„Ich krieg‘ die Krise, wenn ich mich an Regeln halten soll!“ Ernstnehmen hilft gegen Unterwürfigkeit

Der Krieg ist noch gar nicht weit weg. In Corona-Zeiten fehlt das Toilettenpapier und wir denken an Oma und Opa, die genau davon erzählten. Wenn wir ans Dritte Reich denken, denken wir an unzählige Soldaten, die blind im Gleichschritt marschierten, an Leute die mitmachten, an Menschen, die von nichts gewusst haben wollen. Wir haben gelernt: Regeln können sehr gefährlich sein.

Gerade in der Corona-Zeit wurden wir aufgefordert, uns mehr an Regeln zu halten, denn je. „Es kommt mir vor, als sei ganz Deutschland, ja die ganze Welt hypnotisiert“, sagt ein Mann. Gerade jetzt lernen wir uns gut kennen: Wie fühlen wir uns mit Regeln? Wie gehen wir mit Unsicherheiten um?

Wenn wir uns überwiegend schlecht mit Regeln fühlen, dann haben wir dafür unsere Gründe. Vielleicht wurden wir als Kinder bestraft, weil wir uns nicht an Regeln hielten, vielleicht wurden wir eingesperrt oder mit Strafarbeiten malträtiert. Vielleicht waren die Regeln in unserer Familie undurchschaubar und völlig willkürlich – und unsere Eltern verhielten sich unberechenbar.

„Ich kann mich nur auf mich selbst verlassen“

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Beitrag vom 22.4.2026 (begonnen am 28.3.2020)

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