23.05.2013.

Psychotherapie im Alter

Wer glaubt, Psychotherapie sei nur etwas für jüngere Leute, der irrt. Psychotherapie kann bis ins hohe Alter wirken und bringt älteren und alten Menschen ebenso Entlastung wie jüngeren. Wieviel Bewegung es auf dem Gebiet gibt, zeigen diese Websites und Beiträge: (Text: © Dunja Voos, Bild: © joujou, Pixelio) [Read more...]

Reframing

La-Liana“Reframing” bedeutet – wörtlich aus dem Englischen übersetzt – “Neu-Rahmung”. Damit ist in der Psychologie gemeint, dass eine Situation in einem neuen “Rahmen”, in einem neuen Licht gesehen werden kann. Der übliche “Rahmen” eines Menschen kann zum Beispiel sein, dass er immer nur das halb leere Glas sieht. Ein “Reframing” würde bedeuten, dass er mal überlegt, wie er denn ein halb volles Glas noch nutzen könnte. “Reframing” wird gelegentlich auch als “Umdeuten” bezeichnet. Der Begriff “Reframing” stammt aus der Systemischen Familientherapie. Er wird gerne im “Rahmen” von Coachings benutzt – außerdem in der “Hypnotherapie nach Milton H. Erickson” (Wikipedia) und im Neurolinguistischen Programmieren (NLP). (Text: © Dunja Voos, Bild: © La-Liana, Pixelio)

Psychotherapie – fachgebunden – Was braucht man alles?

Lothar_Krause_lazyIm Rheinischen Ärzteblatt (Ausgabe Mai 2013) ist es übersichtlich aufgelistet: was Fachärzte benötigen, um den Zusatztitel “Psychotherapie” (fachgebunden) zu erwerben. Wichtigste Voraussetzung ist eine abgeschlossene Facharztausbildung. Teile der psychotherapeutischen Ausbildung können bei der Nordrheinischen Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung auf Norderney absolviert werden (1.-7.6.2013 und 19.-26.10.2013). (Text: © Dunja Voos, Bild: © Lothar Krause, Pixelio) [Read more...]

Freischwebende (gleichschwebende) Aufmerksamkeit

Rosel_EcksteinDer Psychoanalytiker hört zu, indem er gleichschwebend (= frei schwebend) aufmerksam ist. Er achtet auf das, was der Patient sagt, ohne zu urteilen. Das Unbewusste des Analytikers ist dabei sozusagen “auf Empfang gestellt” für das Unbewusste des Patienten. Der Patient wiederum “assoziiert frei”, das heißt, er spricht aus, was immer ihm in den Sinn kommt. (Natürlich sind das Ideale – in Wirklichkeit gibt es oft viele Hindernisse und Widerstände in der Psychoanalyse-Stunde, die der “freischwebenden Aufmerksamkeit des Therapeuten” und der “freien Assoziation des Patienten” entgegenstehen.) Die “gleichschwebende Aufmerksamkeit” ist ein Begriff, der auf Sigmund Freud zurückgeht. Er sah die gleichschwebende Aufmerksamkeit als eine wichtige Technik des Psychoanalytikers an. Die Beschreibungen zur “freischwebenden Aufmerksamkeit” des Analytikers erinnern mich in vielen Punkten an das Konzept der “Achtsamkeit”. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Rosel Eckstein, Pixelio) [Read more...]

Achtsamkeit (Mindfulness)

Dieter_Schuetz_FlussAchtsamkeit – ohne Anstrengung im Hier und Jetzt sein. Nichts bewerten, einfach wahrnehmen. Jeder Gedanke, jedes Gefühl oder jede Sinneswahrnehmung wird gewürdigt und als das akzeptiert, was es ist. Das ist gemeint, wenn von “Achtsamkeit” (englisch: “Mindfulness”) die Rede ist. Wer sich gerade in einem Zustand der “Achtsamkeit” befindet, der beobachtet seine Gedanken und Gefühle, ohne sich zu sehr mit ihnen zu identifizieren und ohne darauf automatisch zu reagieren. So beschreiben es der Psychoanalytiker Scott R. Bishop (Universität Toronto, Kanada) und seine Kollegen in dem Beitrag “Mindfulness: A Proposed Operational Definition” (siehe unten: “Links”). (Text: © Dunja Voos, Bild: © Dieter Schütz, Pixelio) [Read more...]

Kognitive Prozesstherapie
(Cognitive Processing Therapy, CPT)

Bei der kognitiven Prozesstherapie sollen nach einem Trauma die “dysfunktionalen Überzeugungen modifiziert werden”. Das heißt: Wovon wir nach einem Trauma überzeugt sind, kann “dysfunktional” sein, also uns auf Dauer schwächen. Typische “dysfunktionale Überzeugungen” sind z.B. Gedanken wie: “Das kann auch nur mir passieren”, “hätte ich mich anders verhalten, wäre mir das nicht passiert”, oder “nach dem, was ich erlebt habe, kann ich dieses oder jenes vergessen”. Unter “Modifikation” versteht man “Veränderung”. In der Therapie sollen also behindernde Überzeugungen verändert werden. Das Denken soll “realitätsgerechter” werden. Die Kognitive Prozesstherapie nach Resick und Schnicke (1993) arbeitet an solchen dysfunktionalen Überzeugungen. [Read more...]

