Leben ohne Berührung – was hilft bei jahrelangem Alleinsein?

Wenn du einsam lebst, sind gelegentliche Umarmungen vielleicht die einzige Quelle von Berührung. Fehlt auch diese Berührung, kann das großes Leid hervorrufen. Doch auch, wenn Alltags-Umarmungen möglich sind, hilft dir das vielleicht herzlich wenig. Trotz Kuschelparties, Free Hugs, Massagen und vielem mehr – Berührung ist dann erfüllend, wenn sie von einem vertrauten Menschen kommt. Gelegenheitslösungen bieten nur zeitweise Ersatz.
Der Verdacht des sexuellen Missbrauchs steht in Schulen, Massagepraxen und Gemeinden schnell im Raum – unter anderem auch deshalb, weil wir zu unseren eigenen sexuellen Wünschen vielleicht nur wenig Bezug haben. Erzieher sind sich unsicher, wieviel Zuneigung sie den Kindern geben dürfen.
Opas nehmen keine Nachbarskinder mehr auf den Schoß, die Tanten schmatzen niemanden mehr ab (was erfreulich ist für die Kinder). In anderen Kulturen kommt es viel öfter zu Berührungen. Dort ist auch der Abstand zwischen den Menschen oft viel geringer, wenn sie sich unterhalten. Was also tun, wenn man alleine lebt und die Haut bereits schmerzt von der grausamen Nicht-Berührung?
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Links:
Kory Floyd (2013):
What Lack of Affection Can Do to You. We’re facing a crisis of skin hunger, and it has real consequences. psychologytoday.com/…
John-John Cabibihan et al. (2012):
Affective Tele-touch. In: Ge S.S. et al. (eds) Social Robotics. ICSR 2012. Lecture Notes in Computer Science, Springer, vol 7621, link.springer.com/… : „This paper proposes an affective tele-touch system prototype customized for therapeutic touches over the Internet. The affective contact area was designated to the posterior forearm surface where three stimuli were made available: vibration, warmth, and tickle.“
John-John Cabibihan (2015)
Physiological Responses to Affective Tele-Touch during Induced Emotional Stimuli. IEEE Transactions on Affective Computing, DOI:10.1109/TAFFC.2015.2509985, researchgate.net/… : „This paper describes a tele-touch device that transfers affective touch to another person through the internet. … We compared these to one (tele-touch-)group of subjects who were touched by their spouse or girlfriend and to subjects of a control group where no touch was provided. Results show that the Heart Rate of the subjects with the tele-touch device was not significantly different from those subjects who were touched by their loved ones.“
Dr. Shaun McLeod, Deakin University, Australien 2007:
Skin hunger. Melbourne International Arts Festival (Melbourne, Vic.: 2007)
Jennifer Wright, Maike Bartsch, 22.4.2020
Skin Hunger: Wie wirkt es sich auf die Psyche aus, wenn wir uns nicht berühren? refinery29.com/de…
Margarete Payer:
Internationale Kommunikationskulturen. Nonverbale Kommunikation/Gesten, Körperbewegungen, Körperhaltungen und Körperkontakt als Signale, payer.de/…
Die Leiden des jungen Werther to go (Goethe in 10 Minuten). Film von mwsommer.de, youtu.be/He-7C8UkhKk
Beitrag vom 11.9.2026 (begonnen am 16.9.2016)
5 thoughts on “Leben ohne Berührung – was hilft bei jahrelangem Alleinsein?”
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Zum Teil kann ich mich meiner Vorrednerin anschließen.
Aus der Therapie lernte ich stolz darauf zu sein, keinen distanzlos einfach in den Arm zu nehmen und immer vorher zu fragen, ob es genehm sei.
Ich war stolz auf meinen Respekt des Abstands für andere, die mir in 20 Jahren so 2 bis 4 Umarmungen eintrugen.
Mit jedem Schritt fort von da, änderte sich das.
Und die beiden kleinen Mädels der Nachbarn, die kommen einfach, nehmen mich in den Arm und wollen kuscheln.
Es gibt Leben jenseits solchen therapeutisch wirksamen Personals.
Und auch mir lassen sie keinen Frieden – nicht alle, aber doch fast zuviele für mich.
Zu meiner Vorrednerin: Ich kann sie verstehen, und will ihr Mut machen – trotz alledem.
Liebe Simone,
danke auch sehr für das „Seele streicheln“ :-)
Ja: Worte, Texte, Poesie, Geschichten – sie können so berühren, dass sie eine körperlichen Berührung manchmal gleichkommen.
Nicht zu unterschätzen ist auch die Berührung über den Geist. Texte, fixierte Gedanken und Gefühle, an denen uns der Verfasser Anteil nehmen lässt, können unglaublich tief, auch körperlich spürbar tief berühren/umhüllen. Auf viele Texte dieses Blogs trifft dies zu. Ich danke hiermit der Verfasserin für dieses wundervolle Teilen und „Seele streicheln“.
