Das Gefühl, dass ein anderer in die eigene Seele dringt: Intrusionen und Überwältigung machen uns sprachlos
„Immer, wenn ich eine Panikattacke habe, habe ich das Gefühl, dass jemand in mich eindringt. Ich glaube in dem Moment, ich fühle mich so unfassbar schlecht, weil meine Mutter mir in eben diesem Moment Böses wünscht. Ich schäme mich, das zu sagen, weil es so psychotisch klingt. Obwohl ich meinen Verstand einsetze, bleibt diese Angst bestehen“, sagte ich als Studentin.
„Das Schlimmste finde ich: Selbst, wenn ich bei meinem Therapeuten bin, habe ich das Gefühl, dass meine Mutter über die Distanz in meine Seele eindringen kann. Ich stelle mir dann vor, wie mein Therapeut hilflos neben mir sitzt und nichts tun kann – dass ich vor seinen Augen von der bösen Macht meiner Mutter ergriffen werde.“ Ich fühlte mich geradezu durchlässig.
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Dieser Beitrag wurde erstmals veröffentlicht am 23.7.2020
Aktualisiert am 8.12.2025
One thought on “Das Gefühl, dass ein anderer in die eigene Seele dringt: Intrusionen und Überwältigung machen uns sprachlos”
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Während meiner Psychose empfand ich rein gar nichts, mir war alles egal, ich funktionierte nur noch wie ein Roboter. Sexualität konnte und wollte ich nicht empfinden, als ich dem Therapeuten gegenüber saß. Der Therapeut wirkte etwas erregter, mir waren Entspannung und Ruhe wichtig. Da Sexualität gesund und entspannend ist, berichtete ich von meinem privaten Liebesleben. In der Psychoanalysestunde konnte ich über die Frustration in meiner Ehe berichten. Ich traute mich nicht, mich auf die Couch zu legen.