Buchtipp: Hab‘ keine Angst

Zahide Oezkan-Rashed, Jahrgang 1962, ist in der Türkei geboren und in Deutschland aufgewachsen. Wie sich eine Türkin aus einer Arbeiterfamilie fühlt, die hier in Deutschland Ärztin werden möchte, schreibt Zahide Oezkan-Rashed in ihrem Buch „Hab‘ keine Angst“ (Neuauflage 2017, amazon, Retap-Verlag Düsseldorf). Zwar spielen sich die Erinnerungen der Protagonistin Feride in den 80er Jahren ab, aber die inneren Zweifel und Schwierigkeiten dürften für werdende Ärztinnen auch heute noch sehr ähnlich sein.

Ehrliche Gedanken

Das Buch ist sehr ehrlich geschrieben – Zahide Özkan-Rashed beschreibt, wie Feride schlaflose Nächte verbringt, nach ihrer Identität sucht, wie sie Einsamkeit und Zukunftsängste plagen. Oft kann man als Leserin denken: „Ach, ihr geht’s auch so? Ich dachte, nur ich sei so komisch.“ Eine Lektüre, die sich besonders für die Ferienzeit eignet, aber natürlich auch für alle anderen Tage.

Besonders gefreut hat mich zu lesen, dass meine Texttreff-Kolleginnen (www.texttreff.de) Ines Balcik als Beraterin und Ursula Debus als Lektorin an dem Buch beteiligt waren. Eine wunderbare Arbeit! Ergänzend dazu kann ich Zahide Özkan-Rasheds Disseration empfehlen, die 2016 im Shaker-Verlag, Herzogenrath, erschienen ist: „Die Psychosomatische Medizin bei AbÅ« Zaid al-Balḫī (Berichte aus der Medizin)“

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