Unsere ersten bewussten Erinnerungen beginnen im Alter von drei Jahren. An die Erlebnisse davor können wir uns nicht bewusst erinnern. Sigmund Freud bezeichnete dieses Nicht-Erinnern-Können als infantile Amnesie. Doch auf eine bestimmte Art erinnern wir uns auch an das, was wir in dieser frühen Zeit erfahren haben. (Text: © Dunja Voos, Bild: © berwis, Pixelio) [Weiterlesen...]
Explizites und implizites Gedächtnis
Säuglingsforschung
Ein Baby ist von Anfang an präsent. Bereits im Mutterleib bekommt es vieles von dem mit, was die Mutter bewegt. Die meisten Schwangeren hören deshalb häufig den Satz: “Entspann’ Dich – Dein Stress überträgt sich doch auf’s Kind!” Dadurch geraten die Frauen manchmal in einen regelrechten “Entspannungsstress”. [Weiterlesen...]
Verdrängung und Verleugnung
“Nein, das kann nicht sein”, sagen wir, wenn etwas Schlimmes passiert ist. Wir wollen und können die schreckliche Nachricht nicht begreifen. Wer verleugnet, der will äußere Realitäten nicht wahrhaben. Verdrängung hingegen heißt, dass man innere Realitäten ins Unbewusste drängt. “Anstößige” Wünsche, die wir haben, bleiben uns dann selbst verborgen. Verdrängung ist nur mit Kraftaufwand möglich. Das Verdrängte lebt weiter und kommt zum Vorschein, wenn wir träumen oder uns versprechen. Verdrängung und Verleugnung sind Formen der Abwehr.
Schwindel und der Weg zu neuem Halt
Nie fühlte sich die junge Frau so hilflos: Als sie aufwachte, drehte sich die Welt. Sie erbrach, war seekrank, ohne auf einem Schiff zu sein. Die Diagnose: Neuronitis vestibularis, ein Gleichgewichtsnerv war ausgefallen. Weniger dramatisch, aber dennoch quälend, äußert sich Schwankschwindel, bei dem die Patienten das Gefühl haben, gleich zu fallen. Viele sind lange auf der Suche nach der richtigen Behandlung. Dabei wird die psychosomatische Medizin meist ausgelassen – obwohl bei rund 50% der Patienten mit Schwindel psychische Ursachen dahinter stecken. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Dorothea Jacob, PIXELIO) [Weiterlesen...]
Linktipp: Berliner Blätter für Psychoanalyse und Psychotherapie (BBPP)
Die Berliner Blätter für Psychoanalyse und Psychotherapie (BBPP) bereiten psychoanalytische Themen verständlich und interessant auf. Herausgeber ist Gerd Böttcher, Psychoanalytiker in Berlin. Veröffentlicht werden Beiträge zur Psychotherapie, Psychoanalyse, Medizin, Kulturkritik, Gesundheits- und Verbändepolitik. Die Zeitschrift enthält Interviews mit bekannten Psychoanalytikern zu Themen der Zeit. Außerdem sind auf der BBPP-Site zahlreiche Links rund um die Psychoanalyse aufgelistet. (Text: © Dunja Voos, Bild: Screenshot: www.bbpp.de) [Weiterlesen...]
Zweiphasige Verdrängung nach Mitscherlich
Viele Patienten mit einer Angststörung sind körperlich erstaunlich gesund. Andere plagen sich mit wiederkehrenden Erkältungen, Gelenkschmerzen oder Ekzemen, fühlen sich aber psychisch auf der Höhe. Manchmal ist es so, dass psychische Konflikte noch einmal “eine Etage weiter”, in den Körper hinein verdrängt werden. Der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich (1908–1982) stellte die Theorie der zweiphasigen Verdrängung auf: Wer über lange Zeit einem unausweichlichen Konflikt ausgesetzt ist, der kann psychische Symptome wie Niedergeschlagenheit, Depressionen oder Ängste entwickeln. In einer weiteren Stufe können körperliche Beschwerden auftreten, wobei gleichzeitig die psychischen Symptome zurückgehen. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Jufix, Pixelio) [Weiterlesen...]
Beratung nach dem Personenzentrierten Ansatz
Der amerikanische Psychologe Carl R. Rogers (1902–1987) entwickelte die Gesprächsführung nach dem Personenzentrierten Ansatz. Der Klient selbst ist dabei sein eigener Experte. Der Therapeut zeichnet sich durch Echtheit und eine empathische Haltung aus. Das Gespräch ist “non-direktiv”, d. h. die Leitung wird dem Klienten überlassen. Aus diesen Überlegungen heraus entstand die Gesprächstherapie und Beratung nach Rogers. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Rainer Sturm, Pixelio) [Weiterlesen...]
Ichsynton und ichdyston
Ichsynton bedeutet, dass man selbst mit dem, was man denkt und tut, im Einklang ist. Man hat das Gefühl: “Ja, das bin ich.” Bei ichdystonem Verhalten entsteht das Gefühl, dass das eigene Handeln fremd ist.
Psychosozial-Verlag
Der Gießener Psychosozial-Verlag macht Psychoanalyse lesbar. Er veröffentlicht Zeitschriften und Bücher zu den Themen Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Familientherapie. Dabei verbindet er psychologische und soziale Fragestellungen miteinander. Empfehlenswert ist z. B. das Buch “Busch auf der Couch” von Justin A. Frank, dessen deutsche Fassung 2004 erschienen ist. Zu den Zeitschriften gehören u. a. das “Journal für Psychoanalyse” und die “Psychotherapie im Alter”.
PSY-LOG: Suchmaschine zur Psychoanalyse
März 2010: Die Website existiert anscheinend nicht mehr: Die Website PSY-LOG (www.psy-log.com) ist eine internationale Link-Sammlung zu psychoanalytischen Websites. So können Websites von bedeutenden Analytikern, Organisationen und zu speziellen psychoanalytischen Themen gefunden werden.
Ich-Funktionen
Bewusstes Wahrnehmen, Unterscheiden, Erinnern, Denken und Steuerung der Triebe sind Ich-Funktionen. Das Ich denkt, plant und schaut voraus. Es “arbeitet” nach dem Realitätsprinzip. Zu den Ich-Funktionen zählen auch die Abwehrmechanismen. Sind die Ich-Funktionen eingeschränkt, spricht man von einer Ich-Schwäche. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Janine Grab-Bolliger, Pixelio) [Weiterlesen...]
Alloplastische und autoplastische Konfliktlösung
Wenn ich in einen Konflikt gerate, kann ich ihn auf zwei Arten lösen: Bei der alloplastischen Konfliktlösung verändere ich meine Außenwelt, bei der autoplastischen Lösung mich selbst.



