Innere Objekte beeinflussen unsere Handlungen und unsere Gefühlswelt

Wir können im MRT viel sehen: Was passiert mit dem Schmerzempfinden, wenn jemand meditiert? Wo im Gehirn sitzt die Angst (die Amygdala spielt eine große Rolle), wo sitzt das Taktgefühl („Takt“ im Sinne von respektvollem Verhalten). Was wir aber nicht darstellen können, ist der „Sitz“ der inneren Objekte.

Unsere „inneren Objekte“ sind die Menschen, die wir uns vorstellen können und denen wir sehr nahe stehen. Ob gewollt, oder ungewollt: Zu unseren wichtigsten inneren Objekten zählen Mutter und Vater bzw. die Menschen, bei denen wir groß wurden.

Wir können uns ein „inneres Objekt“ gezielt vorstellen, indem wir z.B. sagen: „Ich möchte jetzt an meinen verstorbenen Großvater denken.“ Wenn wir an ihn denken, können gleichzeitig die Gefühle wachgerufen werden, die wir hatten, wenn wir mit dem Großvater zusammen waren.

„Der Begriff „inneres Objekt“ kommt bei Freud überhaupt nicht vor.“ Mertens/Waldvogel: Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe, Kohlhammer, 3. Auflage: S. 521

Die „inneren Objekte“ beeinflussen uns auch, wenn wir nicht bewusst an sie denken.

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Beitrag vom 19.4.2026 (begonnen am 1.11.2018)

One thought on “Innere Objekte beeinflussen unsere Handlungen und unsere Gefühlswelt

  1. hubi sagt:

    … und wie die worte angst und eng miteinander verwandt sind: in der niederlande fühlt man sich ‚eng‘, wenn man angst hat. eng bedeutet beängstigend.

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