Etwa im Alter von zwei Jahren beginnen Kinder zur Freude ihrer Eltern mit ihrer “Malerkarriere”. Der Pädagoge Wolfgang Grözinger beschreibt, wie Kleinkinder das Malen lernen. Diese Fähigkeit entwickelt sich über Jahre hinweg, doch die Entwicklung sieht bei den meisten Kindern gleich aus. Das erste Gebilde aus Kreuz- und Querstrichen nennen Kunstpädagogen das “Urkreuz”. Es symbolisiert das “Stehen”. [Read more...]
Urkreuz und Urknäuel – so lernen Kinder Malen
Proxemik: richtiger Abstand durch Floskeln
“Machst Du bitte die Türe zu? Es wird kalt.” Wie fühlt es sich an, wenn jemand so etwas zu Ihnen sagt? Irgendwie ist es doch ungewohnt. Es klingt, als würde der andere sich über Ihre Nachlässigkeit ärgern. Manch ein Selbstsicherheits-Trainer würde behaupten: “Es geht doch nur um die Sache. Ein persönlicher Angriff ist das nicht.” Aber warum fühlt es sich so an? Weil eine solche Aussage uns einfach sprachlich zu nah kommt. So, wie wir körperlich einen Abstand von etwa einem Meter zum Nächsten brauchen, benötigen wir auch einen gewissen sprachlichen Abstand. (Text: © Dunja Voos. Bild: © Susanne Beeck, Pixelio) [Read more...]
Clinical Global Impression Scale (CGI-Skala)
Psychische Beschwerden können vielfältig sein. Doch welchen Gesamteindruck macht ein Patient? Mithilfe der “Skala für den Klinischen Gesamteindruck” (Clinical Global Impression Scale [CGI]) kann der Arzt oder Psychologe notieren, für wie schwer erkrankt er den Patienten hält. Die Skala hat 7 Stufen: (1) bedeutet, dass der Patient überhaupt nicht krank erscheint, (7) bedeutet, dass der Betroffene sehr schwer krank erscheint. (Text: © Dunja Voos, Bild/Screenshot: ©www.cognitiongroup.com) [Read more...]
Wann ist ein Blog ein Blog?
Gerade in den letzten Tagen erhalte ich viele Meinungen zu meinem Blog. Kürzlich hörte ich, mein Blog sei eher ein Wiki, ein Nachschlagewerk als ein Blog. Nachdem ich in einem medizinischen Online-Portal auf meine Vojta-Beiträge verlinkte, erhielt ich eine Mail, dass mein Link nach Werbung aussähe und dass man ihn daher entfernen wolle. Ich würde auf den eigenen Blog verweisen, von dem ich lebe, hieß es. Es ist zwar ein wagemutiger Traum von mir, irgendwann auch von meinem Blog leben zu können, doch noch bin ich weit davon entfernt. Ich verdiene mein Geld hauptsächlich bei Zeitschriften, Agenturen und Verlagen als Medizinjournalistin.
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Lesetipp: Der Spiegel: “Die Psycho-Falle”
Bald wird die 5. Version des Diagnostischen und Statistischen Manuals der psychischen Störungen erscheinen (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, DSM). Hier gibt es zahlreiche neue Diagnosen, die von vielen Fachleuten kritisch beäugt werden – zu schnell wird Normales und Verständliches zur Krankheit. Sehr empfehlenswert ist der Beitrag ““Die Psycho-Falle: Therapeuten streiten über die Grenze zwischen Gesundheit und seelischer Erkrankung”, Der Spiegel, Heft 4/2013 (Spiegel Online, 21.1.2013: “Neue Psychiatrie-Diagnosen: Aus gesund wird geisteskrank”). Hier werden nahezu absurde Beispiele genannt, wie z.B. die “posttraumatische Verbitterungsstörung” – da weiß der Leser nicht, ob er schmunzeln oder weinen soll. Ich selbst bekomme da glatt eine aggressive Entmutigungsstörung … [Read more...]
Major Depression
Im englischsprachigen Raum wird eine unipolare Depression (also eine Depression ohne Phasen der Hochstimmung = ohne Phasen der Manie) als “Major Depression” bezeichnet. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) schreibt in seiner Leitliniensynopse zum Thema “Depression” aus dem Jahr 2009: (Text: © Dunja Voos. Bild: © Rainer Sturm, Pixelio) [Read more...]
