Todestrieb und Zerstörungswut: Der tiefe Wunsch, zu zerstören, kann sehr be(un)ruhigend sein

Ich habe den tiefen Wunsch, zu zerstören. Nicht nur ein bisschen was abzubrechen, nicht nur irgendwo einen Katscher reinzumachen, Kaffee drüberlaufen zu lassen oder ein bisschen zu kneifen. Ich habe den tiefen Wunsch, ganz zu zerstören, vollkommen, sodass nichts mehr übrig bleibt.

Der Hass in mir ist unermesslich. Ich will nicht nur irgend etwas zerstören, sondern alles, was mir im Weg ist. Besonders, wer und was mir am nächsten steht, will ich zerstören. Und zwar ganz.

Wenn ich etwas ganz und gar zerstört habe, kann ich gut schlafen. Mord ohne Reue. Es ist weg. Durchatmen wird wieder möglich, ich spüre in mir eine tiefe Erleichterung und eine Verbindung zu mir selbst. Ohne Hindernisse. Der Weg ist frei. Der andere ist weg. Das andere ist weg. Doch es taucht immer wieder auf, immer wieder in neuer Form. Selbst Jesus ist von den Toten auferstanden. Da kommt doch die Wut! Was muss ich denn noch alles tun, um zu zerstören? Ganz und gar?

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Beitrag vom 13.4.2026 (begonnen am 6.11.2018)

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