Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrom (ME/CFS) – auch leichte Formen können das Leben sehr schwer machen. Sanftes Yoga kann unterstützen

„Was ist das?“, fragte ich mich. Nach dem Infekt fühlte ich mich entsetzlich krank. Alles tat mir weh – ich schaffte es kaum noch nach draussen. Die Blutuntersuchung war vollkommen unauffällig und auch meine Psychoanalyse half mir nicht. Erst viel später begriff ich, dass ich möglicherweise eine „leichte“ Form des Chronischen Erschöpfungssyndroms hatte (Chronic Fatigue Syndrom, CFS, Myalgische Enzephalitis, ME).

Ich hatte Halsschmerzen, Ganzkörperschmerzen und fühlte mich zu kaum einer Aktivität fähig. Hinzu kam ein starkes Gefühl von Benommenheit (Brain Fog = Hirnnebel), ähnlich wie bei meiner Neuronitis vestibularis damals. Wer an ME/CFS leidet, hat messbar weniger Kraft als Gesunde, was sich in relativ einfachen Tests mit einem Handkraftmessgerät feststellen lässt. Dieses Kriterium fehlte mir allerdings: meine Hände hatten Kraft. Als ich Jahre später einmal Colchicin wegen eines Gichtanfalls nahm, merkte ich, wie sich mein Kopf aufklarte und die Lebenskraft zurückkehrte. Ob Colchicin vielleicht auch bei ME/CFS helfen könnte?

Es gibt sehr schwere Formen von ME/CFS mit völliger Bettlägerigkeit. Manche sterben daran. Doch es gibt verschiedene Schweregrade der Erkrankung. Manche schleppen sich möglicherweise mit relativ geringen Graden einer unerkannten ME/CFS jahrelang herum. Du bist dabei gerade noch arbeitsfähig, aber du fragst dich ständig, wie du den Tag überstehen kannst. Der Kopf ist schwer und heiß, Hals und Muskeln schmerzen, jede kleinste körperliche, aber auch emotionale Anstrengung führt zu Schweißausbrüchen und schwerer Erschöpfung (Post-Exertional Malaise = Post-Belastungssyndrom). Es besteht häufig ein sehr starkes Krankheitsgefühl, ähnlich wie bei einer Grippe.

Nicht selten werden bei solchen Beschwerden mannigfaltige Diagnosen gestellt wie z.B. Nasennebenhöhlenentzündung oder Allergie. Hört man mal auf den Rat der anderen und geht spazieren, fühlt man sich hinterher doppelt krank. Bei einer Neigung zu CFS lassen sich relativ leichte bis mäßige Symptome auch durch bestimmte Bewegungen provozieren wie z.B. Kopfstand, Kraftanstrengungen bei der Gartenarbeit, Wanderungen und längeres Stehen in Fehlhaltungen.

Das CFS zählt im Internationalen Klassifikationssystem für Krankheiten zu den Krankheiten des Nervensystems und nicht zu den psychischen Erkrankungen (ICD-10-Code: G93.3, gesund.bund.de). Da es häufig nach viralen Infekten auftritt, wird es auch als postvirales Erschöpfungssyndrom bezeichnet. Die Mitochondrien spielen dabei anscheinend eine besondere Rolle. Zur Diagnostik werden verschiedene Diagnosekataloge verwendet, siehe Fatigatio.de. Auch spezielle Blutuntersuchungen sind heute schon möglich (Esfandyarpour R. et al., 2019, PNAS.org sowie Sweetman E. et al. 2022). Das CFS zeichnet sich besonders durch Muskelschmerzen (= Myalgien) aus, weshalb sie auch den Namen „Myalgische Enzephalomyelitis (ME)“ trägt (= Gehirn- und Rückenmarksentzündung mit Muskelschmerzen). Diese Bezeichnung erscheint nicht immer ganz passend, da oft keine Entzündungen im Gehirn oder Rückenmark nachweisbar sind.

