“Der Turm, der wackelt, der Turm, der wackelt, die oberste Spitze fällt ab.” Kennen Sie dieses Kinderlied? Wie an der Spitze eines solchen Turmes muss sich ein Kind fühlen, dass eine hochambivalente Mutter hat. Ob es Mütter gibt, die “nur schlecht” sind, wage ich zu bezweifeln. Wohl alle Mütter haben auch gesunde, ruhige und liebevolle Seiten. Doch das Kind einer ambivalenten Mutter, die in extremem Ausmaß mal so, mal so ist, kann sich nicht orientieren. Das Kind wird davon ganz unruhig. Es kann nicht einfach “sein”. Es muss immer die Lage checken und sich fragen: “Wie ist mir die Mutter heute gesinnt? Bekomme ich plötzlich Prügel oder Strafen, obwohl ich nichts Schlimmes getan habe? Wird sie nett und zugewandt sein? Ist sie gut gelaunt? Kann sie ertragen, wenn es mir gut geht?” (Text: © Dunja Voos, Bild: © Gitti, Pixelio) [Read more...]
Die hochambivalente Mutter
Psychotherapie – fachgebunden – Was braucht man alles?
Im Rheinischen Ärzteblatt (Ausgabe Mai 2013) ist es übersichtlich aufgelistet: was Fachärzte benötigen, um den Zusatztitel “Psychotherapie” (fachgebunden) zu erwerben. Wichtigste Voraussetzung ist eine abgeschlossene Facharztausbildung. Teile der psychotherapeutischen Ausbildung können bei der Nordrheinischen Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung auf Norderney absolviert werden (1.-7.6.2013 und 19.-26.10.2013). (Text: © Dunja Voos, Bild: © Lothar Krause, Pixelio) [Read more...]
Ein Kind. Erlebt. Gewalt.
Ein Kind. Die Mutter hütet es, die Mutter liebt es. Die Mutter liebt es und sperrt es ein. Die Mutter hasst es und schlägt es. Eines Tages, das Kind ist 8, bringt es die Mutter fast um. Die Mutter hat das Kind fest im Griff. Auf dem Bett. Zum Schreien hat das Kind keine Luft mehr. Das Kind blickt flehentlich. Eine Ewigkeit. Die Mutter lässt los. Sie läuft weg. Mit seinem Blick hat das Kind sich selbst gerettet. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Erich Westendarp, Pixelio) [Read more...]
Adipositas und die Psyche
Adipositas ist das medizinische Wort für starkes Übergewicht, oder auch “Fettleibigkeit” (lateinisch adeps = fett). Adipositas permagna schreiben Ärzte hin, wenn sie die “richtig Dicken” meinen, denn “permagnus” kommt aus dem Lateinischen und heißt “sehr groß”. Ab einem Body-Mass-Index (BMI)* von 25 gilt man als übergewichtig, ab einem BMI von 30 als “fettleibig” (= adipös). Ab einem BMI von 40 wird der Ausdruck “Adipositas per magna” verwendet. Der etwas “boshafte” Beigeschmack ist dabei nicht zu verleugnen. Der Ratschlag zu Obst, Vollkornprodukten und gesunder Ernährung ist immer da, doch die Bedeutung der Psyche wird eher selten erwähnt.(Text: © Dunja Voos, Bild: © Gänseblümchen, Pixelio) [Read more...]
Achtsamkeit (Mindfulness)
Achtsamkeit – ohne Anstrengung im Hier und Jetzt sein. Nichts bewerten, einfach wahrnehmen. Jeder Gedanke, jedes Gefühl oder jede Sinneswahrnehmung wird gewürdigt und als das akzeptiert, was es ist. Das ist gemeint, wenn von “Achtsamkeit” (englisch: “Mindfulness”) die Rede ist. Wer sich gerade in einem Zustand der “Achtsamkeit” befindet, der beobachtet seine Gedanken und Gefühle, ohne sich zu sehr mit ihnen zu identifizieren und ohne darauf automatisch zu reagieren. So beschreiben es der Psychoanalytiker Scott R. Bishop (Universität Toronto, Kanada) und seine Kollegen in dem Beitrag “Mindfulness: A Proposed Operational Definition” (siehe unten: “Links”). (Text: © Dunja Voos, Bild: © Dieter Schütz, Pixelio) [Read more...]
