„Was sagt man da?“ Kinder danken mit ihren Blicken und Dankbarkeit kommt ganz von selbst

Ist ein „Danke“ unter Zähneknirschen ein wirkliches Danke? Wer sein Kind gut „erziehen“ will, hört sich vielleicht dann und wann sagen: „Und was sagt man da?“ Verschüchtert versteckt sich das Kleine hinter Mamas Bein und flüstert: „Danke.“ Irgendwie beschämt kommt dieses Wort hervor.

Manchmal sollen schon kleine Kinder „Danke“ zu etwas sagen, das sie gar nicht haben wollten. Oder sie sollen sich bei jemandem bedanken, den sie nicht mögen. Dann gesellt sich Ärger zum „Danke“ des Kindes. Wir selbst kennen die Aufforderung, Danke zu sagen, vielleicht noch allzu gut von unseren eigenen Eltern. Dahinter steckt die Sorge, ein Kind könnte „gutes Benehmen“ ansonsten nicht lernen. Doch das ist nicht so.

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Beitrag vom 10.2.2026 (begonnen am 1.9.2011)

2 thoughts on “„Was sagt man da?“ Kinder danken mit ihren Blicken und Dankbarkeit kommt ganz von selbst

  1. Dunja Voos sagt:

    Liebe/r UWolf22,
    ja, das ist teilweise sehr befremdlich, wenn Menschen aus psychosomatischen Kliniken kommen und dann so unnatürlich sprechen. Siehe mein Beitrag: „Proxemik – richtiger Abstand durch Floskeln“:
    https://www.medizin-im-text.de/2013/515/sprache-richtiger-abstand-durch-floskeln/

  2. UWolf22 sagt:

    Später „lernen“ dann Patienten leider oft „aktiv“, dass sie in Gruppentherapien nicht „man“ , „eigentlich“ oder „weiß ich nicht“ sagen dürfen….

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