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Ich und mein Körper: Wir werden alt – und warum Hocktoiletten eine gute Idee sind

Eines Morgens hörte ich im Deutschlandfunk einen Essay, der davon handelt, dass kaum jemand etwas über den alternden Körper der Frau schriebe. Erst wenn man bei der Google-Suche das Wort „Altern“ durch „Alzheimer“ ersetze, könne man fündig werden. Und ich dachte darüber nach, wie es eigentlich ist mit dem Altwerden. Häufig habe ich das Gefühl, im Außen nicht das zu finden, was ich selbst erlebe. Da loben viele das Buch von Sheila de Liz: „Woman on Fire“ (Rowohlt, 17. Auflage 2023). Beliebt ist auch die Apothekerin und Hormoncoachin Ann-Katrin Pause. Weiterlesen

Zu müde zum Sport? Erst erholen, dann bewegen. Bei Post Exertional Malaise (PEM) ist Pacing wichtig

Wir wollen, dass es uns wieder besser geht und schleppen uns ins Fitnessstudio oder zwingen uns zum Spaziergang. Doch dadurch geht es uns häufig nicht besser – im Gegenteil: Die körperliche Anstrengung führt vielleicht dazu, dass wir uns noch schlechter fühlen. Manchmal entstehen Zahn-, Hals- und Muskelschmerzen, es verstärkt sich die Erschöpfung oder es kommt zu Drehschwindel und einem fiebrigen Gefühl. Der Begriff „Post Exertional Malaise“ (PEM) bedeutet soviel wie „Schlechtgehen nach körperlicher Betätigung“. Weiterlesen

Es kann niemand etwas dafür

Aufgewachsen in Gewalt und Todesangst. Aufgewacht in dieser kalten Welt. Auf einmal sickert Dir ins Bewusstsein: „Du bist ganz allein.“ Allein wie eine Aussätzige. Wie hinter Glasscheiben bewegen sich die anderen – als Paare, Familien, Geschwister, als Kinder und Eltern. Lachend und gemeinsam. Schmerzvermeidung tut weh. Du selbst bleibst unberührt. Du berührst niemanden. Weiterlesen

Wir müssen nicht immer reagieren und nicht immer etwas „machen“

„Da muss jetzt unbedingt etwas passieren. Was soll ich tun?“ Nichts. Manchmal einfach nichts. Oder sogar öfter mal nichts. Wir kommen so oft in Bedrängnis, weil wir ständig das Gefühl haben, dass wir aktiv etwas tun sollen. Wir wollen immer sofort reagieren. Im Rechtsstreit, bei medizinischen Problemen, bei psychischen Beschwerden. Schlimmer noch: Wir wollen nicht nur sofort reagieren, wir wollen sogar verhindern, dass etwas passiert. Doch so kann sich nichts entfalten. Gerade in der Meditation oder in der Psychoanalyse entdecken die Menschen häufig unerwünschte Gefühle, die sie sofort wieder loswerden wollen, nachdem sie sie entdeckt haben: „Was soll ich jetzt tun?“, ist die Frage, die sofort kommt. Weiterlesen

Wie der Psychoanalytiker Martin Grotjahn das Rauchen aufgab, als er in den USA landete

Einen mutmachenden Beitrag zum Thema Rauchen fand ich hier: Martin Grotjahn: Rauchen, Husten, Lachen und Beifall – eine vergleichende Studie zur Symbolik des Atmens (salmoxisbote.de). Martin Grotjahn, Wikipedia, (1904-1990) war ein deutscher Psychoanalytiker, der 1936 mit seiner Frau Etelka und Sohn Michael in die USA emigrierte. Weiterlesen

Über sexy Unterschenkel, Fußfetischisten und die Bedeutung von Schuhen

Sie spielen eine wichtige Rolle in Märchen und Mythen: Füße und Schuhe. Cinderella verliert ihren Schuh auf der Treppe. Den bösen Schwestern werden Zehe und Ferse abgeschnitten, damit die Füsse in den Schuh passen. „Ruckediguh! Blut ist im Schuh“, surren die Tauben. Weiterlesen

Schichtwechsel: Warum es so schwierig ist, die soziale Schicht von unten nach oben zu wechseln und was Hass mit Bildungsferne zu tun hat

Oft ist es nichts weiter als eine Kette von Zufällen und Fügungen: Die Grundschullehrerin ermuntert das Kind, Klavier zu lernen, sie empfiehlt das Gymnasium. Der Mathelehrer glaubt an das Kind und wird zum Vorbild. Das Kind lernt eine neue Welt kennen: die Welt der Bildung. Es geht ruhiger zu, es gibt mehr Worte und weniger Geschrei, es gibt neue Möglichkeiten, die eigene Kreativität zu entdecken. Und plötzlich hast du das Abitur und denkst über ein Studium nach. Weiterlesen

Psychoanalyse und Musik: Warum im Himmel die Harfen sind

„Wenn ich singe, ist mein ganzer Körper beteiligt. In der Musik komme ich zur Ruhe“, sagt ein Geiger. „Wenn ich bei meinem Patienten sitze und in mich auf ihn einlassen kann, dann bin ich glücklich“, sagt ein Psychoanalytiker. Psychoanalytiker und Musiker empfinden das, was sie da tun, als Kunst. Es ist eine Freude, ein Spielen, ein Ausprobieren und auch ein Stück Freiheit. Weiterlesen

Argumente gegen die Vojta-Therapie bei Babys: Kann die Vojtatherapie der Psyche schaden?

Die Vojta-Therapie bei Babys wird nach Anleitung durch die Physiotherapeutin meistens von Müttern durchgeführt. Das Baby liegt zum Beispiel auf dem Bauch, ein Bein und ein Arm sind angewinkelt, die Mutter hält es fest und löst mit ihren Fingern an bestimmten Reflexpunkten erwünschte Bewegungen aus. Das Baby schreit, doch die Mutter hört von der Therapeutin vielleicht, dass dies nur ein Zeichen dafür sei, dass die Therapie greife. Die Therapie wird oft drei- bis viermal täglich über ca. 15 Minuten, oft über Jahre durchgeführt. Das Baby lernt aus psychologischer Sicht: Wenn ich schreie, reagiert meine Mutter nicht darauf. Ich bin in höchster Not und habe keine Chance, mich durch welche Artikulation auch immer aus dieser Zwangslage zu befreien. Weiterlesen

Spiegelübertragung, Verschmelzungsübertragung und das Größenselbst: Wenn wir uns im Blick des anderen sonnen. Die Selbstpsychologie nach Heinz Kohut

Verschmelzungsübertragung bedeutet, dass wir gefühlt eine absolute Einheit mit unserem Psychoanalytiker erleben – ganz so, wie wir es einmal mit unserer Mutter erlebt haben und auch heute noch in glücklichen Beziehungen erleben können. Es geht um ein subjektives Erleben, das die realistische Beziehung nicht unbedingt widerspiegeln muss. Weiterlesen