„Wenn’s mir gut geht, geht’s mir schlecht.“

„Wenn ich mich entspanne und mich eigentlich wohlfühle, geht’s mir auf einmal ganz schlecht“, sagst du vielleicht. Manche fühlen sich depressiv, kurz nachdem sie von körperlichen Schmerzen befreit worden sind oder wenn eine beschwerliche Zeit beendet ist.
Die Psyche hat da manchmal ihre ganz eigene Logik. Wer von der Mutter früh und andauernd gequält wurde, der empfindet unter Umständen unbewusst: Abwesenheit von Schmerz gleich Abwesenheit der Mutter. Der Schmerz, um den man sich kümmern muss und der einen „im Griff“ hat, ist etwas, das „da“ ist – auch, wenn man ganz alleine ist. Fehlt er, kann das unangenehme Gefühl des Verlassenseins auftauchen.
Da irgendwie Bindungen und Zusammenhänge zu fehlen scheinen, kannst du in guten Situationen vielleicht sogar das Gefühl haben, verrückt zu werden. Dieses Gefühl entsteht oft, wenn Zusammenhänge fehlen, wie wenn du z.B. ein Wort lange anschaust und es dadurch aus dem Satz herausnimmst.
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Beitrag vom 18.6.2026 (begonnen am 12.8.2025)