Psychoanalyseausbildung: Soll ich während der Sitzung mitschreiben? Und wie ausführlich soll ich dokumentieren?

In der Psychoanalyse-Ausbildung stellst Du die Sitzungen, die Du mit Deinem Ausbildungs-Patienten hast, nach jeder vierten Stunde (Beispiel DPV) Deinem Supervisor vor. Hier kommt es besonders auf das „szenische Verstehen“ an. Es ist also nicht nur das konkrete Geschehen wichtig – es geht auch um die Dinge, die sich im Hintergrund abspielen.
Die Informationen, die Du zwischen den Zeilen des Gesagten erhältst, sind ebenso wichtig wie das Gesagte und Gedachte selbst. Du kannst nach der Stunde aufschreiben: Mit welcher Stimme sprach dein Patient und wie war er gekleidet? Mit welcher Stimme oder Körperhaltung hast du geantwortet? Was waren deine Phantasien, deine Körperreaktionen und Gefühle? Du beschreibst also nicht nur, was dir mit dem Patienten konkret passiert, sondern du beschreibst die Handelnden und die Bühne dazu.
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Beitrag vom 14.4.2026 (begonnen am 24.7.2016)
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