Kein klar abgegrenztes Krankheitsbild: Es bestehen Ähnlichkeiten zur Fibromyalgie

Das chronische Erschöpfungssyndrom ist oft eng verbunden mit der Fibromyalgie. Bei der Fibromyalgie leidest du ebenfalls unter Schmerzen, die über den gesamten Körper verteilt sind. Allerdings ist bei der Fibromyalgie der Zusammenhang mit einem Infekt oft nicht ganz so deutlich.

Ähnlich wie bei einer Infektion können die Beschwerden nach einigen Tagen oder Wochen wieder nachlassen. Bei manchen Betroffenen verändert sich jedoch auch über Monate oder Jahre kaum etwas an ihrem Zustand. Manche Menschen leiden prinzipiell nach Infekten an CFS-artigen Beschwerden, andere sind zu bestimmten Jahreszeiten oder bei bestimmten Wetterlagen betroffen. Manche sehen auch einen Zusammenhang mit dem Monatszyklus und den Wechseljahren.

Eine Last mit bisher wenigen Antworten

Ein ganzes Forschungsgebiet, die Psychoneuroimmunologie, befasst sich mit diesen komplizierten Zusammenhängen. Dass Viren die Muskulatur angreifen können, kennt wohl jeder von grippalen Infekten: Manchmal kann man sich kaum bewegen, weil eben jeder Muskel schmerzt. Die Neigung zur Erkältung wiederum ist abhängig vom psychischen Wohlbefinden. Bei Schlafmangel und in Stresssituationen können wir vielleicht förmlich spüren, wie unser Immunsystem herunterfährt (Open-Window-Phänomen). Interessant wäre die Frage, ob Frühtraumatisierungen und CFS im Erwachsenenalter zusammenhängen können.

Schon leichte und mäßig schwere Formen des Syndroms können sich durch ein schweres Krankheitsgefühl und einen hohen Leidensdruck äußern – dazu gehören Halsschmerzen, ein fiebriges Gefühl, extreme Abgeschlagenheit, Benommenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schwitzen, Verdauungsprobleme und eine Verschlimmerung der Beschwerden schon nach geringster körperlicher Aktivität (Post Exertional Malaise, PEM). Der Gang zur Arbeit ist zwar vielleicht möglich, doch erscheint er wie eine fast unüberwindbare Hürde. Trotz Erschöpfung ist der Schlaf schlecht und kurze Auszeiten reichen nicht zur Erholung.

Es macht Angst, wenn man trotz aller Bemühungen (viel Ruhe und Schlaf, gesunde Ernährung usw.) keine Besserung feststellt: „Früher hat mir ein Spaziergang geholfen. Doch heute bewirkt die körperliche Aktivität das Gegenteil: Ich fühle mich ganz elend danach. Bewegung macht alles nur schlimmer“, sagt eine Betroffene.

Ernährung und Co.

Wenn Du betroffen bist, bist Du vielleicht schon auf einer langen und anstrengenden Reise: Fastenkuren, die Suche nach Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Rohkostdiäten, Psycho- und Physiotherapie helfen oft nur wenig oder nur sehr langsam. Und manchmal verirrst Du Dich vielleicht. „Nach wochenlanger gluten-, milch- und zuckerfreier Kost fühlte ich mich schlechter denn je“, sagt eine Betroffene. Da kannst Du nur geduldig bleiben und weiter forschen. Wenn Du frühe Traumata erlitten hast, also z.B. schon medizinische Behandlungen, Trennungen oder Gewalt bevor Du sprechen konntest, ist Deine „Stressachse“ (HPA-Achse) vielleicht sehr empfindlich: Es kommt schneller als bei anderen Menschen zu Entzündungsreaktionen. Vielleicht spürst Du, dass da Entzündungsprozesse im Gange sind, ohne dass die Ärzte etwas finden können.

