
Manche unserer eigenen Taten erleben wir wie ein Trauma. Die Bilder verfolgen uns und es gibt nichts auf der Welt, das entschuldigen könnte, was wir getan haben. Manchmal kann uns das Leben in furchtbare Zwangslagen bringen. Weiterlesen

Ich will das nicht alles mittragen müssen: diese Zahnklammer- und Weisheitszahnindustrie, die viel zu frühen operativen Geschlechtsangleichungen, die vielen unnötigen Rücken- und Nasenscheidewand-OPs, die vielen Sprachtherapien von Kindern, die nur etwas mehr Zeit brauchen, die vielen Intensivbehandlungen von alten Menschen, die gerne schon längst gestorben wären. Weiterlesen

„Ich gehe mit Dir auf eine Reise zu Deinem inneren sicheren Ort“, sagt der Therapeut. Du sollst Dir einen Ort vorstellen, an dem Du Dich sicher und wohl fühlst. Doch wenn du z.B. komplex traumatisiert bist, dann kann das sehr schwierig werden. Weiterlesen

Wir wollen alles im Griff haben und doch geschieht uns immer irgendwas – Dinge, die wir so gar nicht wollen: Neue Kosten kommen auf uns zu, wir werden verlassen, wir bekommen ein riesiges Haus vor unser eigenes Fenster gesetzt, die Klassenlehrerin wechselt, die Diagnose ist schrecklich. Mit uns wird etwas „gemacht“. Weiterlesen

Am Anfang stehen manchmal Gefühle von Minderwertigkeit und Unterwerfung. Man „gehorcht“ dem anderen und tut das, was er will, weil man ihm unterlegen und weil man von ihm abhängig ist. Aber man verachtet sich selbst für sein unterwürfiges Verhalten. Ist die Situation vorbei, wird man hämisch und verspottet den anderen. Weiterlesen

Gleich kommt es auf mich an. Alle Blicke liegen auf mir. Ich muss da sein, parat sein. Das Gefühl, auf den Punkt genau leistungsfähig sein zu müssen, lässt uns zittrig und ängstlich werden. Doch wir können das trainieren: Freihändig Rad fahren, obwohl die Augen auf uns gerichtet sind. Wir können weiter auf unserer inneren Insel bleiben, auch, wenn Menschen um uns herum hohe Erwartungen haben. Weiterlesen

„Sie hätten ihr die Zähne besser nachputzen sollen.“ | „Versuchen Sie, mindestens einmal täglich mit ihr zu üben.“ | „Sie sollten Ihre Bremsen kontrollieren lassen.“ | „Ihr linkes Frontlicht ist kaputt.“ | „Sie müssen Ihrer Tochter mehr bei den Hausaufgaben helfen.“ | „Langsam müsste Ihr Kind das aber können.“ | „Die Einkommensteuererklärung ist fällig.“ | „Bringen Sie zum nächsten Mal bitte 160 Euro für das Tanzkostüm mit.“ | „Ihre Ausgaben übersteigen bei Weitem Ihre Einnahmen.“ Weiterlesen

„Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“ (Psalm 127). Wenn ich mich schon lange abmühe und arbeite, ohne dass meine Arbeit Früchte trägt, kommt mir dieser Satz in den Sinn. Weiterlesen
Immer wieder machen mich Befürworter der Vojta-Krankengymnastik (siehe Stellungnahme der Internationalen Vojta-Gesellschaft) auf eine Studie von Maren Thiesen-Hutter (1982) aufmerksam. Die Psychologin hat Ende der 1970er Jahre eine Studie zu den psychologischen Auswirkungen der Vojta-Therapie bei Babys durchgeführt. Weiterlesen

Er steht da, im Paradies: Der Baum der Erkenntnis. Um mich herum ist die Welt in Ordnung. Innen drin bin ich unwissend. Ich stelle mich dumm, ich halte mich dumm. Ich weiß: Wenn ich diesen Apfel esse, wird die Welt um mich herum zusammenbrechen. Aber ich bin lieber gebildet in einer kaputten Welt als ungebildet in einer heilen Welt. Und als ich den Apfel esse, sehe ich, dass die Welt schon vorher nicht heil war. Aber jetzt können wir einander verstehen, die Welt und ich .Weiterlesen