Über mich

Eigentlich bin ich Fachärztin für Arbeitsmedizin. Doch schon zu Beginn meiner praktischen Tätigkeit (1998) störte es mich, dass mir so wenig Zeit für das Gespräch mit dem Patienten blieb. Dabei halte ich das Gespräch für den wichtigsten Bestandteil der ärztlichen Tätigkeit überhaupt. Schon allein durch ein gründliches Anamnesegespräch kommt man der Diagnose näher – ohne aufwendige Apparatemedizin. Doch im hektischen Arztalltag sah auch ich mich gezwungen, den Patienten nach wenigen Minuten zu unterbrechen, damit ich meine Formulare füllen konnte.

Meine Lösung: Der Medizinjournalismus

Im Jahr 2000 begann ich dann eine Ausbildung zur Fachredakteurin bei Klett WBS (heute WBS Training AG). Hier arbeitete ich unter anderem bei der Westdeutschen Zeitung (Düsseldorf) und für “medizin heute” des Deutschen Ärzte Verlags (diese schöne Patientenzeitschrift gibt es heute leider nicht mehr). Hier hatte ich Zeit, mit einfachen Worten medizinische Zusammenhänge zu erklären und verschiedene Diagnostik- Und Therapiemethoden kritisch zu hinterfragen.

Die Psychoanalyse als journalistisches Spezialgebiet gefunden

Besonders häufig befasste ich mich mit psychologischen Themen. Im Studium arbeitete ich während meines Praktischen Jahres drei Monate lang in der psychosomatischen Tagesklinik der Uni Düsseldorf. Von den engen Zusammenhänge zwischen Körper und Seele war ich beeindruckt. Besonders die psychoanalytische Therapieform interessierte mich, weil sie versucht, den Patienten wirklich zu verstehen. Auch der regelmäßige Besuch des Kurses “Arzt und Patient im Rollenspiel” von Professor Peter Helmich am Institut für Allgemeinmedizin der Uni Düsseldorf prägte mich.

Psychoanalyse und Entwicklungspsychologie hängen zusammen

Im Journalismus spezialisierte ich mich auf die Themen “Psychische Gesundheit” und “Psychoanalyse”. Aus der Psychoanalyse des erwachsenen Menschen lassen sich Rückschlüsse auf die psychische Entwicklung des Kindes ziehen. Somit hängt die Entwicklungspsychologie eng mit der Psychoanalyse zusammen.

Das erste Buch

Als junge Mutter stellte ich fest, dass es kaum verständliche Bücher gab, die sich mit der seelischen Entwicklung des Kindes befassten. Also schrieb ich solch ein Buch selbst – “Kleine Kinder richtig verstehen” ist 2009 im Humboldt-Verlag erschienen. Während ich dieses Buch schrieb, verfolgte ich intensiv die Diskussionen um das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS). Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) begleitete ich als wissenschaftliche Autorin ein Projekt zu diesem Thema. Dabei fiel mir immer wieder auf, wie zwei Lager aufeinanderstießen: Die Psychiater und Verhaltenstherapeuten betonen den Einfluss der Gene, die Psychoanalytiker betonen den Einfluss der Eltern. Doch die Frage nach dem Einfluss der Eltern kam durch die Schuldgefühle betroffener Eltern immer wieder ins Stocken. Seither gehe ich der Frage nach, wie sich die beiden Richtungen vereinen lassen, wie Schuldgefühle überwunden und Eltern entlastet werden können.

Vorträge und Fragen

Auch in meinem Blog “medizin-im-text”, den ich seit Ende 2005 führe, vereine ich die Themen Psychoanalyse, Entwicklungspsychologie und ADHS. Psychische Störungen erkläre ich aus psychoanalytischer Sicht. Aufgrund vieler Fragen von Eltern und Menschen mit seelischen Problemen habe ich schließlich begonnen, E-Mail-Beratungen anzubieten. Diese sind psychoanalytisch orientiert, doch informiere ich die Leser auch über andere Sichtweisen. Inzwischen stehen auch Lesungen zu meinem Buch und Informationsabende in Kindergärten und Familienzentren an. Über Anfragen freue ich mich immer. Ich bin auch gespannt auf Ihr Feedback. Lassen Sie mich wissen, ob meine Texte und Vorträge Ihnen weiterhelfen, was Sie gut finden und was Ihnen verbesserungswürdig erscheint.

Dunja Voos
voos@medizin-im-text.de
www.medizin-im-text.de