Führst du zu viele medizinische Behandlungen bei deinem Kind durch, weil du Schuldgefühle hast? Vielleicht leidest du an einem Münchhausen-by-Proxy-Syndrom

Dich plagt ständig das schlechte Gewissen – Du leidest vielleicht darunter, dass mit deinem Kind etwas nicht stimmt: Es hat eine chronische Erkrankung oder eine Behinderung. Und du möchtest alles dafür tun, das Problem zu beseitigen und Schlimmeres zu verhindern.
Dein Kind wehrt sich vielleicht gegen bestimmte Medikamente, Ubungen und Therapien, doch du hast das Gefühl: „Es muss sein!“ Du möchtest deinem Kind etwas Gutes tun und doch merkst du, dass langsam ein Zwang daraus entstanden ist. Es kann durchaus sein, dass du selbst als Baby oder Kind etwas Uberwältigendes erlebt hast, das nie zur Sprache kommen konntest. Du versuchst versuchst vielleicht durch dein Tun endlich auf etwas aufmerksam zu machen, das schon lange gefunden werden sollte. Nicht bei deinem Kind – sondern bei dir.
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Links:
Ein Kinderarzt präsentiert einen Fall von Münchhausen-by-Proxy-Syndrom auf Tiktok. Eine Mutter hatte ihrem Kind Augentropfen verabreicht, die mit Nagellackentferner (Aceton) vermischt waren. Danke an @handfussmund für das Video:
tiktok.com/…
Julie Gregory, Marc D. Feldman (2003)
Sickened: The Memoir of a Munchausen by Proxy Childhood. amazon.com/… „Munchausen by proxy (MBP) is the world’s most hidden and dangerous form of child abuse, in which the caretaker—almost always the mother—invents or induces symptoms in her child because she craves the attention of medical professionals.“
Herbert A. Schreier and Judith A. Libow:
Hurting for Love – Münchhausen by proxy Syndrome. The Guilford Press 1993, amazon.com/…
Ulrich Sachsse (Hrsg.)
Proxy – dunkle Seite der Mütterlichkeit. Nachdruck 2019 der 1. Aufl. 2015, klett-cotta.de
David A. Waller (1983)
Obstacles to the Treatment of Munchausen by Proxy Syndrome. Journal of the American Academy of Child Psychiatry, Volume 22, Issue 1, January 1983, Pages 80-85, doi.org/…, sciencedirect.com, „The Munchausen by Proxy Syndrome, in which a parent makes a child appear to be ill, was first reported in 1977. … The obstacles include a failure to appreciate fully the relationship of this syndrome to that of nonaccidental poisoning; the striking symbiotic tie between parent and child that exists in these cases; the characteristic and highly persuasive denial on the part of parents when confronted with the situation; and the understandable skepticism on the part of legal authorities when asked to intervene on behalf of the child.“
Münchhausen-Stellvertretersyndrom = französisch: syndrome de Münchhausen par procuration (MPB)
Beitrag vom 29.5.2026 (begonnen am 16.9.2022)
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