
Ich fühle mich von allen Seiten eingeengt. Im Hamsterrad. „Gönn‘ Dir mal was“, heißt es. „Geh mal wieder raus“, „Tu dir was Gutes.“ Ja, aber! Warum hilft es mir denn nicht? Warum habe ich das Gefühl, es gibt keinen Ausweg, keine Lösung? Warum erscheint Entspannung so unmöglich? Ist es wirklich die Lage, die mich zermürbt, bewegungsunfähig und müde macht? Kann ich meditieren, wenn um mich herum das Chaos herrscht, wenn ich Dinge tun, erledigen, wegschaffen muss? Weiterlesen

„Was mache ich bei einer Panikattacke?“ Vielleicht fragst du die KI (Künstliche Intelligenz). Doch sie ist oft verhaltenstherapeutisch orientiert. Auf diesem Blog findest du Gedankenanstösse aus psychoanalytischer Sicht. Angststörungen, Depressionen, komplexe posttraumatische Belastungsstörung und ihre körperlichen Folgen können sehr hartnäckig sein. Und wenn du schon vieles ausprobiert hast oder mit dem Älterwerden kämpfst, tut es dir vielleicht gut, in diesem Blog zu stöbern und neue Ideen zu bekommen. (Logo-Grafik: Susan, Soul-Designs.com) Weiterlesen

Sobald ein Ungeborenes das Licht der Welt erblickt, nimmt es Kontakt zur Mutter auf. Seine Stimme und Blicke erreichen sie und die Mutter weiß intuitiv, was zu tun ist. Dieses angeborene Bindungsverhalten sichert uns seit jeher das Überleben. Der britische Arzt und Psychoanalytiker John C. Bowlby (www.sgipt.org) (1907-1990) und die amerikanische Entwicklungspsychologin Mary S. Ainsworth (Wikipedia) (1913-1999) entwickelten die Bindungstheorie. Weiterlesen

Nicht nur Menschen mit einer großen beruflichen Verantwortung und einem Haufen Überstunden leiden an der „Manager-Krankheit“. Auch Du bist vielleicht betroffen, obwohl du nur einen „ganz normalen Beruf“ hast. Vielleicht bist du in einer psychoanalytischen Ausbildung, du bist alleinerziehend oder musst Verwandte pflegen. Weiterlesen

Neid kann ins Unermessliche wachsen. Du spürst ihn vielleicht im Magen. Er bringt Dich fast um. Der Zufriedene, der Wohlhabende, der Gesunde sieht, wie Du neben ihm langsam zu vergehen scheinst. Er fühlt sich schuldig. Manchmal ist vielleicht auch jemand neben Dir, der Dich beneidet. Dann fühlst Du Dich vielleicht schuldig. Wenn Du einen nahestehenden Menschen verloren hast, fragst Du Dich vielleicht: „Warum durfte ich überleben, er aber nicht?“ Deine Schuldgefühle können dann sehr stark werden und es kann ein schwieriger Kreislauf entstehen.Weiterlesen

Scham ist blitzschnell mit einem hochroten und heissen Kopf verbunden. Sehnsucht und Trennungsschmerz spürst du vielleicht am meisten in der Brust, weil du deinen liebsten Menschen an dich drücken und ihn „an dein Herz nehmen“ möchtest. Unterdrückten Ärger spürst du vielleicht im Hals, weil der Schrei dir im Halse stecken bleibt. Kinder haben bei stärkeren Gefühlen meistens einfach Bauchweh. Psychische Schmerzen, die du für dich behältst, bereiten dir vielleicht körperliche Beschwerden, doch wenn du darüber schreiben oder sprechen kannst, geht es dir besser. Weiterlesen
Es gibt Psychotherapeuten, die einen sogenannten „Kassensitz“ haben (= eine Kassenzulassung haben). Das sind die Psychotherapeuten, bei denen die Therapie ganz normal von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt wird. Diese Pychotherapeuten nennt man auch „Vertrags-Psychotherapeuten“. Wenn du schon länger auf der Suche nach einem Psychotherapeuten bist, aber keinen Platz gefunden hast, kannst du dich an eine Privatpraxis, also an einen Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung wenden. Weiterlesen

Kürzlich sprach ich mit der „verzweifelten“ Ehefrau eines depressiven Mannes. Sie redete wie ein Wasserfall, klagte unentwegt und gab ihr ungeheures Wissen über Depressionen preis. Ich fragte sie: „Wie geht es Ihnen denn? Ist das nicht furchtbar schwer?“ Fröhlich sagte sie: „Och nö, mir geht’s gut. Mich spornt die ganze Geschichte nur an.“ Offensichtlich befand sich dieses Paar in einem Gleichgewicht: Der Mann war depressiv und stabilisierte dadurch seine Frau. Wie würde es der Frau gehen, wenn es ihrem Mann besser ginge? Weiterlesen

Es muss uns gut gehen. Davon sind wir überzeugt. Und davon werden wir an jeder Ecke überzeugt – Ratgeber mit befreit-lachenden Gesichtern zeigen uns, wie es wirklich geht: Endlich entspannt zu sein und es geschafft zu haben. Doch wer kennt nicht die ausgedehnten Phasen des Lebens, in denen man wochenlang geknickt ist und sich zu nichts aufraffen kann? Wer ist nicht nach einer (nicht) bestandenen Prüfung, nach einer Fehlgeburt, nach einer Scheidung, nach einer Kündigung für sehr lange Zeit in einer schweren Krise?Weiterlesen
„Wissen Sie, Frau Doktor, es ist wegen dieser Krankheit“, sagt die Patientin. Ich denke: „Oha! Leukämie, Magenkrebs, Brustkrebs?“, und frage: „Welche Krankheit meinen Sie?“ – „Na, die Depression!“ Seit Anbeginn meiner Beschäftigung mit psychischen „Erkrankungen und Störungen“ habe ich Schwierigkeiten damit, die Depression als Krankheit zu sehen. Weiterlesen