Kein MRT bitte! Die Gnade des Nicht-Wissens
Vor 10 Jahren etwa erlitt ich in der Nacht einen plötzlichen Drehschwindel, der sich gewaschen hat. Drei Wochen lang konnte ich nicht gescheit geradeaus laufen. Ich war seekrank, ohne auf einem Schiff zu sein, mein rechter Gleichgewichtsnerv war tot: “Neuronitis vestibularis”, so lautete die Diagnose. Ähnlich wie bei einem Hörsturz steht hier die Frage im Raum: Könnte es sich um ein Akustikusneurinom, also einen gutartigen Tumor des 8. Hirnnerven (Hör- und Gleichgewichtsnerv) handeln? Die Brainstem-evoked Audiometry (BERA), ein EEG-artiger Test der Hirnstammnerven, war völlig unauffällig. Es sprach nichts für ein Akustikusneurinom. Und dennoch blieb die Frage: Sollte ich eine Magnetresonanztomographie (MRT = Kernspin) durchführen lassen? (Text: © Dunja Voos, Bild: © Karl-Heinz Laube, Pixelio) [Read more...]
Gesellschaft für die psychische Gesundheit von Frauen (GPGF)
Körperliches Wohlbefinden geht Hand in Hand mit dem psychischen. Die Gesellschaft für die psychische Gesundheit von Frauen (GPGF) kümmert sich um die psychischen Belange von Frauen. Die GPGF fördert die Forschung, klärt auf, vermittelt Adressen zu Psychotherapeuten und vieles mehr. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Lutz Lehmann, Pixelio) [Read more...]
Stress kann zu Infekten führen
Wer die Nase voll hat, legt sich kurzerhand mit einer Erkältung ins Bett. Wir sind “verschnupft”, wenn uns jemand gekränkt hat und bekommen einen dicken Hals, wenn wir uns schon wieder ärgern. Stress führt dazu, dass Viren und Bakterien leichter Eingang in unseren Körper finden – Psychoimmunologen sprechen auch vom “Open-Window-Phänomen”. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Rainer Sturm, Pixelio) [Read more...]
Colitis ulcerosa und die Psyche
Schwindel und der Weg zu neuem Halt
Nie fühlte sich die Studentin so hilflos: Als sie aufwachte, drehte sich die Welt. Sie litt an einem furchtbaren Drehschwindel, erbrach, war seekrank, ohne auf einem Schiff zu sein. Beim Gehen schwankte sie wie eine Betrunkene. Die Diagnose: Neuronitis vestibularis, das heißt, ein Gleichgewichtsnerv war ausgefallen. Diese Art des Schwindels tritt meistens plötzlich auf, dauert einige Tage oder Wochen und vergeht dann langsam wieder. Weniger dramatisch, aber oft über Jahre immer wieder auftretend und quälend, ist der Schwankschwindel, bei dem die Patienten oft das Gefühl haben, im nächsten Moment umzufallen oder ohnmächtig zu werden. Viele sind lange auf der Suche nach Hilfe. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Dorothea Jacob, Pixelio) [Read more...]
Bernd Hontschik – ein Chirurg mit Seele
Burnout bei Ärzten – Kolloquium der Ärztekammer Nordrhein am 13.4.2013
Am Samstag, den 13. April 2013 (9.00 bis 13.00 Uhr) findet ein Kolloquium zum Thema “Burnout bei Ärzten” im Haus der Ärzteschaft, Tersteegenstraße 9, 40474 Düsseldorf statt (weitere Infos hier). Ich war beim Kolloquium 2011 dabei und fand es sehr vielfältig und informativ. Was allerdings fehlte, war die Information, dass auch die psychoanalytische Therapie/die Psychoanalyse gute Möglichkeiten bietet, um Betroffenen auch auf längere Sicht zu helfen. Ich selbst bin Fachärztin für Arbeitsmedizin und in Ausbildung zur Psychoanalytikerin bei der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV). Bei Fragen zum Thema “Burnout bei Ärzten” biete ich Ihnen meine E-Mail-Beratung (kostenpflichtig) an – Sie können sich gerne auch anonym melden. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Dietmar Meinert, Pixelio) [Read more...]





