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Trennungsschmerz im Kindergarten ernst nehmen

Wenn Du Dein schreiendes Kind in der Kita zurücklässt, tut Dir das wahrscheinlich genauso weh wie Deinem Kind. Dich plagt das „schlechte Gewissen“, das ja eigentlich auch Ausdruck Deines eigenen Trennungsschmerzes ist. Du spürst vielleicht, dass Du Deinem Kind mit der Trennung möglicherweise zu viel zumutest, doch oft lassen die finanzielle Situation und die Arbeitswelt nichts anderes zu oder dein Beruf ist für dich auch Berufung. Hört Dein Kind auf zu weinen und wendet es sich bald dem Spiel zu, hat es sich wirklich beruhigt. Bleibt es jedoch apathisch, kann man die „Beruhigung“ manchmal auch als „Ohnmachtsreaktion“ verstehen. Das Kind resigniert, es kann ja nicht anders, als im Kindergarten zu bleiben. Was ist jetzt wichtig? Weiterlesen

Wie lerne ich am besten Französisch?

Seit August 2024 lebe ich in Frankreich. Trotz vier Jahren Schulfranzösisch und vielen Selbstlernversuchen komme ich hier im Alltag erstmal nicht so richtig klar. „Tabitu?“ ist keine afrikanische Sprache, sondern heisst: „Tu habites où?“ Erst gestern noch konnte ich im Café nicht das Wort „soci“ finden, obwohl die Kassiererin jeden fragte: „Avecsoci?“ Das Rätsel konnte ich vor Ort noch lösen: „Avec ce-ci? (= mit dem hier? = ausserdem?). Überall gibt’s gute Ratschläge, doch am Ende ist man allein mit dem Problem. Hier eine Liste mit meinen bisherigen Erfahrungen und eigenen Ratschlägen:Weiterlesen

„Hilfe! Mein Kind will nicht mit Gleichaltrigen spielen!“

Ich weiß nicht, woher diese Hektik kommt, aber immer wieder kommen Mütter mit der Frage: „Was kann ich tun, damit mein Kind mit Gleichaltrigen spielen will?“ Wir reden hier nicht von älteren Schülern, sondern von Eineinhalbjährigen, Dreijährigen, Fünfjährigen. Irgendwie herrscht das Bild vor, dass Kinder von klein auf gerne mit Gleichaltrigen spielen. Doch kleine Kinder wollen wachsen und sie suchen die innere Landkarte, die nur bei den Größeren und ganz Großen zu finden ist. Sie spüren, dass das Kleinkind, das neben ihm gerade den Turm umhaut, auch nicht weiß, wie es mit seinen Emotionen umgehen soll.Weiterlesen

Spielen können ist so wichtig – über den Als-ob-Modus und den Modus der psychischen Äquivalenz

Wenn kleine Kinder großen Kummer haben, können sie zeitweise nicht spielen. Sind Mama und Papa dabei und ist alles in Ordnung, zeigen die Kinder wieder Interesse an ihrer Umwelt und finden ins Spiel. Wenn Kinder spielen, sind sie innerlich im „Als-ob-Modus“ (englisch: „As-if-mode“). Dieser psychische Zustand, in dem wir innerlich spielen, uns Dinge vorstellen, planen oder träumend unseren Gedanken nachhängen, ermöglicht es uns, psychisch zu funktionieren. Es ist gut, wenn Eltern auf den „Als-ob-Modus“ spielerisch reagieren können.Weiterlesen

Wut – Gefühle erklärt für Kinder (aber nicht nur)

Wenn Du richtig wütend bist – wie fühlt sich das an? Wie ein Erdbeben? Wie eine Wallung, die von unten hoch kommt? Zittern deine Hände? Wirst Du rot und möchtest ganz laut schreien? Wut ist ein sehr, sehr starkes Gefühl. Wenn man wütend ist, bekommt man ungeheure Kraft. Und es wird einem alles egal – man will die Wut nur los werden. Wir glauben manchmal, dass wir explodieren, wenn wir jetzt nicht jemanden anschreien. Kleine Kinder schlagen einfach zu, wenn sie wütend sind. Das ist wie ein Reflex: Zack, ist die Schaufel auf dem Kopf des anderen.Weiterlesen

