16.05.2012.

Was schaffen wir noch allein?

Vielleicht habe ich einfach Glück gehabt, aber ich habe noch nie Antibiotika nehmen müssen. Wenn ich das sage, werde ich ungläubig angeschaut. “Ja, und wie kriegst du deine grippalen Infekte weg?” – “Von alleine”, sage ich dann. Natürlich wären zum Beispiel bei einer Lungenentzündung Antibiotika angesagt. Und der entzündete Blinddarm muss ebenfalls raus. Doch die “Alltagsdinge” schaffen wir in der Regel von alleine, obwohl wir oft glauben, dass wir es nicht mehr könnten. Die gesunde Haut fettet sich von selbst ein, dazu brauchen wir keine Cremes und Salben. Der gesunde Darm schafft seine Verdauung alleine, wenn wir ihn nicht mit Verdauungsmitteln durcheinanderbringen. Auch Geburten verlaufen bei gesunden Müttern und Kindern ohne besondere Eingriffe von außen oft am besten. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Stefanie Abel, Pixelio) [Weiterlesen...]

ACTH – Adrenocorticotropes Hormon

Das Adrenocorticotrope Hormon (ACTH) wird in der Hirnanhangdrüse gebildet, genauer: im Hypophysenvorderlappen (HVL). “Adreno” heißt “Nebenniere”, “Cortico” bedeutet “Rinde” und “trop” heißt soviel wie “wirken auf”. Das Hormon ACTH wirkt also auf die Nebennierenrinde ein. Was bewirkt es da? In der Nebennierenrinde werden unter anderem Cortisol (= ein Glucocorticoid), Aldosteron (= ein Mineralocorticoid) und männliche Hormone (Androgene) produziert. Das bedeutet vereinfacht: Wenn ACTH auf die Nebennierenrinde einwirkt, dann schüttet die Nebennierenrinde Cortisol aus. Der Cortisolspiegel im Blut steigt. Das passiert zum Beispiel bei Stress. [Weiterlesen...]

Adaptationssyndrom

Wer lang anhaltend gestresst ist, reagiert in drei Phasen auf diesen Stress. Ist der Körper bei der letzten Phase angelangt, spricht man vom “Adaptationssyndrom” (= allgemeines Anpassungssyndrom). Der Begriff geht auf Hans Selye (1907-1982), den “Vater der Stressforschung” zurück. Zu Beginn des Stresses zeigt der Körper eine Alarmreaktion, bei der die Stresshormone (insbesondere Adrenalin und Noradrenalin) im Blut ansteigen. Das sympathische Nervensystem läuft auf Hochtouren mit allen dazugehörigen Symptomen: schnelle Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck, verlangsamte Verdauung, Erweiterung der Bronchien, Fettabbau. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Andreas Hermsdorf, Pixelio) [Weiterlesen...]

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Hohe Arbeitsbelastungen machen die Menschen psychisch krank. Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPTK) beschreibt die Zusammenhänge in einer Pressemeldung vom 23.3.2010 (“Komplexe Abhängigkeiten machen psychisch krank. BPtK-Studie zu psychischen Belastungen in der modernen Arbeitswelt”). (Text: © Dunja Voos, Bild: © Manfred Schimmel, Pixelio) [Weiterlesen...]

HPA-Achse – die Achse des Stresses

HPA-Achse ist die Abkürzung für Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse. Nebenniere heißt auf Englisch “Adrenal Gland”, daher stammt das “A”. Wenn wir Stress haben, wird die HPA-Achse aktiviert – am Ende wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet. Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet und dann ausgeschüttet, wenn das adrenokortikotrope Hormon (ACTH) der Hypophyse auf sie einwirkt. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Claudia Hautumm, Pixelio) [Weiterlesen...]

Autogenes Training ist nicht immer gut

Viele Menschen suchen Entspannung im Autogenen Training und finden sie dort auch. Allerdings gibt es psychische Störungen, bei denen vom autogenen Training eher abzuraten ist. Die Betroffenen merken es selbst: Anstatt sich zu entspannen, fühlen sie sich angespannt. Sie haben Angst, sie könnten gleich losschreien und würden am liebsten aufstehen und rausgehen. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Ralf Zehner, Pixelio) [Weiterlesen...]

Schlafmangel kann zur Erkältung führen

Menschen, die schlecht oder wenig schlafen, sind anfälliger für Erkältungen als gute Schläfer. Der Psychologe Sheldon Cohen führte eine Studie mit 153 gesunden Männern und Frauen im Alter von 21-55 Jahren durch. Es zeigte sich, dass diejenigen, die maximal 7 Stunden schliefen, leichter eine Erkältung bekamen als diejenigen, die 8 oder mehr Stunden schliefen. Auch die Schlafqualität spielt eine Rolle: Je erholsamer der Schlaf war, desto seltener traten Erkältungen auf. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Heike Karsten, Pixelio) [Weiterlesen...]