Unser Alptraummann – woher kommt er?

Vielleicht hast du auch eine Alptraum-Figur, von der du seit der Kindheit immer wieder träumst. Der Alptraum-Mann verfolgt uns im Traum, wir fühlen uns ihm ausgeliefert. Aber manchmal wollen wir ihn irgendwie auch anlocken, wenn wir spüren, dass er da ist.

Diese Figur ist oft eine Zusammensetzung aus vielen Eindrücken, die uns Angst gemacht haben. Aber sie enthält vielleicht auch Teile von uns selbst.

„Da gibt es nämlich ein Wesen, das unsere ganz spezielle Aufmerksamkeit verlangt, das trickreichste, gewissenloseste und brutalste von allen: das innenwohnende Raubtier.“ Clarissa Pinkola Estes: Die Wolfsfrau, orellfuessli.ch

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Beitrag vom 5.8.2026 (begonnen am 24.11.2016)

2 thoughts on “Unser Alptraummann – woher kommt er?

  1. bleiblieberanonym sagt:

    Hi,
    hatte als Kind zwischen von ca. 3 – 4 bis 6 oder7 beinahe täglich den selben Traum.
    Ob ich noch träume oder schon wach bin , kann ich nicht mehr zweifelsfrei sagen.
    Ich werde jedenfalls wach , blicke zur Tür und sie geht auf. Rauch – und ein großer dunkler Mann mit einem riesigen Hut steht in der Tür. Ich höre sogar das knarzen von der Tür. Ich bekomme wahnsinnige Angst , stehe auf und laufe in Richtung Fenster und verstecke mich zwischen der Heizung und dem Wickeltisch in einer kleinen Nische.,
    Ich schließe meine Augen , halte mir die Ohren zu und kauer mich zusammen. Ich denke an gute Dinge , oftmals and Zeichentrick Serien und deren Superhelden die ich damals mochte. Nach einigen Augenblicken bis Minuten stand ich auf , lief zu Tür und weinte vor meinem Zimmer im Flur , bis mich meistens mein Vater einsammelte und mich in Bett meiner Eltern bzw. in ein schon bereit stehendes Bett neben dem meiner Eltern brachte. Später ließen sie im Flur Nachts das Licht an , damit ich selbständig zu ihnen kommen konnte. Das hat mich bist heute nie wirklich los gelassen und ich denke vereinzelnd immer wieder mal daran. Habs nachdem ich etwas im Radio dazu gehört hatte und einfach mal bei google eingegeben und bin so hier gelandet. Tatsächlich trennten sich meine Eltern als ich ca. 5 war , somit passt der eine Aspekt mit dem „Manchmal entstehen Alptraumfiguren in Zeiten, in denen es uns als Kind extrem schlecht ging,“ Faszinierend. Vielen Dank für die Denkanstöße und mögliche Erklärungen. Träumt was schönes : )

  2. bernhard sagt:

    Liebe Frau Dr. Voos,

    fester Bestandteil meiner kindlichen Ängste und damit immer wiederkehrende Traumfigur war die böse Hexe.

    Durch ihr ständiges Erscheinen gelang es mir schon als kleiner Junge, mir hin und wieder dem Zustand des Träumens „bewusst“ zu werden und sie in diesen kurzen momenten der Klarheit (wie von Ihnen beschrieben) zu provozieren, mich bewusst in ihre Fänge zu begeben, um den Traum zu beenden oder ganz einfach aufzuwachen.

    Heute verfolgt sie mich weitaus seltener, ich bin mir sicher irgendwann kann ich sie besiegen.
    Lähmungserscheinungen während der Flucht vor ihr oder anderen Figuren plagen mich auch nicht mehr.

    Viel zu selten werden diesen kindlichen Alpträumen die Aufmerksamkeit geschenkt, die notwendig ist.
    Viel zu oft wird gesagt: „Es ist ja nur ein Traum“.
    Es ist viel mehr als das, bedenkt man, dass all diese Figuren einer realen, vom Kind erlebten „Bedrohung“ entspringen.

    Liebe Grüße!

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