Im Bann
Warum konnten wir es jahrelang zulassen, missbraucht zu werden? Warum sind wir wie versteinert, wenn die Chefin uns anschaut? Warum führen wir die Vojta-Therapie bei Babys durch, obwohl wir schon so lange wissen, dass sie möglicherweise psychisch schadet? Warum fahren wir als Geisterfahrer immer schneller? Weil wir im Bann sind. Wenn wir gebannt sind, sind wir wie gelähmt. Doch wenn wir die Idee bekommen, dass wir im Bann sind, dann dämmert es uns: Wie in einem Alptraum merken wir, dass wir träumen.
Das Wachwerden geschieht uns – oft zu spät. Der Schaden ist schon angerichtet. Aber wenn wir ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass der Bann überall auf uns lauern kann, dann können wir das Geschehen besser beobachten und leichter mit uns und anderen mitfühlen. „Wie konnte das nur geschehen? Was hat uns geritten?“, fragen wir uns. Viel zu selten beschäftigen wir uns mit diesem psychischen Zustand, der so schwerwiegende Folgen haben kann: dem Bann.
Verwandte Artikel in diesem Blog:
2 thoughts on “Im Bann”
Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
Ja. Verführbar auch von uns selbst. Kann immer wieder und überall auftreten. Das Unbewusste bleibt immer lebendig :-)
Das Aufwachen tut soooo weh. Vielleicht lieber weiter im Bann? Das ist uns wohl nicht vergönnt. Der Bann kann ÜBERALL auf uns warten? Sind wir so verführbar?