Wie es ist, in der Gruppen-Supervision auf dem heissen Stuhl zu sitzen. Ein Erfahrungsbericht.

Schon in den Ferientagen zuvor überkamen mich Angst und Übelkeit – ein mulmiges Gefühl. Wie würde es nach dem Urlaub weiter gehen? Zurück in der Klinik schauten Teammitglieder weg, als ich sie grüsste. Das war mir noch nie passiert. Ich merkte, dass auf der Station kaum einer mit mir sprach.

Immerhin sollte mittags unsere Supervisionsrunde sein, auf die ich mich normalerweise freute. Doch heute war irgendetwas anders. Wir setzten uns in eisigem Schweigen auf unsere Stühle. Die anderen des Teams durften zuerst reden. Mir wurde bedeutet, jetzt gar nichts zu sagen.

Der Erste beklagte sich über mich. Ich wollte mich rechtfertigen, doch der Zweite kam dran. Auch er schilderte sein Leid mit mir. Als ich antworten wollte, wurde ich vom Supervisor am Reden gehindert. Es sprach der Dritte der Gruppe, dann der vierte. Und mir dämmerte langsam, dass ich heute im Mittelpunkt stand.

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Beitrag vom 4.9.2026 (begonnen am 18.12.2024)

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