosen leiden oft unter dem Gefühl, dass viele kleine Insekten auf ihrer Haut herumkrabbeln. Haut, Nervensystem und auch der Zahnschmelz entstehen in der Entwicklung des Embryos aus derselben Keimschicht, nämlich dem Ektoderm. Die psychische Gesundheit lässt sich häufig auch an den Zähnen ablesen. Weiterlesen

Neurologische Soft Signs (NSS) kommen häufig bei Zwangsstörungen und Schizophrenie vor. Die minimale zerebrale Dysfunktion (MCD) wird nur noch selten diagnostiziert.

Neurologische Soft Signs (NSS) sind leichte neurologische Störungen, die sich bei Bewegungen bemerkbar machen. Sie können z.B. durch Sauerstoffmangel unter der Geburt entstehen. Solche NSS sind manchmal kaum bemerkbar, aber an bestimmten Bewegungen erkennbar. Zum Beispiel können Musiker oder andere Künstler darüber klagen, dass sie bei Repetitionsbewegungen scheitern – einzelne Muskeln des Körpers verkrampfen und die Bewegung geht nicht weiter. Weiterlesen

Wie lässt sich subjektives Erleben verändern?

„Jetzt freu dich doch mal!“, hören wir. Doch Gefühle lassen sich nur bedingt steuern. Subjektives Erleben ist sehr schwer konkret zu beeinflussen. Manche psychisch Leidende schaffen es nicht, eine Psychotherapie zu beginnen, weil sie schon am Telefon den möglichen Helfer als Bedrohung wahrnehmen. Das kann dann wie ein Fluch sein. Weiterlesen

Mein Durst lässt sich nicht löschen – was hilft?

Obwohl der Arzt nichts feststellen kann – keinen Diabetes, keine organischen oder hormonellen Störungen (Aldosteron, Antidiuretisches Hormon etc. sind normal) – fühlt sich Dein Mund oft trocken an und obwohl Du viel trinkst, geht Dein Durst nicht weg. Warum das so ist, können auch viele Ärzte nicht erklären. Manchmal steckt eine (psychisch bedingte) Schluckstörung dahinter, sodass Du ständig zu wenig Flüssigkeit zu Dir nimmst, obwohl Dein Durst groß ist. Auch Müdigkeit oder Mangelerscheinungen können das Durstgefühl verstärken. Hier ein paar Tipps:Weiterlesen