Archiv für Dezember, 2008

Basalganglien (Stammganglien)

Freitag, 26. Dezember 2008

Die Basalganglien sind Ansammlungen von Nervenzellen unterhalb der Hirnrinde (“subkortikale Kerne”, Abbildung auf www.colorado.edu). Zu den Basalganglien zählen: Nucleus caudatus und Putamen (= Corpus striatum), Claustrum, Corpus amygdaloideum. Im weiteren Sinne gehören dazu auch Pallidum, Nucleus subthalamicus, Nucleus ruber, Substantia nigra, Formatio reticularis (Quelle: Pschyrembel, 258. Auflage).

NICHD-Studie: Folgen der Krippenbetreuung

Freitag, 26. Dezember 2008

Lehrer stellen bei 12-jährigen Kindern, die als Kleinkind in einer Krippe betreut wurden, gehäuft Aggressionen und Verhaltensauffälligkeiten fest. Die Zeitschrift “Child Development” berichtete darüber in ihrer März/April-Ausgabe 2007. Es ist das Ergebnis der Studie namens “Study of Early Child Care and Youth Development (SECCYD)”. Seit 1991 wurden in der Studie über 1300 Kinder untersucht. (Text: © Dunja Voos. Bild: © Maja Dumat, PIXELIO) (weiterlesen…)

PID – Psychotherapie-Informations-Dienst

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Sie suchen einen Psychotherapeuten? Dann schauen Sie einmal auf die Adressliste des Psychotherapie-Informations-Dienstes (PID), www.psychotherapiesuche.de. Hier können Sie unter anderem angeben, ob Sie eine Therapeutin oder einen Therapeuten bevorzugen und welches Therapieverfahren Sie sich wünschen. Es ist auch möglich, sich telefonisch beraten zu lassen (Tel. 0228 74 66 99). Der PID wurde vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), www.bdp-verband.org, eingerichtet. (Text: © Dunja Voos. Bild: © Joujou, PIXELIO)

Lesetipp: Krippenbetreuung sollte nicht schöngeredet werden

Sonntag, 14. Dezember 2008

Die Diplom-Psychologin und Psychoanalytikerin Ann-Kathrin Scheerer bringt auf den Punkt, was in der öffentlichen Diskussion oft vernachlässigt wird: Eine frühe Trennung von der Mutter überstehen Kleinkinder nicht unbeschadet, wenn der sensible Umgang damit fehlt. (Text: © Dunja Voos. Bild: © Knipseline, PIXELIO) (weiterlesen…)

Psychische Integration

Sonntag, 14. Dezember 2008

Oft sprechen Psychologen davon, etwas sei “psychisch integriert”. Aber was heißt das? Wir alle kennen Seiten an uns, die wir nicht mögen. Oder wir haben unangenehme Erinnerungen, die wir weit von uns schieben, weil sie schmerzlich sind. Doch wenn wir einen Film sehen oder Worte hören, die uns an das erinnern, was wir eigentlich vergessen wollten, reagieren wir “allergisch”. Wir merken: Die kleine, abgeschobene Insel in unserer Psyche taucht wieder auf. (Text: © Dunja Voos. Bild: © H. Hoppe, PIXELIO) (weiterlesen…)

“Was sagt man da?” Vom Bitten und Danken.

Samstag, 13. Dezember 2008

Ist ein “Danke” unter Zähneknirschen ein wirkliches Danke? Wer sein Kind erziehen will, der hört sich vielleicht dann und wann sagen: “Und was sagt man da?” Verschüchtert versteckt sich das Kleine hinter Mamas Bein und flüstert: “Danke.” Irgendwie beschämt kommt dieses Wort hervor. Und so wird sich das Kind auch fühlen. (Text: © Dunja Voos. Bild: © HP Reichartz, PIXELIO) (weiterlesen…)

Die Borderline-Störung – besser als ihr Ruf

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) gilt meist als schwer zu therapierende Erkrankung. Sie wurde lange definiert als ein Zustand zwischen Neurose und Psychose und manchmal erscheint sie wie ein “Todesurteil” für Betroffene, die schon einmal etwas davon gehört haben. Dabei gibt es berechtigte Hoffnung auf ein leichteres Leben. Der Begriff wurde vom Psychoanalytiker William Louis Stern geprägt. (Text: © Dunja Voos. Bild: © Hanspeter Bolliger, PIXELIO) (weiterlesen…)

Systemische Therapie

Sonntag, 07. Dezember 2008

Die Systemische Therapie ist eine Form der Psychotherapie, die den Menschen im Gefüge seiner Umwelt betrachtet. Der Mensch lebt in einem System, das ihn gesund erhalten oder “krank machen” kann. Ungute familiäre Beziehungen können beispielsweise dazu führen, dass der Mensch psychisch leidet. Die Systemische Therapie hat also eine “biopsychosoziale” Sichtweise: Seele und Körper beeinflussen sich gegenseitig ebenso wie Umwelt und Mensch. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Gänseblümchen, Pixelio) (weiterlesen…)

ARGE

Freitag, 05. Dezember 2008

“Arge” heißt eigentlich Arbeitsgemeinschaft. Die “ARGE”, von der immer die Rede ist, ist die Arbeitsgemeinschaft zwischen Arbeitsagentur und Stadtverwaltung. Mitarbeiter der ehemaligen Sozialämter der Stadt und Mitarbeiter der Arbeitsagenturen kümmern sich gemeinsam um die Empfänger von Arbeitslosengeld II (“Hartz-IV-Empfänger”). (Text: © Dunja Voos, Bild: © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt, Pixelio) (weiterlesen…)

Masochistischer Triumph

Donnerstag, 04. Dezember 2008

Stellen Sie sich vor, Ihr Liebster ist unausstehlich zu Ihnen und verlässt Sie dann. Sie möchten eigentlich darüber trauern, dass die Beziehung zerbrochen ist. Aber Sie genießen es auch, anderen zu erzählen, wie fies Ihr Partner beim “Abschied” war. Ihre Darstellungen werden immer dramatischer. In Ihren Träumen stellen Sie sich vor, Sie wären todkrank und Ihr (ehemals) Liebster käme an Ihr Sterbebett und würde seine Taten zutiefst bereuen. Sie gehen gefühlsmäßig vielleicht als “Verlierer” aus dieser Beziehung hervor. Aber Sie können wunderbar “Sieger im Leiden” sein. (Text: © Dunja Voos. Bild: © Zillertaler2000, PIXELIO) (weiterlesen…)

Proxemik: richtiger Abstand durch Floskeln

Mittwoch, 03. Dezember 2008

“Machst Du bitte die Türe zu? Es wird kalt.” Wie fühlt es sich an, wenn jemand so etwas zu Ihnen sagt? Irgendwie ist es doch ungewohnt. Es klingt, als würde der andere sich über Ihre Nachlässigkeit ärgern. Manch ein Selbstsicherheits-Trainer würde behaupten: “Es geht doch nur um die Sache. Ein persönlicher Angriff ist das nicht.” Aber warum fühlt es sich so an? Weil eine solche Aussage uns einfach sprachlich zu nah kommt. So, wie wir körperlich einen Abstand von etwa einem Meter zum Nächsten brauchen, so benötigen wir auch einen gewissen sprachlichen Abstand. (Text: © Dunja Voos. Bild: © Susanne Beeck, PIXELIO) (weiterlesen…)