Die psychoanalytische Deutung erlernen – eine Kunst in Psychotherapie und Psychoanalyse

Ein Psychoanalytiker hört lange zu und deutet dann. Er findet im Dickicht eine Lichtung, beschreibt das Gefühl oder Bild, das in ihm entstanden ist, er hat eine Idee, errät den Zustand des Patienten oder stellt einen bisher nicht gesehenen Zusammenhang her.
„Deutung“ in der Psychoanalyse heißt vereinfacht: etwas Unbewusstes bewusst werden lassen. Eine Deutung weist auf die „Bedeutung“ von etwas hin. Doch wann ist das, was der Analytiker sagt, nur eine Äußerung, und wann eine Deutung? Wenn eine Deutung (englisch: Interpretation) zutrifft, dann sind Patient und Analytiker oft berührt und erleichtert. Beide haben dann das Gefühl, etwas verstanden zu haben.
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Links:
Sigmund Freud (1916):
Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. Kapitel 6: Voraussetzungen und Technik der Deutung, Projekt Gutenberg
Hinz H (2009):
Optionale Deutung – Aktuale Deutung: Bemerkungen zum ungeschriebenen Konzept der Deutungsoptionen von Wolfgang Loch. Jahrbuch der Psychoanalyse 59, 69-93, fromman-holzboog
Timo Storck:
Deutung. Kohlhammer, 1. Auflage 2022, S. 72
Firmansyah, D., Mergel, K., Benecke, C. et al. (2021):
Deutungen: eine qualitative Studie unmittelbarer Patientenreaktionen. Forum der Psychoanalyse 37, 323-336 (2021)
Beitrag vom 28.9.2026 (begonnen am am 19.8.2016)
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