In westlichen Ländern tragen die Kinder Windeln. Manche sagen, nur in westlichen Ländern seien übermäßiges Schreien (“Schreibaby”) und “Dreimonatskoliken” ein Problem. Der Schweizer Kinderarzt Remo Largo hat in der Zürcher Längsschnittstudie gezeigt, dass Kinder heute wie damals gleich schnell “sauber” wurden, doch dass die Eltern in früheren Zeiten ihre Kinder sehr viel häufiger über das Töpchen hielten. Waschmaschinen waren noch nicht verbreitet und die Kinder sollten möglichst früh sauber sein. Da die bewusste Kontrolle der Schließmuskeln (Sphincter vesicae bei der Blase und Sphincter recti beim Darmausgang) jedoch erst mit zwei oder drei Jahren möglich ist, gingen Forscher wie Remo Largo davon aus, dass die “frühe Sauberkeit” aus früheren Zeiten einzig damit zusammenhänge, dass die Kinder sich zufällig dann entleerten, wenn sie über das Töpfchen gehalten wurden. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Ulla Trampert, Pixelio) [Read more...]
Dreimonatskoliken – haben Windeln etwas damit zu tun?
Schreibaby
Wer mittendrin steckt, dem hilft diese Definition wenig: “Schreit ein Baby mindestens drei Wochen lang an mindestens drei Tagen der Woche jeweils für mindestens drei Stunden, dann ist es ein Schreibaby.” Doch unabhängig von solch wissenschaftlichen Zeitangaben wissen Eltern intuitiv sehr gut, ab wann ihr Kind mehr schreit als andere. (Schnelle Hilfe gibt es hier: www.elternnotruf.ch) (Text: © Dunja Voos, Bild: © Uwe Duwald, Pixelio) [Read more...]
Wessel-Regel
Ab wann ist ein Baby ein “Schreibaby”? Eltern merken meistens sehr gut, ab wann ein Baby mehr schreit als andere Babys. Dennoch wollen es betroffene Eltern genauer wissen. Einen Anhaltspunkt bietet die “Dreier-Regel” nach Morris Wessel: Schreit ein Baby mehr als drei Stunden über drei Tage in der Woche und über drei Wochen hinweg, dann ist es ein “Schreibaby”. [Read more...]
Peripartale Depression: die Kinder
Die “peripartale Depression”, also die Depression rund um die Geburt, ist Thema des aktuellen Ärzteblattes (Hübner-Liebermann, Bettina et al.: “Peripartale Depressionen erkennen und behandeln”, Dtsch Arztebl Int 2012; 109(24): 419-424; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0419). Wenn Schwangere und junge Mütter depressiv sind, hat das verschiedene Auswirkungen auf die Kinder. Im Ärzteblatt sind einige Folgen aufgelistet. [Read more...]
Postpartale Depression: Es gibt Wege heraus
Wäscheberge, Isolation und Babygeschrei. Wie ist das alles zu schaffen? Wo bleibt das Mutterglück? Anders als beim “Babyblues”, den Heultagen, finden die Frauen bei einer Postpartalen Depression aus ihrer Erschöpfung und inneren Leere oft nur mit viel Mühe und langsam heraus. (Text und Bild: © Dunja Voos) [Read more...]
Sind Sie vielleicht eine “Too-good-Mother”?
Wer ein Baby hat, das zu viel schreit, schlecht schläft, Blähungen hat oder wenig isst, zweifelt verständlicherweise leicht an sich selbst. Welche Eltern wollen nicht ihr Kind zufrieden stellen? Sie versuchen alles – und doch: Das Baby ist unruhig und unzufrieden. Manchmal kann es sein, dass man das Baby “zu sehr” zufrieden stellen möchte. Babys, die zu viel schreien, schlecht schlafen oder wenig essen, haben vielleicht eine “zu gute Mutter”. Der amerikanische Kinderpsychoanalytiker Donald W. Winnicott (1896-1971) sagte in den 60iger Jahren, dass eine Mutter nur “gut genug” (good enough) – also ausreichend einfühlsam – sein müsse. Viele Mütter sind jedoch allein auf sich gestellt, haben keine Entlastung und wollen das allerbeste geben. Ist die Mutter dann “zu gut” (too good), zu angepasst an die Bedürfnisse des Kindes, dann hat das Kind manchmal zu wenig Raum, um sich selbst kennenzulernen oder um einzuschlafen. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Günter Havlena, Pixelio) [Read more...]
