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Berührung – ein schwieriges Thema bei erwachsenen Kindern von alkoholkranken Eltern

Wenn Du bei alkoholkranken Eltern aufgewachsen bist, hast Du vielleicht recht oft erlebt, wie Du in unangenehmer Weise berührt wurdest. Da rutschte mal eine Hand aus, da kam ein Tätscheln wie aus Versehen, da wurde es schmierig und wabernd. Der betrunkene Elternteil hatte seine Bewegungen nicht mehr unter Kontrolle. Du fühltest Dich vielleicht abgestoßen, befremdet, vielleicht auch irgendwie negativ-fasziniert vom Unbegreiflichen. Die Berührung hatte vielleicht auch einen sexuellen Touch mit all der Verwirrung. Du wolltest diese Berührung nicht haben – Du schämtest Dich vielleicht, es hat Dich geängstigt und Du hast Dich geekelt, aber vielleicht auch selbst ekelig gefühlt. Du konntest nicht einordnen, was Du da mit der betrunkenen Mutter/mit dem betrunkenen Vater erlebt hast.Weiterlesen

Säuglings- und Kleinkindforschung – schon Wissenshäppchen können eine Wohltat sein

„Entspann‘ Dich – Dein Stress überträgt sich doch auf’s Kind!“, hörst du vielleicht in der Schwangerschaft. Dadurch gerätst du vielleicht regelrecht in einen „Entspannungsstress“. Jede Aufregung soll vermieden werden, um das Kind zu schützen. Ein verständlicher Wunsch. Doch Kummer und Nöte lassen sich gerade in der Schwangerschaft nicht vermeiden. Wichtig ist es, über die Dinge nachzudenken. Die amerikanische Säuglingsforscherin Beatrice Beebe zeigt auf ihrer Website anrührende Videos, die uns helfen, Säuglinge und die Mutter-Vater-Kind-Kommunikation besser zu verstehen. Weiterlesen

Berührung beruhigt, lindert Schmerzen und senkt den Blutdruck. Doch frühtraumatisierten Menschen fällt schon ein Arztbesuch oder eine Massage schwer

Wenn du überwiegend gute Bindungen erfahren hast, wirst du Berührungen wahrscheinlich genießen. Wenn Du weniger gute Erfahrungen gemacht hast, bist Du vielleicht vorsichtiger. Dennoch sehnst du dich möglicherweise nach Berührung. Wenn du keinen anderen Menschen zum Berühren hast, kann auch ein Haustier für Wohlbefinden sorgen. Katzen wirken beruhigend und stimmungsaufhellend (durch Studien bewiesen: Nagasawa et al. 2020). Das Streicheln eines Tieres kann möglicherweise ebenso beruhigen wie die Berührung eines anderen Menschens. Weiterlesen

Depression ist keine Krankheit – eine andere Sicht auf einen oft quälenden Zustand

„Wissen Sie, Frau Doktor, es ist wegen dieser Krankheit“, sagt die Patientin. Ich denke: „Oha! Leukämie, Magenkrebs, Brustkrebs?“, und frage: „Welche Krankheit meinen Sie?“ – „Na, die Depression!“ Seit Anbeginn meiner Beschäftigung mit psychischen „Erkrankungen und Störungen“ habe ich Schwierigkeiten damit, die Depression als Krankheit zu sehen. Weiterlesen

Mit einem Ruck – plötzlich ist die Angst da. Wie ist die Atmung beteiligt?

Ein Gedanke, ein Gefühl, ein Bild, eine Atmosphäre, eine unbewusste Erinnerung. Manchmal auch nichts. Dann ein Ruck. Er geht durch Körper und Psyche. Der innere Boden wird weggezogen. Eine ungeheure Schwäche kommt. Orientierungslosigkeit. Die anderen gucken schon. Die Erschütterung ist da, die Kaskade geht los. Ich weiss schon, was kommt. Im Darm löst sich alles. Die Panik bricht durch, äußere und innere Wände werden porös, die Bedrohung scheint überall zu sein. Eine Frage von Millisekunden: Schweissgeruch, Zittern, Atemnot. Weiterlesen

Kafka, Körper und die Frühe Störung

Ich habe einen neuen Patienten, der so langweilig ist, dass ich Ihre Hilfe brauche. Der Patient Herr K. (geb. 3.7.1883, privat versichert) wurde mir überwiesen von Frau Professor Claudia Liebrand und Herrn Professor Rainer Kaus. Herr K. ist als Therapeutenkiller bekannt. Zunächst fühlte ich mich freudig herausgefordert, doch schon in der ersten Sitzung kämpfte ich mit Gefühlen von Leere und Langeweile. Ich spürte keine vitalen Affekte, sondern eher Negativsymptome, wie sie bei einer schweren Depression oder einer Schizophrenie vorkommen: Ich fühlte mich irgendwie leer und zurückgewiesen.Weiterlesen

Ohnmachtsgefühle – wie mit ihnen umgehen?

Du fühlst dich ohnmächtig – sei es, weil du verlassen wurdest, sei es, dass du dein Kind verloren hast oder dass du nicht weißt, wie es beruflich oder finanziell weitergehen soll. Weiterlesen

Symbole sind Denkverschwendung

„Gibt es das wirklich, dass manche Menschen glauben, sie haben einen Engel auf der einen und einen Teufel auf der anderen Schulter, die ihnen unterschiedliche Sachen sagen?“, fragt das Kind. „Manche Menschen stellen sich das so vor. Der Engel und der Teufel sind Symbole. Sie machen es dem Menschen leichter, über manche Dinge zu sprechen.“ – „Ich sage lieber: Ich habe zwei Meinungen. Symbole sind Denkverschwendung. Die muss mein Denken ja erstmal erschaffen. Da denke ich lieber direkt“, sagt das Kind. Weiterlesen

Flugangst hat auch mit Beziehung zu tun – was hilft?

Wenn Du unter Flugangst leidest, gibt es ein patentes Mittel: einfach nicht ins Flugzeug steigen. Doch dadurch kannst du wunderbare Chancen verpassen. Hier ein paar Tipps, wie du Flugangst lindern kannst: 1. Das „Drumherum“ muss stimmen: Denke genau darüber nach, warum du diese Flugreise antrittst. Wenn dein Partner auf diese Reise gepocht hat, dann kann dieser Konflikt Flugangst hervorrufen. Vielleicht hast du klein beigegeben, obwohl du lieber einfach an die Nordsee gefahren wärest. Weiterlesen

Sicherheitshalber

Sicherheitshalber – stellen wir uns schon mal auf den Abschied ein, dabei wollen wir noch gar nicht Abschied nehmen. Sicherheitshalber bereiten wir uns innerlich auf das Wiedersehen vor, dabei genießen wir doch noch unser Alleinsein. Weiterlesen