Vorsichtiges Yoga

Yoga im Einzelunterricht kann hilfreich sein, wenn die Übungen sich zunächst besonders auf den Atem konzentrieren (Pranayama) und sehr leicht sind. In seinen Videos aus 2014 (Vimeo) zeigt der CFS-Patient Dan Moricoli, healthrising.org („Pacing is everything“), wie sich sein Zustand durch sehr vorsichtiges und angepasstes Yoga deutlich verbesserte. Auch Studien weisen auf die Wirkung von vorsichtigem Yoga bei ME/CFS hin (z.B. Takakazu Oka et al., 2014). Yoga beeinflusst die Muskeln und damit das Immunsystem sowie das neuroendokrine System. Extrem wichtig ist das „Pacing“, also das schrittweise, vorsichtige Vorgehen: Dabei sollst du darauf achten, nicht über deine Grenze hinauszugehen, um keine PEM (Postexertional Malaise) hervorzurufen.

Yoga wirkt entzündungshemmend: weniger Interleukin-6 und CRP bei regelmäßigem Üben

Wenn wir unter Stress geraten, reagiert unser Körper mit Alarmsignalen: Entzündungswerte im Blut erhöhen sich, wozu das sogenannte „Interleukin-6“ (IL-6) gehört. Aber auch Lipopolysaccharide (LPS) aus Fettzellen können Zellen im Körper dazu anregen, Interleukin-6 zu bilden (Hoch M. et al., 2008). Interleukin 6 spielt bei der Immunabwehr eine wichtige Rolle und fördert entzündliche Prozesse. Es wird vor allem in Immunzellen (Makrophagen und Monozyten) hergestellt. Eine amerikanische Studie (Kiecolt Glaser et al.) aus dem Jahr 2010 kam zu dem Ergebnis, dass regelmäßiges Yoga-Üben die IL-6-Konzentration im Blut senken kann.

Wissenschaftler konnten feststellen, dass Muskeln Botenstoffe des Immunsystems produzieren können, sogenannte „Zytokine“. Wenn Zytokine aus Muskeln stammen, werden sie „Myokine“ genannt. Während körperlicher Aktivität steigt die Blut-Konzentration des Interleukin-6 um das Hundertfache an. Daraus konnte man schließen, dass Interleukin-6 auch im Muskel produziert wird (siehe Bente Pedersen und Mark Febbraio, 2008).

50 Studienteilnehmerinnen ließen sich unter Stress setzen

Janice K. Kiecolt-Glaser und Kollegen (Ohio State University, USA) setzten 50 gesunde Frauen (Durchschnittsalter: 41 Jahre, echtes Alter: 30-65 Jahre) mit verschiedenen Methoden unter mentalen und körperlichen Stress. 25 der Frauen waren Yoga-Anfängerinnen und 25 Frauen erfahrene Yoginis. Die Anfängerinnen hatten sechs bis zwölf Mal an Yoga-Kursen teilgenommen oder mit Yoga-Videos geübt. Die erfahrenen Yoginis hatten regelmäßig 1- bis 2-mal pro Woche für 75 bis 90 Minuten geübt und das seit mindestens zwei Jahren und mindestens 2-mal pro Woche innerhalb des letzten Jahres.

Yoginis reagierten weniger stark auf die Stresssituation

Die Interleukin-6-Konzentrationen im Blut der Anfängerinnen waren um 41% höher als die Konzentrationen im Blut der erfahrenen Yoginis. Auch war die Wahrscheinlichkeit für erhöhte CRP-Werte (C-reaktives Protein, ein Entzündungszeichen) bei den Yoga-Anfängerinnen 4,75-mal höher als bei den erfahrenen Frauen.

Interleukin-6 (IL-6) fördert die Bildung von C-reaktivem Protein (CRP), einem Entzündungs-Eiweiß. Eine niedrige IL-6-Konzentration im Blut bedeutet oft gleichzeitig, dass die CRP-Konzentration erniedrigt ist. Beides bedeutet vereinfacht gesagt: weniger Entzündung im Blut.

Die erfahrenen Yoginis reagieren anscheinend weniger stark auf Stress als die Anfängerinnen. Die Erfahrenen produzierten weniger Interleukin 6 als Antwort auf eine Stresssituation. Die Interleukin-6-Produktion wurde hier durch Lipopolysaaccharide aus Fettzellen angeregt. Die geringe IL-6-Konzentration geht gleichzeitig mit einer niedrigen CRP-Konzentration einher. Die Autoren gehen davon aus, dass Yoga die stressbezogenen Reaktionen abschwächen kann. Interessant dabei ist, dass auch Muskelzellen selbst Interleukin-6 produzieren können und die IL-6-Konzentration bei Muskelübungen im Blut steigt (Pedersen und Febbraio, 2008). Es wäre interessant, mehr über das genaue Zusammenspiel zu erfahren.

