
Ich lief und lief – immer weg. Und was da war, das sollte weg. Die Realität, so schien’s, war unaushaltbar, nicht begreifbar. Ich konnte sie nicht finden. Ich floh in den Gedankenraum, in die Welt der Wunder, des Traums und des Spiels. Ich hob ab. Und litt an Angst. Angst ist schwebend. Und die Wolken, sie trugen eines Tages nicht mehr. Ich glitt ab in die Realität. Fiel auf den Boden. Und der Boden gab Halt. Weiterlesen
„Ja.“ Und dann hat man den Salat. Mit „Ja“ rutscht man in was rein, aus dem man nie wieder raus kommt, oder? Beim „Ja“ geht die Falle auf. „Ja“ zum Leben, „Ja“ zum Partner, „Ja“ zum Kind. Ja-Sager haben die Welt von jeher ins Unglück gestürzt. „Ja“ ist oft Gehorsam ohne Nachdenken. „Ja“ führt ins Leben – und dann ist es so schwer, wieder rauszukommen. „Ja“ braucht ein Gegenüber, das auch „Ja“ sagt, oder? Und dann verschmilzt man. Und sucht das Nein. Und sucht, und sucht, und sucht. Weiterlesen

Unerfüllte Bedürfnisse und Wünsche begleiten uns ein Leben lang. Es sind Hintergrundqualen, die vielleicht immer bei uns bleiben werden. Das Abwesende, das Nicht-Erlangte tut uns weh. Das Vergebliche schmerzt uns zutiefst. Das Unerfüllte nehmen wir mit ins Grab. Es gehört genauso zum Leben wie die Erfüllung. Es ist wie eine ständige Qual im Hintergrund. Und wenn wir eines gemeinsam haben, dann ist es das: die Erfahrung des Vergeblichen. Weiterlesen

Das Kind, es war das Ein-und-Alles für seine Eltern. Sie waren nicht weit gekommen, die Eltern. Sie kamen aus dem Krieg. Das Kind, es durfte sich nur mit großer Vorsicht an seiner Entwicklung freuen. Das Wachsen erschien ihm wie ein Sich-satt-Essen neben den hungrigen Eltern. Weiterlesen