Hohe Arbeitsbelastungen machen die Menschen psychisch krank. Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPTK) veröffentlichte hierzu am 6. Juni 2012 die BPtK-Studie zur Arbeitsunfähigkeit: “Psychische Erkrankungen und Burnout”. Auch die Pressemeldung zu komplexen Abhängigkeiten in der Arbeitswelt vom 23.3.2010 bleibt weiter aktuell. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Manfred Schimmel, Pixelio) [Read more...]
Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz
Five Facet Mindfulness Questionnaire (FFMQ)
“Achtsamkeit” (Mindfulness) ist ein Zustand. Achtsamkeit zeichnet sich durch verschiedene “Eigenschaften” oder “Fähigkeiten” aus: Wer achtsam ist, kann das Hier und Jetzt erleben, ohne zu bewerten. Er beobachtet sich gut und verfügt über einen inneren Raum, sodass er nicht immer sofort reagieren muss. Er kann seine Erlebnisse gut in Worte fassen. Achtsamkeit schützt vor Depressionen, heißt es. “Achtsamkeit” bedeutet, achtsam zu sein. Wer häufig Achtsamkeits-Übungen ausführt, kann oft positive Effekte an sich feststellen, wie z.B. allgemeine Entspannung. Wie “achtsam” eine Person “von Natur aus” ist, lässt sich mithilfe eines Fragebogens (Questionnaire) ermitteln. [Read more...]
Schwindel und der Weg zu neuem Halt
Nie fühlte sich die Studentin so hilflos: Als sie aufwachte, drehte sich die Welt. Sie litt an einem furchtbaren Drehschwindel, erbrach, war seekrank, ohne auf einem Schiff zu sein. Beim Gehen schwankte sie wie eine Betrunkene. Die Diagnose: Neuronitis vestibularis, das heißt, ein Gleichgewichtsnerv war ausgefallen. Diese Art des Schwindels tritt meistens plötzlich auf, dauert einige Tage oder Wochen und vergeht dann langsam wieder. Weniger dramatisch, aber oft über Jahre immer wieder auftretend und quälend, ist der Schwankschwindel, bei dem die Patienten oft das Gefühl haben, im nächsten Moment umzufallen oder ohnmächtig zu werden. Viele sind lange auf der Suche nach Hilfe. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Dorothea Jacob, Pixelio) [Read more...]
Buchtipp: “Hilfe, wir machen uns verrückt”
Ich mag ja die Psychoanalyse sehr. Daher bin ich wahrscheinlich die falsche Leserin für dieses Buch. In seinem Buch “Hilfe, wir machen uns verrückt” schreibt Steve Ayan davon, dass wir heute kaum noch Leid ertragen können, dass wir uns ständig fragen, ob wir noch normal sind und schon mit kleinsten Anliegen einen Therapeuten aufsuchen, um uns Rat zu holen. Er schreibt davon, wie das Kreisen um das Selbst ein ähnliches Gefühl auslösen kann wie der lange Blick auf eine Sache, die uns dann unwirklich erscheint. Wenn wir uns ständig über alles “bewusst” sein wollen, überfordern wir uns und unser Gehirn. Die Erholung, die wir sonst bei unbewusst ausgeführten Ritualen erfahren, bleibt aus, wenn wir nicht mal selbstvergessen Tee trinken oder Socken stricken. Das stimmt. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Pendo-Verlag) [Read more...]
Autogenes Training ist nicht immer gut
Viele Menschen suchen Entspannung im Autogenen Training und finden sie dort auch. Allerdings gibt es psychische Störungen, bei denen vom autogenen Training eher abzuraten ist. Die Betroffenen merken es selbst: Anstatt sich zu entspannen, fühlen sie sich angespannt. Sie haben Angst, sie könnten gleich losschreien oder würden am liebsten aufstehen und rausgehen. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Ralf Zehner, Pixelio) [Read more...]
Was schaffen wir noch allein?
