Zwangsstörung und ihre Affekte: Drang, Angst und Schuld
Bei der Phobie ist es ganz einfach: Der zugehörige bewusste Affekt ist die Angst. Auch bei der Zwangsstörung ist das Problem die Angst, die jedoch besonders dann bewusst wahrgenommen wird, wenn der Zwang nicht ausgeführt werden kann.
Viele spüren nur eine vage Unruhe oder ein unbestimmtes Schuldgefühl. Wichtig finde ich jedoch den Affekt des „Drangs“. Im Zwangszustand ist es mitunter so, als hörte man eine Tonleiter, die auf dem 7. Ton endet. Der 8. Ton, den man sehnlichst erwartet, kommt einfach nicht. Es erinnert an einen Sexualakt, bei dem der Orgasmus ausbleibt.
Der Zwangskranke „will es fertig bekommen“, er will den Durchbruch erlangen, er möchte etwas aus-drücken und er möchte endgültig befreit und erleichtert sein, Doch am Ende des Zwangs bleibt immer der Zweifel.
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Links:
Avner Bergstein:
Attacks on Linking or a Drive to communicate? Tolerating the paradox. Psychoanal Q 2015 Oct;84(4):921-942. doi: 10.1002/psaq.12043. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26443950/
Théorèmes d’incomplétude de Gödel: fr.wikipedia.org/…
Beitrag vom 16.8.2026 (begonnen am 20.7.2020)