Persönlichkeitsstörung
Sogenannte “persönlichkeitsgestörte Menschen” erkennt man gelegentlich auf den ersten Blick. Manchmal sind es die “bunten Früchtchen” unter uns: der eigenbrötlerische Professor, der cholerische Chef, der komische Kauz von nebenan. Auch manche Stars sind “persönlichkeitsgestört”. Doch Persönlichkeitsstörungen müssen nicht so auffällig sein. Sie sind relativ weit verbreitet: Etwa 10% der Bevölkerung sind hierzulande betroffen (AWMF-Leitlinie “Persönlichkeitsstörungen”, 2008). Doch auch, wenn dieser Begriff scheinbar nichts Gutes verheißt, leben viele Betroffene “ganz normal” und sind erfolgreich im Beruf. Manche können ihre “Störung” – vielleicht sollte man besser sagen “Verletzung” – in eine Stärke umsetzen. Andere wiederum leiden “irgendwie” sehr an ihrem Leben, ohne, dass sie ihr Leiden genauer benennen könnten – aber es gibt Aussicht auf ein glücklicheres Leben. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Renate Franke, Pixelio) [Read more...]
Linktipp: Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG)
Die Website der “Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.” (BVPG) liefert zahlreiche Informationen zur Psychischen Gesundheit. Hier werden regelmäßig neue Studien zu den Themen “Prävention psychischer Erkrankungen” und “Erhaltung der psychischen Gesundheit” vorgestellt. (Ich selbst gehöre zu den externen Autoren wissenschaftsjournalistischer Beiträge der Website, z.B. hier: “Eltern-Kind-Interventionen stärken die Bindung und beugen Misshandlungen vor”.)(Text: © Dunja Voos, Bild: © Bundeverband Prävention, Screenshot)
Neid – Gefühle, erklärt für Kinder
Warst du schon einmal neidisch? Bestimmt kennst du dieses Gefühl – irgendwie tut es weh. Vielleicht bist du neidisch, weil dein Freund eine Sache hat, die du selbst nicht hast. Vielleicht hat deine Freundin immer schönere Klamotten als du selbst. Man kann also einen anderen um seine Sachen beneiden. Meistens beneidet man solche Menschen, die einem etwas ähnlich sind und wo es sein kann, dass man selbst einmal das schafft oder bekommt, was der andere hat. Man ist also eher auf seinen besten Freund neidisch als zum Beispiel auf einen echten Prinzen, weil man den sowieso nicht erreichen kann. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Annamartha, Pixelio) [Read more...]
Orale Phase
Im ersten Lebensjahr stehen Saugen, Nuckeln und das Verlangen, alles in den Mund zu nehmen, an oberster Stelle. Das Baby erkundet seine Welt mit dem Mund – es ist in der “oralen Phase” (os [lateinisch] = Mund). Geprägt wurde der Begriff von Sigmund Freud. Zunächst überwiegt das passive “Bekommen”. Mit dem Einsatz der Hände und mit den Zähnchen kommt das aktive “Sich-Nehmen” hinzu. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Rike, Pixelio) [Read more...]
Vorgestellt: Schule im Aufbruch
“Schule im Aufbruch” ist eine Bewegung, die Schule verändern will. Die Neurobiologie macht deutlich, dass zur Bildung viel mehr gehört als das, was Schüler in den meisten Schulen vorfinden. Lernen können Kinder am besten, wenn sie sich wohlfühlen, wenn sie Beziehungen haben, dazugehören, gute Erfahrungen machen und für etwas begeistert werden. All das kann Schule bieten – und es passiert auch schon an vielen Schulen. Damit sich diese neue Art des Lehrens und Lernens weiter verbreitet, riefen der Neurobiologe Gerald Hüther, die Schulleiterin Margret Rasfeld und Stephan Breidenbach, Dean der Berliner Humboldt-Viadrina-School, das Projekt “Schule im Aufbruch” ins Leben. Jeder kann mitmachen. (Text: © Dunja Voos, Bild: © www.schule-im-aufbruch.de) [Read more...]
Korrelation (r-Wert)
Der Buchstabe “r” steht in wissenschaftlichen Texten für die Korrelation. r = +1 heißt, es besteht eine perfekte positive Korrelation, also: Je mehr es regnet, desto mehr füllt sich der Eimer mit Wasser. Bei r = -1 besteht eine perfekte negative Korrelation: Je mehr Vitamine ich esse, desto weniger krank werde ich. Bei r = 0 ist kein linearer Zusammenhang festzustellen. Bei psychologischen Fragebögen gilt ungefähr:
r bis 0,3 = geringe Korrelation
r ab 0,5 = gute Korrelation
r ab 0,7 bis 0,8 und höher = sehr hohe Korrelation [Read more...]