Keiner fällt durch’s Netz
Das Kind ist geboren, es schreit, die Hausarbeit stapelt sich, das Geld ist knapp, mit dem Partner lässt sich fast nur noch streiten. Fast alle Eltern sind mit ihrem Baby zunächst ganz auf sich gestellt. Wenn sie aktiv keine Hilfe suchen, hilft ihnen keiner. Anders ist das im Saarland, in Baden-Württemberg und in Hessen. Hier gibt es das Projekt Keiner fällt durch’s Netz – dabei werden alle belasteten Familien ein Jahr lang von einer Familienhebamme betreut. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Screenshot www.keinerfaelltdurchsnetz.de) [Read more...]
Buchtipp: Emotionelle Erste Hilfe
Das Buch “Emotionelle Erste Hilfe” kann ich Eltern von Schreibabys wärmstens empfehlen. Der Autor und Körperpsychotherapeut Thomas Harms beschreibt mit viel Einfühlungsvermögen, welche Ursachen hinter dem exzessiven Schreien eines Babys möglicherweise stecken. Er zeigt, wie hilflos sich die Eltern fühlen, aber auch, wie sie mithilfe der “Selbstanbindung” und bewussten Atmung neue Kraft schöpfen können. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Leutner-Verlag) [Read more...]
Kostenlose Schreibabybroschüre bei Muetterhilfe.ch
Eine sehr empfehlenswerte Schreibabybroschüre kann bei der Schweizer Mütterhilfestiftung bestellt werden. Anhand zahlreicher Beispiele sehen Betroffene, dass sie nicht alleine sind und dass es keine “0-8-15-Hilfe” gibt. Mit Informationen zu Kinesiologie, Osteopathie uvm. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Screenshotausschnitt www.Muetterhilfe.ch) [Read more...]
Wochenbettdepression-Hotline
Sie sind verzweifelt mit Ihrem Baby zu Hause? Die Hotline 01577 47 42 654 ist montags bis freitags von 8.30-18.00 Uhr erreichbar (schade – wichtig wäre ein 24-Stunden-Service! Besonders samstags/sonntags). Das Wochenbettdepressions-Team der Städtischen Kliniken Frankfurt am Main unterstützt Sie am Telefon. Wenn die Nummer besetzt ist oder nicht sofort jemand ans Telefon geht, werden Sie zurückgerufen. Mehr Infos finden Sie auf www.wochenbettdepression_hotline.de. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Screenshot www.wochenbettdepression-hotline.de) [Read more...]
Elternnotruf.ch
Unter der Schweizer Telefonnummer 044 261 8866 (aus Deutschland wählen Sie 0041 44 261 8866) erfahren überforderte Eltern rund um die Uhr Hilfe. Egal, ob Sie Ihr Schreibaby an Ihre Grenzen bringt oder ob Sie Angst haben, Ihrem Kind etwas anzutun: Hier finden Sie direkt freundliche Ansprechpartner. Die Beratung ist kostenlos. Der private Schweizer Verein Elternnotruf.ch wurde 1983 gegründet. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Screenshot www.elternnotruf.ch) [Read more...]
Blogtipp: Mutterinstinkt.net
Die Tiefenpsychologin Inga Erchova liefert schwangeren Frauen und jungen Familien wertvolle Informationen. In ihrem Blog www.mutterinstinkt.net schreibt die Autorin über Freuden und Probleme rund um Schwangerschaft und Geburt. Von der postpartalen Depression über Magersucht bis hin zur Kindererziehung deckt sie wichtige Themen ab und erklärt anschaulich, welche Ursachen hinter vielen Problemen stecken und wie man sie lösen kann. Die Psychologin bietet im Raum Berlin persönliche Betreuung an. Außerhalb Berlins ist eine Telefonberatung möglich (beides kostenpflichtig). (Text: © Dunja Voos, Bild: Screenshot © www.mutterinstinkt.net)



