22.05.2013.

Ich-Schwäche

Viele Patienten, die einen Psychotherapeuten aufsuchen, leiden unter einer “Ich-Schwäche”. Das bedeutet, dass die sogenannten “Ich-Funktionen” teilweise eingeschränkt sind. Zu den Ich-Funktionen gehört zum Beispiel die Steuerung der Affekte und das Wahrnehmen der inneren und äußeren Welt. Wer hier geschwächt ist, der kann nur schwer innere Spannungen aushalten. Das steuernde “Ich” wird möglicherweise vom strengen “Über-Ich” (z.B. von strengen moralischen Vorstellungen) und vom “Es” (den “Trieben”) sozusagen eingequetscht. Eine besonders ausgeprägte Ich-Schwäche heißt “Ich-Defekt”. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Huber, Pixelio) [Read more...]

Das Selbst

Für das “Selbst” gibt es viele Definitionen. Der Psychoanalytiker Siegfried Elhardt schreibt in seinem Buch “Tiefenpsychologie” (Kohlhammer Stuttgart 2001: 35), dass der Begriff des “Selbst” eingeführt wurde, um damit die Gesamtperson und ihr Erleben zu bezeichnen. Normalerweise wird im allgemeinen Sprachgebrauch dafür das Wort “Ich” benutzt. Doch in der psychoanalytischen Theorie ist damit meistens die “Instanz Ich” aus Sigmund Freuds Modell von Es, Ich und Über-Ich gemeint. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Dieter Schütz, PIXELIO) [Read more...]

Ich-Defekt

Ein “Ich-Defekt” ist eine ausgesprochen starke Ich-Schwäche. Wer in einer Umgebung großgeworden ist, die überhaupt keinen Halt und keine Zuwendung geboten hat, der wird nicht selten kriminell oder süchtig. Das Ich ist so schwach, dass es Trieb-Impulse wie z. B. Wut kaum hemmen kann. Auch das Über-Ich ist nur wenig ausgebildet (Über-Ich-Defekt). Die Vorstellung von Gut und Böse und das Gefühl von schlechtem Gewissen sind kaum vorhanden. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Paul Marx, PIXELIO) [Read more...]

Das “Ich”

Das “Ich” ist eine Einheit der Persönlichkeit. Das Ich denkt, plant, fühlt und nimmt die Realität wahr. Diese Funktionen werden Ich-Funktionen genannt. Mithilfe des “Ichs” regulieren wir unsere innere Gefühlswelt und die Beziehung zu anderen Menschen. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Gerd Altmann, Pixelio) [Read more...]

Das “I and Me” des William James

“Ich mache es mir gemütlich, ich beruhige mich.” Ist es nicht eigenartig, wie wir manchmal mit uns selbst sprechen? Wer ist “Ich” und wer ist “Mich”? Der amerikanische Philosoph und Psychologe William James (1842–1910) unterscheidet zwischen zwei Teilen des Selbst: Dem “I” und dem “Me”. Dabei ist das ICH derjenige Teil des Selbst, das handelt. Das ICH interpretiert, ordnet die Erlebnisse und gibt uns ein Gefühl der Freiheit. Das MICH ist die Vorstellung, die wir von uns haben. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Rainer Sturm, Pixelio) [Read more...]

Hilfs-Ich

Viele Menschen mit psychischen Beschwerden sind geschwächt. Ihre “Ich-Funktionen”, wie z.B. die Fähigkeit, Dinge wahrzunehmen, sich einzufühlen, zu planen oder die eigenen Affekte zu steuern, sind eingeschränkt – die Betroffenen leiden an einer Ich-Schwäche. Andere Menschen müssen dann manchmal die Ich-Funktionen für die Betroffenen übernehmen, besonders in kritischen Situationen. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Roland Schnabel, Pixelio) [Read more...]

Ich-Funktionen

Bewusstes Wahrnehmen, Unterscheiden, Erinnern, Denken und Steuerung der Triebe sind Ich-Funktionen. Das Ich denkt, plant und schaut voraus. Es “arbeitet” nach dem Realitätsprinzip. Zu den Ich-Funktionen zählen auch die Abwehrmechanismen. Sind die Ich-Funktionen eingeschränkt, spricht man von einer Ich-Schwäche. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Janine Grab-Bolliger, Pixelio) [Read more...]

Es, Ich und Über-Ich

“Jetzt könnte ich ihr die Brille von der Nase hauen”, denke ich. Meine Wut wächst, das “Es”, der Trieb, lässt mich zum Tier werden. Doch ich lächele freundlich und zeige meiner Kollegin nichts von meiner Wut. Mein strenges “Über-Ich”, das Gewissen, verbietet es mir. Aber zum Glück gibt ja noch das Ich, den Vermittler. Das “Ich” kann austarieren und steuern. Ich muss ihr nicht gleich die Brille wegschlagen, aber besonders freundlich brauche ich auch nicht zu sein. Ich verändere meinen Gesichtsausdruck und zeige Missfallen. Freundlich, aber bestimmt, sage ich meine Meinung. [Read more...]