„Was wäre das Schlimmste, das passieren könnte?“ Warum diese Frage bei schweren Ängsten oft nicht hilft.

Ich hatte so eine Angst. Ich dachte, ich muss sterben. Dann fragte mich mein Arzt: „Was wäre denn das Schlimmste, was passieren könnte?“ Ich war baff. Der Überraschungsmoment und seine Ruhe wirkten auf mich irritierend. Ich weiss, dass sich viele Menschen mit einer Angststörung durch diese Frage entlastet fühlen.

Bei genauerer Betrachtung soll man feststellen, dass das Schlimmste gar nicht so schlimm ist, so die Theorie dahinter. Doch wenn die Probleme tiefer liegen, kann es sein, dass man sich noch unverstandener fühlt. Der Zustand der „namenlosen Angst“ jedenfalls wird dadurch nicht angesprochen. Das katastrophale Gefühl kann so leicht nicht weggeredet werden. Es ist eine Katastrophe, die du vielleicht schon mal erlebt hast und die du in der Zukunft wieder befürchtest – und die ja auch möglich ist.

„Du stirbst nicht“, sagen viele junge Therarpeuten ihren jungen Patienten. Ja, jetzt vielleicht nicht. Aber zum Zeitpunkt der Wechseljahre können Panikattacken durchaus auch tödlich sein. Und irgendwann sterben wir ja. Die Panikattacke hängt oft mit der Angst vor Tod und Sterben zusammen. Es liegen Gefühle darunter, die ernstgenommen werden wollen.

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Beitrag vom 26.4.2026 (begonnen am 15.5.2018)

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