Verwandte Artikel in diesem Blog:

Links:

Takakazu Oka et al. (2014):
Isometric yoga improves the fatigue and pain of patients with chronic fatigue syndrome who are resistant to conventional therapy: a randomized, controlled trial
BioPsychoSocial Medicine – The official journal of the Japanese Society of Psychosomatic Medicine, 2014, 8:27 Open Access, doi.org/10.1186/s13030-014-0027-8
bpsmedicine.biomedcentral.com/…

Bentler SE, Hartz AJ, Kuhn EM (2005):
Prospective observational study of treatments for unexplained chronic fatigue.
The Journal of Clinical Psychiatry, 1 May 2005, 66(5):625-632
europepmc.org/abstract/med/15889950

Leonard A. Jason et al. (2009):
CFS: A Review of Epidemiology and Natural History Studies
Bull IACFS ME. 2009 ; 17(3): 88–106 (PDF)

Arbeitsgruppe Scheibenbogen
Forschungsarbeiten von Professor Carmen Scheibenbogen und Team
Charité, Berlin

Dr. med. Kristina Schultheiss
Craniocervicale Insuffizienz (CCI) – eine wichtige Differenzialdiagnose zu ME/CFS
www.dr-med-kristina-schultheiss.de/…

White PD et al. (2011):
Comparison of adaptive pacing therapy (APT), cognitive behaviour therapy, graded exercise therapy, and specialist medical care for chronic fatigue syndrome (PACE): a randomised trial
The Lancet, Volume 377, No. 9768, p823-836, 5 March 2011
dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(11)60096-2
Open access funded by Chief Scientist Office
www.thelancet.com

Naviaux RK et al. (2016):
Metabolic features of chronic fatigue syndrome
PNAS, vol. 113 no. 37 > Robert K. Naviaux, E5472-E5480, doi:

Dan Moricoli on ME-CFS, aka Chronic Fatigue Syndrome, and Yoga
vimeo.com/114375067

Janice K. Kiecolt-Glaser et al. (2010)
Stress, Inflammation, and Yoga Practice
Psychosom Med. 2010 Feb; 72(2): 113.
Published online 2010 Jan 11. doi: 10.1097/PSY.0b013e3181cb9377
www.ncbi.nlm.nih.gov/…

Bente K. Pedersen, Mark A. Febbraio (2008)
Muscle as an Endocrine Organ: Focus on Muscle-Derived Interleukin-6
Physiological Reviews Published 1 October 2008 Vol. 88 no. 4, 1379-1406
DOI: 10.1152/physrev.90100.2007
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18923185/

Beitrag vom 7.2.2026 (begonnen am 3.10.2015)

2 thoughts on “Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrom (ME/CFS) – auch leichte Formen können das Leben sehr schwer machen. Sanftes Yoga kann unterstützen

  1. H. Laufs sagt:

    Aktuelle deutsche Artikel zum Thema:

    Medikament bringt Erschöpfungssyndrom zum Verschwinden
    http://www.spektrum.de/news/medikament-bringt-erschoepfungssyndrom-zum-verschwinden/1353694

    Von wegen psychosomatisch: Auffällige Zytokine als Biomarker des Chronischen Erschöpfungssyndroms
    http://www.medscapemedizin.de/artikelansicht/4903440

    Chronisches Erschöpfungs-Syndrom: Komischer Name, ernste Krankheit
    http://www.medscapemedizin.de/artikelansicht/4903355

  2. Sehr geehrte Frau Dr. Voos,

    Ihr Artikel zum CFS schein mir eher nicht viel mit der tasächlichen Erkrankung CFS nach G 93.3 zu tun zu haben.

