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„Ich kann mich nicht aufs Leben einlassen, weil ich keinen Sinn im Leben sehe.“ Über die tiefe Depression

Sicher, ich spreche mit dem anderen. Ich gehe arbeiten. Und doch spreche ich im Hinterkopf mit mir selbst ganz anders. Wenn der wüsste, was ich wirklich denke und fühle. Wenn der wüsste, was in mir vorgeht. Ich hab so viel gegoogelt und nichts gefunden. Mir fehlt einfach das Gefühl, selbstverständlich in mir selbst und im Leben verankert zu sein, ja mir fehlt die Selbstverständlichkeit. Und wenn ich tot bin? Falle ich dann in ein tiefes Loch und werde weiter diesen unerträglichen Zustand haben? Gibt es überhaupt Trost, Erleichterung, Befreiung? In diesem Beitrag geht es um die tiefe, existenzielle Depression. Weiterlesen

Sich in Beziehung fühlen – mit oder ohne Partner

Es gibt das Lebensgefühl, alleinstehend, also „Single“ zu sein und das Lebensgefühl, „in Beziehung“ zu leben, also einen Partner zu haben. Und doch sind sich beide Lebensgefühle vielleicht ähnlicher als wir meinen. Als Single fühlst du dich vielleicht manchmal so, als ob nichts einen Sinn ergäbe, solange du nicht in einer Beziehung lebst. Das Gefühl, geliebt und berührt zu werden scheint für viele etwas Alltägliches zu sein, während es für dich vielleicht wie ein weit entfernter Traum ist. „Ich bin nicht allein“ sei der Grundgedanke und das Grundgefühl der Menschen, die in einer gesunden Partnerschaft leben – meinst du. Weiterlesen

Entscheidungen treffen – aber wie?

Manchmal scheint eine Entscheidung unmöglich. Es ist, als hättest Du nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Für so manche Entscheidung ist es wichtig, sich ausreichend Informationen zu beschaffen. Doch manchmal scheint das wenig zu nützen – trotz ausführlicher „Pro- und Kontraliste“ fällt die Entscheidung nicht leichter. Da kannst Du vielleicht nur überlegen: Was ist zumindest ein bisschen weniger schlimm? Gilt Deine Entscheidung für immer und ewig? Weiterlesen

Scham, Körper und unbewusste Phantasien

Wenn wir Schamhaftes nicht mehr verbergen können, kann manchmal sexuelle Erregung entstehen. Scham und Sexualität hängen eng zusammen. Scham folgt oft rasch auf unsere – oft unbewussten – Phantasien. Oft können wir gar nicht so genau sagen, warum wir uns in diesem Ausmaß schämen. Wir fühlen uns wie gelähmt. Die Psychoanalytikerin Ana-Maria Rizutto hat in einem Beitrag (1991) die Scham genauer untersucht. Scham hat mit dem eigenen Körper, der intimen Seele, dem Über-Ich, mit Narzissmus, aber vor allem auch mit unseren Objektbeziehungen zu tun. Weiterlesen

Zahnarztphobie durch frühe Traumata

Wenn du unter Zahnarztphobie leidest, hast du vielleicht schon nach Zahnärzten gesucht, die sich auf Angststörungen spezialisiert haben. Vielleicht wünschst du dir auch nur einen Zahnarzt, der deine Ängste versteht und deine Behandlungswünsche respektiert und ...

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Einsamkeit: „Am schlimmsten sind die Sonntage“

Einsamkeit ist ein fast körperlicher Schmerz. Nicht berührt zu werden, tut unglaublich weh. Das Gefühl des „Nichts“ auf der Haut und in der Seele ist oft kaum auszuhalten und macht unruhig. Oft schämen sich die Einsamen ihrer Einsamkeit. Eine stille Wut auf andere mit Partner und Familie und ein stechender Neid auf alle, die nicht einsam sind, macht sich breit. Weiterlesen

Die Kunst des „Irgendwie“

„Sie müssen sich schon sicher sein“, höre ich. Doch sind die Zeiten heute nicht anders? Ist das Leben als Frau nicht anders? Als Alleinerziehende? Da gibt es doch noch die Intuition. Und den Zauber des Anfangs. Und das Reisen als Blinde. Manchmal muss man „irgendwie“ beginnen. Ich stehe im Nebel. Ich habe eine Ahnung davon, wo ich lang gehen will. Ich gehe von Grenzpfahl zu Grenzpfahl. Der Nebel lichtet sich. Immer ein bisschen mehr. Und als ich am Ziel bin, schaue ich auf meinen Weg des „Irgendwie“ zurück. Er ist kunstvoll. Wilde Blumen wachsen darauf.Weiterlesen

Das Eigenleben der Seele, das Eigenleben des Körpers

Ich liege im Gras. Mein Körper ist angenehm warm. Irgendwo da oben im verlängerten Rückenmark wird meine Temperatur für mich reguliert. Der Atem geht von selbst. Millionen Darm-Bakterien sorgen fürs Gleichgewicht. Kommt ein Virus, macht der Körper, was er will. Ich höre meinen Puls. Es ist schön, dass ich mich nicht um alles kümmern muss. Ich kann mit meinen Gedanken spazieren gehen und der Körper lebt von selbst. Auch die Seele lebt. Vieles kann ich steuern. Doch nachts, da träume ich. Weiterlesen

Subjekt und Objekt: Ich bin das Subjekt, die anderen sind meine „Objekte“. Die Vorstellungen darüber heissen Repräsentanzen

In psychoanalytischen Texten findet man häufig die Begriffe "Subjekt" und "Objekt". Mit "Subjekt" ist die Person gemeint, um die es geht und deren Gefühle beschrieben werden. Wird zum Beispiel von Nina erzählt, dann ist Nina das Subjekt. Die "Objekte" sind die...

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Primäre Liebe und Grundstörung nach Balint

Am Anfang des Lebens kennen wir eine ganz spezielle Form der Liebe: die "primäre Objektliebe" (meistens zur Mutter). Der Psychoanalytiker Michael Balint (1896-1970) prägte die Begriffe "Primäre Liebe" und "Grundstörung" (Basic Fault). Die "Grundstörung" entste...

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