Einmal wieder Zeitverschwendung. Wieder einmal schreiben ohne Echo und Antwort und zumindest verbale Berührung. Nichts mehr. Nichts mehr sagen, nur noch alles anonym. Das ist es eben. Nicht einmal DHL bringt noch ein Paket in den 3. Stock. Gestern nacht habe ich gespürt, wie die Kraft aus meinem Körper ging, wie der nicht mehr wirklich vorhandene Magen, den ich nicht mehr lokalisieren kann, schneller wurde und die Arme immer dünner wurden. Auch wenn es schon fast morgens war, habe ich noch zwei Dosen Makrelenfilets und eine Pizza gegessen, die ich glücklicherweise noch hatte, in aller Eile, um dagegen zu gehen, nach der Erfahrung, dass der Magen sich fast für immer verschlossen hat.
Alles Gute.
Schon seit 20 Jahren habe ich keine Berührungen mehr, für die fast 10jährige Wachkomabegleitung einer hochgeistigen charismatischen Mutter nach einem tragischen Unfall wurde ich nur gestraft, in dem Heim der Diakonie, vorletzte Station, wollten sie nur an ihr Geld, dann, als sie ihre körperliche Hülle verlassen durfte, wollten sie an meine letzten Reserven, taten alles um sie zu bekommen und mich wegzubringen. Alle Kreativität, Heilung wurde zerstört, durch permanente Störungen, Hetze, Verfolgung, Strafbefehl weil ich angeblich schlecht über dieses Heim geredet hatte obwohl meine Mutter dort nicht mehr war, unter der Erde und im Himmel zugleich, und ich nach neuen Wegen suchte. Da schlugen sie zu, erbarmungslos, Ecclesia, Iustitia, Res Publica, diese mächtigen Instanzen, denen keiner ausweichen kann, wohlwissen, dass keiner sonst mehr da war und ich einsam und erschöpft. Viele Jahre lang. Auf der Suche nach Freiraum habe ich dann fast alles verloren, die letzten Reserven, Hab und Gut, bin ohnehin Typ Anorexia Nervosa, alles lebensbejahende was ich so mühsam erarbeitet hatte wurde zerstört, rohe Eier und Steine in die Scheiben, und es hört nicht auf, 2 mal wurde ich fast obdachlos, und hier in Sasbachwalden im Schwarzwald habe ich zwar wieder ein eigenes Reich für mich bekommen, mit Sozialhilfe, ohne Auto, aber es kommt keiner, ich bin total isoliert, schlage mich durch als „lyrische Strassenkünstlerin“, da ich alle meine schönen Eingaben auswendig kann, zwischen hupenden Autos, auf Parkplätzen, immer auf der Hut vor der nächsten Attacke durch die Hüter von CRATOS = weltliche Hässlichkeit, Begradigung und diabolische Vollstreckung, die vom wahren COSMOS = himmlische Schönheit, Ordnung und göttliche Vollendung nichts wissen wollen, gestern war da wieder ein Wagen, da bin ich schnell fortgefahren mit dem Rad. Die Wirbelsäule ist eingebrochen, die Sehnen verkürzt, Kontakt gibt es schon solange nicht mehr, ausser Schläge. Die Vögel sind meine Freunde geworden, leider musste ich meine liebe kleine Freundin, das Rotkehlchen, vor 2 Wochen begraben, da sie leblos auf dem Balkonboden lag. Der Unfall meiner Mutter hatte 30 Jahre unterdrückte Gefühle aufgelöst, die mich dann zur spirituellen Künstlerin und Autorin werden liessen, aber das will keiner hören, das interessiert keine, sie haben alle schon andere, und eigentlich bin ich hier schon lange nicht mehr, essen geht nicht mehr, ich bleibe wenn dann beim Biocappucino Mount Hagen. Vor 2 Jahren hatte ich mich dazu entschlossen, doch noch ein wenig zu tun, ging zum Schwimmen, aber jetzt werde ich ja diskriminiert weil ich mich nicht beuge, weil ich an Gott und Jesus glaube und mich nicht impfen oder testen lasse, da ich GESUND bin, „crank“ werde ich nur gemacht, alles was schön und gross war wurde klein gemacht und zusammengeschlagen. Und immer wenn ich aufstehe werde ich wieder zerschlagen. Das was ich noch an meinem Instrument spiele, dem historischen Blüthner Flügel aus dem Jahre 1901 der zu meiner Eingabe zur Frauenkirche Dresden gehört kann ich nicht mehr als spielen bezeichnen, es sind ein paar gequälte Takte von 21 Uhr 50 bis 22 Uhr, dann ist ja Schluss. Es hat alles seine Spuren hinterlassen, Ich warte nur noch auf den Moment, in dem ich hier abfliegen darf. Eisig ist es geworden, nicht mehr auszuhalten.