    Es besteht eine große Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und der Lebensrealität der Patienten sowie entsprechender Fachliteratur. Die Erkrankung ME/CFS wird wahrgenommen als unspezifische Befindlichkeitsstörung mit Müdigkeit, als psychische Erkrankung mit Nähe zu Burnout oder Depressionen, und als leichte Erkrankung von meist beschränkter Dauer. Dies ist ein weitverbreitetes Bild in der Öffentlichkeit, aber auch bei vielen Ärzten und politischen Verantwortlichen.

    Tatsächlich ist ME/CFS eine schwere, behindernde Erkrankung, die auch zu Pflegebedürftigkeit führen kann. Die Lebensqualität ist oft niedriger als bei Multipler Sklerose und anderer schwerwiegenden Erkrankungen. In schweren Fällen ist die Erkrankung vergleichbar mit Krebs oder AIDS im Endstadium. 1/4 aller Patienten kann das Haus nicht mehr verlassen oder sind bettlägerig.Über die Hälfte der Patienten sind vermutlich arbeitsunfähig.

    Eine vor wenigen Monaten veröffentlichte Studie der Aalborg Universität Dänemark bestätigt ebenfalls, dass ME/CFS die niedrigste Lebensqualität aller 21 gemessenen Erkrankungen hat.

    Epidemiologische Studien gehen aktuell von 90.000 bis 330.000 betroffene Menschen in Deutschland aus. Dies entspricht 7,5 bis 30 Millionen Patienten weltweit. Durch sehr unterschiedliche Diagnosekriterien kommt es zu dieser noch sehr ungenauen Zahl. Je nach Anwendung wurden ganz unterschiedliche Patientenkohorten in Studien herangezogen. Die untere Zahl basiert auf die neuen ICC-Kriterien, bei der eine sehr restriktive Patientenauswahl verfolgt wurde um bisherige Vermengungen mit anderen Erkrankungen zu vermeiden.

    Kinder, Jugendliche & Erwachsene können gleichermaßen erkranken.

    Aktuell geht man davon aus, dass Frauen bis zu dreimal häufiger betroffen sind. ME/CFS tritt vor allem im Teenageralter und zwischen 30 und 40 Jahren auf. Diese Daten kommen aus den USA, Großbritannien und Norwegen, da es bisher keine einzige epidemiologische Studie aus Deutschland gibt.

    Die DEGAM und andere Fachgesellschaften legen ein biopsychisches Krankheitsmodell zugrunde. Dabei ist ME bereits seit 1969 als Erkrankung des Nervensystems von der Weltgesundheitsorganisation klassifiziert wurden. Der vor wenigen Wochen veröffentlichte Bericht des Robert Koch Institutes folgt ebenfalls diesem psychosomatischen Modell. Man erklärt zwar die Psychiatrisierung als kontraproduktiv, dann wird aber von einer Abwärtsspirale aus Krankheitsstress und veränderter Wahrnehmung gesprochen, bei der die Selbstwirksamkeit gestärkt werden müsste und Ängste gegenüber Aktivität abgebaut werden müssten.

    Im Kontrast dazu steht der Bericht des Institutes of Medicine IOM aus den USA, der ME/CFS als schwere, organische Erkrankung einstuft und dazu über 9000 Studien der letzten 60 Jahre ausgewertet hat. Hier finden Sie den Bericht: http://iom.nationalacademies.org/Reports/2015/ME-CFS.aspx

    Hier noch ein Link zu einem Bericht von Emily, die 2012 an den Folgen von ME/CFS verstorben ist http://www.lost-voices-stiftung.org/was-ist-me/betroffenberichte/bericht-emily/

    Auf unserer Homepage finden Sie neben den Bericht von Emiliy weitere umfangreiche Informationen und Studien zu ME/CFS.

    Eine ganz aktuelle Studie der Berliner Charité finden Sie hier:
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26399744

    Für Rückfragen stehen wir ebenfalls gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Nicole Krüger
    Vorsitzende Lost Voices Stiftung
    Groß-Buchholzer Str. 36B
    30655 Hannover

    Tel. +49(0)511|2706751
    E-Mail nicole.krueger@lost-voices-stiftung.org
    http://www.lost-voices-stiftung.org

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