Gesellschaft für die psychische Gesundheit von Frauen (GPGF)

Körperliches Wohlbefinden geht Hand in Hand mit dem psychischen. Die Gesellschaft für die psychische Gesundheit von Frauen (GPGF) kümmert sich um die psychischen Belange von Frauen. Die GPGF fördert die Forschung, klärt auf, vermittelt Adressen zu Psychotherapeuten und vieles mehr. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Lutz Lehmann, Pixelio) [Read more...]

Evidenzbasiert trösten

“Evidenzbasiert” bedeutet in der Medizin, dass eine Therapie erwiesenermaßen wirksam ist. Immer häufiger ist auch in der Psychotherapie die Rede von “evidenzbasierten Methoden”. Da sollen bestimmte Therapieformen auf Angstpatienten zugeschnitten werden. Auch Menschen mit einer Borderline-Störung sollen eine für sie “evidenzbasierte Therapie” erhalten – ebenso wie Patienten mit einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung. (Text: © Dunja Voos. Bild: © Yvonne Auer, Pixelio) [Read more...]

Warten auf einen Psychotherapieplatz

Schwimmbad_uschi dreiucker_pixelioBei psychischen Störungen sind die “kindlichen Anteile” wieder ganz stark da: Man fühlt sich verlassen, hat große Angst, ist verzweifelt, zögerlich, möchte vielleicht nur noch weinen. Wer sich entschlossen hat, eine Psychotherapie zu beginnen, hat einen riesigen Entwicklungsschritt gemacht: Er hat sich eingestanden, dass er nicht alles alleine machen kann und Hilfe benötigt. Es ist ein ähnlicher Schritt, den das Kind in seiner Entwicklung auch macht: Vom “Alleinemachen!” hin zum “Kannst du mir helfen?” Das Kind nimmt dann solange Hilfe an, bis es schließlich wirklich sagen kann: “Ich kann das alleine.” Wenn jemand an diese Schwelle gekommen ist, Hilfe zu suchen und anzunehmen, dann klingt der Satz “Sie müssen mindestens noch 3 Monate warten” wie die reinste Katastrophe. Viele Patienten haben das Gefühl, sie könnten es unmöglich alleine schaffen, bis die Therapie anfängt – doch sie schaffen es meistens. [Read more...]

PsychOpen: Psychologisches Wissen kostenlos

psychopenWer sich in der Psychologie für wissenschaftliche Veröffentlichungen interessiert, der kommt meistens über das Abstract, also die Zusammenfassung, einer Studie nicht hinaus. Sobald man sich den gesamten Studientext anschauen möchte, heißt es: Zahlen. Zwischen 10 und 40 Euro kostet es normalerweise, eine wissenschaftliche Studie als PDF herunterzuladen. Sogenannte “Open Access Libraries” (“Büchereien mit offenem Zugang”) wollen in der Wissenschaft dafür sorgen, dass Wissen für jeden vollständig und kostenlos zugänglich ist. Im Bereich Psychologie liefert die Website www.psychopen.eu wissenschaftliche Artikel, die kostenlos gelesen werden können. Zu den Journalen, die bei PsychOpen veröffentlicht werden, gehören das “Europe’s Journal of Psychology”, “Interpersona”, das “Journal of Social and Political Psychology” sowie “Psychological Thought” und andere. (Bild: © PsychOpen)

Macht Psychotherapie nicht alles nur schlimmer?

Diese Frage begegnet mir oft – so auch kürzlich auf dem Internetportal “GuteFrage.de”. Wem es psychisch sehr schlecht geht, der ist gerade am Anfang in gewisser Weise “abhängig” von seinem Therapeuten. Der Therapeut behält den Überblick wie ein Kapitän auf tosender See. Ähnlich wie man mit einem entzündeten Blinddarm darauf angewiesen sind, dass der diensthabende Chirurg schon alles richtig machen wird, so ist man bei starkem seelischen Leiden auch darauf angewiesen, dass der Psychotherapeut fähig ist. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Petra Dirscherl, Pixelio) [Read more...]

Rumination

Rumination heißt wörtlich “Wiederkäuen”. “Rumination” bedeutet im Sinne der Psychologie, dass man immer wieder die negativen Seiten eines Erlebnisses gedanklich durchspielt, “durchkaut”. Die “Rumination” ähnelt der Sorge, wobei die Sorge mehr auf die Zukunft gerichtet ist, die Rumination hingegen auf die Vergangenheit. In der Kinderheilkunde versteht man unter “Rumination” das “Wiederkäuen” von Nahrung bei Babys – dabei würgen Babys ihre Nahrung, die sie schon geschluckt haben, wieder hinauf in den Mund, ohne dass eine körperliche Erkrankung ersichtlich ist.