
Manchmal fühlen wir uns, als sei alles nur noch dunkel. Ich meine damit nicht die „Schattenseiten“ in uns, von denen der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung sprach. Es geht nicht um die Seiten in uns, die wir nicht haben wollen, wie Neid, Gier oder Aggressionen. Weiterlesen

Wir hatten es uns so schön vorgestellt: Wir werden eine Familie haben, Vater, Mutter, Kind sein. Wir werden ein Haus haben, einen Garten, einen Beruf, eine Arbeit. Wir werden glücklich sein. Alles wird ganz sein. Und dann kommt es irgendwann zu einer schrecklichen Lücke im Leben, die sich nicht schließt. Weiterlesen

Erlebnisse, die wir uns nicht erklären können, hatten die meisten von uns wohl schon einmal: Ein naher Angehöriger starb und wir spürten es, eine Freundin rief an und wir wussten es vorher oder wir träumten etwas von einem anderen Menschen, der uns später erzählt, dass an dem Traum etwas Wahres dran ist. Weiterlesen

Wenn ein anderer neben uns einschläft, können wir möglicherweise die „Ujjayi-Atmung“ hören. Es hört sich an, als würden wir im Winter eine Scheibe anhauchen, die dann beschlägt. Dieses Geräusch können wir besonders gut beim Ausatmen machen. Die Ujjayi-Atmung hat eine beruhigende und wärmende Wirkung. Weiterlesen

Das Trauma, es ist immer in mir. Ich erinnere mich (nicht). Ich habe (keine) Bilder dazu. Ich sehe außen so vieles davon wieder. In Gesichtern, Absichten, Körperhaltungen, Tageslichtern. Worten. Täglichen Gefängnissen. Doch wie soll ich leben und arbeiten, wenn es immer in mir ist? Ich spüre: Es ist nicht starr. Ich kann es hin- und herbewegen. Und ich kann meinen Körper bewegen. Weiterlesen

„Ich mache es mir gemütlich, ich beruhige mich.“ Ist es nicht eigenartig, wie wir mit uns sprechen? Wer ist „Ich“ und wer ist „Mich“? Der amerikanische Philosoph und Psychologe William James, Plato.Stanford.edu (1842-1910) unterscheidet zwischen zwei Teilen des Selbst: Dem „I“ und dem „Me“. Weiterlesen

Es war, als sei ich eines Tages, mitten im Leben, aufgewacht inmitten einer großen Leere. Wie konnte ich nur hierhin gekommen sein? Wo waren die anderen? Weiterlesen

Das Kind, es hat niemanden, der es versteht. Niemanden, der mit ihm spricht, der es warmherzig umarmt und niemanden, der ihm Halt gibt. Das Kind, es friert fast das ganze Jahr. Nur manchmal, da stellt es sich an den Rand des weiten Feldes und lässt sich vom Wind umarmen. Der warme Dezemberwind nimmt das Kind in seine Geborgenheit. Er ist der Einzige, der es tröstet. Und als es einschläft, spürt es, wie der Wind es davonträgt.Weiterlesen

Das Baby neben mir schreit. Es ist schon lange dunkel, doch die Fahrt wird noch Stunden dauern. Ich weine. Leise in mich hinein. Wie soll ich das schaffen? Jetzt muss ich auch noch tanken. Trunken vor Müdigkeit stolpere ich zur Zapfsäule. Die frische Luft schmerzt in den Lungen. Ich gehe in die Tankstelle, um zu zahlen. Weiterlesen

Heilig Abend in der Notaufnahme, allein in der Studentenbude, einsam in der Familie, einsam ohne Familie, erfüllt in der Familie, mit und ohne Katze, im Bett, unter der Dusche, vorm Fernseher, vor X, mit Panikattacken, ohne Panikattacken, im Auto auf der dunklen Autobahn, arbeitend, nicht-arbeitend, mit Weihrauch-Husten oder anderen Krankheiten, mit Zahnweh, Glühwein und Nachbarn. Weiterlesen