Wenn die Mutter Dich schwer traumatisiert hat: Die Angst zur Entwicklung nutzen

Vielleicht hast Du Dich so gut wie nie geborgen gefühlt. Wer Gewalt oder Vernachlässigung durch die Mutter erlitten hat, der hat oft das Gefühl, dass in ihm selbst etwas Entscheidendes zerstört wurde.

Wenn die Mutter uns schon früh missverstanden oder gar schwer attackiert hat, dann sind wir in unseren Grundfesten erschüttert. Meistens hat das Geschehen nichts mit „Schuld“ zu tun. Mütter geben ihre Verletzungen in der Regel unbewusst weiter. Wie ungewollt eine Mutter ihr Kind frühtraumatisieren kann, zeigt die Säuglingsforscherin Beatrice Beebe in ihrem Video (Youtube, ab Minute 27). Es kann das Gefühl entstehen, dass nie ein inneres Fundament aufgebaut werden konnte.

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Links:

Dunja Voos (2020):
Schatten der Vergangenheit. Trauma liebevoll heilen und innere Balance finden. pure Verlag, 2020, amazon

Joseph Cyrus Rheingold
The Mother, Anxiety, and Death: The Catastophc Death Complex. Little Brown, 1967
books.google.de/books/… Joseph Cyrus Rheingold (1903-1978) war ein Psychiater, der sich intensiv mit der Todesangst auseinandergesetzt hat. Er betont, dass diese Angst schon früh geboren wird und zwar unter anderem auch durch die zerstörerischen psychischen Kräfte der Mutter.

Arthur Scherr: Maternal Destructiveness in the Life of Franz Kafka. American Journal of Psychoanalysis, Jan 1, 1987: 47: S. 262-278. link.springer.com/article/10.1007/BF01250345

Beitrag vom 7.4.2026 (begonnen am 19.9.2017)

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4 thoughts on “Wenn die Mutter Dich schwer traumatisiert hat: Die Angst zur Entwicklung nutzen

  1. May sagt:

    Jeder Zeile möchte ich ein Ausrufezeichen setzen. So geht es mir, und noch anders. Das Dilemma ist, daß die Traumatisierung eine chronische Depression frühkindlich entwickelte, begleitet vom ADS. 50 Jahre später führte es zum Zusammenbruch und einem sehr mühsamen Weg daraus. Aber es lohnt sich, die Lebensqualität bessert sich.

  2. Dunja Voos sagt:

    LIebe Edith,
    und nun bin ich berührt von Ihren wunderbaren Zeilen.
    Vielen Dank dafür!
    Herzliche Grüße,
    Dunja Voos

  3. Edith sagt:

    Liebe Frau Voos,

    ihr Artikel hat mich sehr berührt! Er bringt -wie ich finde- sehr authentisch zum Ausdruck wie man sich als früh Traumatisierter fühlt. Es sind Gefühle wie man sie kaum in Worte fassen und der Verstand sie kaum begreifen kann. Entstanden in einer Zeit in der es wirklich um existentielle Themen ging, um Leben und Tod. Daher fühlt es sich zeitweise so intensiv und schrecklich an, das man glaubt es nicht aushalten zu können. Gleichzeitig konnte keine Urvertrauen entstehen, was eine innere Distanz und ruhige Beobachtung der Gefühle ermöglicht hätte. So blieb nur die Abwehr als einzige Überlebenstrategie. Das macht -aus meiner Sicht- die Heilung von frühen Störungen so schwer. Und es braucht von Seiten des Therapeuten viel Verständnis, Geduld und vor allem Hoffnung auf die gute der Kraft der inneren Flamme, die unzerstörbar ist, wie klein sie auch sein mag. Ich hoffe, dass wir alle, ob nun Patienten oder Therapeuten immer wieder den Kontakt zu dieser Flamme herstellen und so zu einer innerer Heilung auch tiefster Wunden finden! Nochmals danke für Ihren gefühlvollen Artikel!

    Liebe Grüße,
    Edith

  4. Kati sagt:

    Liebe Frau Voos,

    dieser Artikel ist wirklich sehr schön geschrieben!! Auch dieser Vergleich mit dem Haus gefällt mir gut!
    Ich habe zur Zeit ständig das Gefühl mein Inneres Haus bricht gleich zusammen aufgrund heftiger negativer Gefühle! Ich habe kein Sicherheitsgefühl in mir und kann mich in meinem „Haus“ gar nicht mehr wohlfühlen.
    Diese Angst und Traurigkeit verschlingen mich gerade!
    Fühl mich total hilflos! Und dieses Gefühl sich isoliert von anderen zu fühlen, auch wenn man unter Menschen ist kenne ich auch!
    Was kann man da denn tun?

    Meinen Sie, sie könnten mir diesen Artikel „Die Angst vor dem Zusammenbruch“ per Mail zusenden ? Ich kann ihn leider nicht öffnen!

    Liebe Grüße
    Kati

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