Triangulierung und Conceptual Change: „Was ich bei Mama nicht finde, finde ich beim Papa.“ Und was, wenn die Mama nach der Trennung einen Neuen hat?
Am Anfang unseres Lebens steht die sehr nahe Beziehung zur Mutter. Neun Monate lang waren wir aufs engste mit ihr verbunden. Wie in einer Symbiose verbrachten wir – wenn alles gut ging – die ersten Wochen miteinander. Langsam kam für uns merklich der Dritte im Bunde dazu, der Vater oder die Lebenspartnerin der Mutter.
Als „trennender Dritter“ sorgte er/sie dafür, dass wir den Weg nach draußen in die Welt fanden. Üblicherweise ist die Mutter oft dafür, das Kind eher noch zu schonen, während der Vater die Stimme für die Herausforderung erhebt. In dieser frühkindlichen Triangulierung gewannen wir als Kind das Vertrauen, dass wir uns ruhig auch gegen die Mutter wenden konnten – schließlich war ja auch noch der Vater oder Mutter Nummer zwei da.
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Links:
Hans-Geert Metzger:
Die Angst der Väter vor der frühen Kindheit. Psychoanalyse aktuell, Juli 2006
Psychoanalyse des Vaters. Rezension auf Socialnet.de, September 2008
Die Idealisierung und Entwertung des Vaters. Psychoanalyse-aktuell, 2010
Jason Schiffman et al. (2002)
Perception of parent–child relationships in high-risk families, and adult schizophrenia outcome of offspring. Journal of Psychiatric Research, Volume 36, Issue 1, January–February 2002, Pages 41-47,
doi.org/… , sciencedirect.com/…
Frank Dammasch, Dieter Katzenbach, Hans-Geert Metzger, Vera Moser, Jessica Ruth:
Strukturelle Lernstörung und emotionale Erfahrung. Triangulierung als beziehungsdynamische Grundlage schulischer Lern- und Bildungsprozesse. Yumpu.com
Beitrag vom 28.4.2026 (begonnen am 2.2.2011)