Urkreuz und Urknäuel – so lernen Kinder Malen

Etwa im Alter von zwei Jahren beginnen Kinder zur Freude ihrer Eltern mit ihrer „Malerkarriere“. Der Pädagoge Wolfgang Grözinger beschreibt, wie Kleinkinder das Malen lernen. Diese Fähigkeit entwickelt sich über Jahre hinweg, doch die Entwicklung sieht bei den meisten Kindern gleich aus. Das erste Gebilde aus Kreuz- und Querstrichen nennen Kunstpädagogen das „Urkreuz“. Es symbolisiere ihrer Meinung nach das „Stehen“. Gleichzeitig lieben es die Kleinen, Spiralen zu malen. Grözinger vermutet dahinter ein schwebendes Raumgefühl der Kleinen. Diese Gebilde nennt er „Urknäuel“. Die ersten Zickzacklinien („Ur-Zickzackstrecke“) dann seien wie ein „Schreiben“ oder ein „Gehen“ auf dem Papier.Weiterlesen

Buchtipp: Die psychische Geburt des Menschen nach Margaret Mahler

Die Entwicklung eines Babys ist unglaublich spannend. Die Psychoanalytikerin Margaret Schonberger Mahler (1897-1985), beschreibt die Säuglingsentwicklung eindrucksvoll in ihrem Buch „Die psychische Geburt des Menschen“. Ein Baby wird psychisch geboren, wenn es bemerkt, dass es ein von den anderen Menschen getrenntes Wesen ist. Dennoch kann es sich mit der Mutter verbunden fühlen. Die größten Entwicklungsschritte finden zwischen dem 5. und 36. Lebensmonat statt. In dieser Zeit löst sich das Kind aus der Symbiose mit der Mutter und wird zum Individuum. Mahler beschreibt vier Subphasen der Loslösung. (Text & Bild: © Dunja Voos)Weiterlesen

Ein luxuriöses Leben

Mit leisem Summen öffnet sich das Tor. Der Junge empfängt mich freundlich. Ich darf mit in den riesigen Garten kommen. Kinder springen in den Pool, doch sie werden ermahnt, das Wasser zu verlassen, weil Blitz und Donner nahen. Es ist schwül. Wir setzen uns an den reich gedeckten Kaffeetisch und genießen die Luft. „Was ist an Deinem Leben luxuriös?“, frage ich den Jungen. „Dass meine Eltern sich lieben, dass beide mich lieben, dass sie für mich da sind und mich ernst nehmen“, antwortet er. Weiterlesen

„Mein Sohn will eine Frau werden.“ Wie kommen Eltern mit dem Schmerz über die Geschlechtsumwandlung ihres Kindes zurecht?

„In meiner Klasse sind jetzt die Jungs in der Überzahl“, erzählt mir eine Lehrerin. Es handelt sich um dieselbe Schülerzahl und um dieselben Schüler. Doch einige Mädchen hätten im Laufe der Schulzeit festgestellt, dass sie sich als Junge fühlten. Sie wollten sich zu Männern entwickeln. Viele Ärzte unterstützten das recht früh mit Hormonbehandlungen, höre ich. Die Kinder wollten von den Lehrern und Lehrerinnen nun anders angesprochen werden. Viele Erwachsene sind ratlos. Wie lässt sich das verstehen?Weiterlesen

Triangulierung und Conceptual Change: „Was ich bei Mama nicht finde, finde ich beim Papa.“ Und was, wenn die Mama nach der Trennung einen Neuen hat?

Am Anfang unseres Lebens steht die sehr nahe Beziehung zur Mutter. Neun Monate lang waren wir aufs engste mit ihr verbunden. Wie in einer Symbiose verbrachten wir – wenn alles gut ging – die ersten Wochen miteinander. Langsam kam für uns merklich der Dritte im Bunde dazu, der Vater oder die Lebenspartnerin der Mutter. Weiterlesen