Vielleicht habe ich einfach Glück gehabt, aber ich habe noch nie Antibiotika nehmen müssen. Wenn ich das sage, werde ich ungläubig angeschaut. “Ja, und wie kriegst du deine grippalen Infekte weg?” – “Von alleine”, sage ich dann. Natürlich wären zum Beispiel bei einer Lungenentzündung Antibiotika angesagt. Und der entzündete Blinddarm muss ebenfalls raus. Doch die “Alltagsdinge” schaffen wir in der Regel von alleine, obwohl wir oft glauben, dass wir es nicht mehr könnten. Die gesunde Haut fettet sich von selbst ein, dazu brauchen wir keine Cremes und Salben. Der gesunde Darm schafft seine Verdauung alleine, wenn wir ihn nicht mit Verdauungsmitteln durcheinanderbringen. Auch Geburten verlaufen bei gesunden Müttern und Kindern ohne besondere Eingriffe von außen oft am besten. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Stefanie Abel, Pixelio) [Read more...]
ACTH – Adrenocorticotropes Hormon
Das Adrenocorticotrope Hormon (ACTH) wird in der Hirnanhangdrüse gebildet, genauer: im Hypophysenvorderlappen (HVL). “Adreno” heißt “Nebenniere”, “Cortico” bedeutet “Rinde” und “trop” heißt soviel wie “wirken auf”. Das Hormon ACTH wirkt also auf die Nebennierenrinde ein. Was bewirkt es da? In der Nebennierenrinde werden unter anderem Cortisol (= ein Glucocorticoid), Aldosteron (= ein Mineralocorticoid) und männliche Hormone (Androgene) produziert. Das bedeutet vereinfacht: Wenn ACTH auf die Nebennierenrinde einwirkt, dann schüttet die Nebennierenrinde Cortisol aus. Der Cortisolspiegel im Blut steigt. Das passiert zum Beispiel bei Stress. [Read more...]
Adaptationssyndrom
Wer lang anhaltend gestresst ist, reagiert in drei Phasen auf diesen Stress. Ist der Körper bei der letzten Phase angelangt, spricht man vom “Adaptationssyndrom” (= allgemeines Anpassungssyndrom). Der Begriff geht auf Hans Selye (1907-1982), den “Vater der Stressforschung” zurück. Zu Beginn des Stresses zeigt der Körper eine Alarmreaktion, bei der die Stresshormone (insbesondere Adrenalin und Noradrenalin) im Blut ansteigen. Das sympathische Nervensystem läuft auf Hochtouren mit allen dazugehörigen Symptomen: schnelle Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck, verlangsamte Verdauung, Erweiterung der Bronchien, Fettabbau. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Andreas Hermsdorf, Pixelio) [Read more...]
HPA-Achse – die Achse des Stresses
HPA-Achse ist die Abkürzung für Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse. Nebenniere heißt auf Englisch “Adrenal Gland”, daher stammt das “A”. Wenn wir Stress haben, wird die HPA-Achse aktiviert – am Ende wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet. Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet und dann ausgeschüttet, wenn das adrenokortikotrope Hormon (ACTH) der Hypophyse auf sie einwirkt. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Claudia Hautumm, Pixelio) [Read more...]
Schlafmangel kann zur Erkältung führen
Menschen, die schlecht oder wenig schlafen, sind anfälliger für Erkältungen als gute Schläfer. Der Psychologe Sheldon Cohen führte eine Studie mit 153 gesunden Männern und Frauen im Alter von 21-55 Jahren durch. Es zeigte sich, dass diejenigen, die maximal 7 Stunden schliefen, leichter eine Erkältung bekamen als diejenigen, die 8 oder mehr Stunden schliefen. Auch die Schlafqualität spielt eine Rolle: Je erholsamer der Schlaf war, desto seltener traten Erkältungen auf. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Heike Karsten, Pixelio) [Read more...]
Entschleunigung fängt bei den Kindern an
Kinder reagieren nicht nur im Straßenverkehr langsamer. Wenn wir Erwachsene ihnen etwas sagen, dann müssen wir einen Augenblick warten, bis das Gesagte angekommen ist und umgesetzt wird. “Du stehst auf der Tasche, geh mal zur Seite”, sagen wir ungeduldig. Doch es ist natürlich, dass das Kind einen Moment braucht, bis es reagiert. (Text: Dunja Voos. Bild: © Stephanie Hofschläger, Pixelio) [Read more...]
Resilienz
Resilienz ist der Ausdruck für psychische Widerstandskraft. Manche Menschen haben eine große Resilienz: Sie sind – vielleicht sogar trotz großer Belastungen in der Kindheit – gesund geblieben und können Lebenskrisen gut überwinden. Andere zerbrechen trotz scheinbar wohlbehüteter Kindheit an den kleinsten Problemen. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Sarah C., Pixelio) [Read more...]



