„Ich habe Angst, laut loszuschreien.“ Woher kommt das und was hilft?
Die Angst, einfach laut losschreien zu müssen, ist nicht selten. Die Impulse können sehr stark sein, ähnlich wie bei einem Tourette-Syndrom. Diese Angst kann bei psychischen Belastungen vorkommen, insbesondere dann, wenn Du z.B. frühtraumatisiert bist.
Vielleicht hast Du schon früh medizinische Behandlungen, Gewalt oder die Vojta-Therapie über Dich ergehen lassen müssen. Das waren Situationen, in denen Du als Baby enorm unter Druck warst und laut schreien musstest. Du hast dich erlebt, wie du schriest. Gerade in angespannten, auch in stillen Situationen, können Dir Bilder vom Schreien in den Kopf kommen oder Du hast das Gefühl, gleich selbst laut losschreien zu müssen.
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Links:
Barfuß durch den Sommer. Eine Berufsmusikerin erzählt von ihrem Kopfkino während eines Konzerts. Violinista goes einundvierzig, einundvierzig.blogger.de/stories/2085790/
Beitag vom 23.4.2026 (begonnen am 17.9.2012)
3 thoughts on “„Ich habe Angst, laut loszuschreien.“ Woher kommt das und was hilft?”
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Liebe/r „Psychotherapie“,
vielen Dank für Ihren Kommentar, mit dem Sie vollkommen Recht haben. Ich habe den Beitrag daraufhin ergänzt.
Dunja Voos
Die Angst laut loszuschreien kann m.E. aber auch im Kontext einer Zwangsstörung auftreten: hier haben die Betroffenen ja oft die Angst, etwas sozial Unübliches oder Tabuisiertes zu tun … wenn es zu Zwangshandlungen kommt, um diesen Impuls zu unterdrücken, wäre eine solche Diagnose also auch zu überlegen. Im Rahmen einer Psychotherapie ist es oftmals auch wichtig, Differenzialdiagnosen zu überlegen …
Glücklicherweise begnüge ich mich in derlei Situationen mit dem Kopfkino, das ja schon aufregend genug ist. Daher ist die Angst davor, tatsächlich mal etwas Verrücktes zu tun während eines Konzertes, auch nicht besonders ausgeprägt. Also ich denke: in Maßen ist die Veranlagung, sich solche Dinge auszumalen, eher amüsant. Den pathologischen Zustand hingegen stelle ich mir tatsächlich kritisch vor.