“Der Narzissmus ist das Interesse am Selbst.” So einfach definiert es der amerikanische Psychoanalytiker Ben Bursten. Der Begriff leitet sich ab von Ovids Sage über Narziss, dem Jungen, der so in sein Spiegelbild im Teich verliebt ist, dass er davon nicht wegkommt und stirbt. Verachtung für andere, Überbetonung von Erfolg, Ehrgeiz und Eitelkeit sind narzisstische Verhaltensweisen. Auch Neid und Wut, wenn die selbstbezogene Haltung in Gefahr ist, “gehören” zum Narzissmus. Zu relativ nicht-narzisstischen Affekten zählen laut Bursten z. B. Schuld, Reue, Anteilnahme und Respekt. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Barbara Thomas, Pixelio) (weiterlesen…)