Archiv für April, 2007

Gefühle wollen gehalten werden: Containment

Samstag, 21. April 2007

Babys und Kleinkinder werden von ihren Gefühlen oft regelrecht übermannt. Jede Mutter kennt die plötzliche schlechte Laune ihres Kindes, die von jetzt auf gleich die vormals gute Stimmung völlig zunichte macht. Ist die Mutter in einer guten Verfassung, dann kann sie seine Gefühle aufnehmen und ihm helfen, damit umzugehen. Das ist eine große innere Arbeit, die viel Kraft und Zeit erfordert. Die Mutter fühlt sich dadurch immer wieder sehr beansprucht. Es ist gut, wenn sie sich diese Aufgabe mit Partner, Oma, Opa und anderen helfenden Menschen teilen kann. Das Engagement lohnt sich in jedem Fall: Bereits mit drei oder vier Jahren dankt das Kind mit Selbstbewusstsein, Lebensfreude und Ausgeglichenheit. (Text: © Dunja Voos, Bild: © MF, PIXELIO) (weiterlesen…)

SAFE® – Sichere Ausbildung für Eltern

Freitag, 13. April 2007

Welches Kind wird sich zuerst in eine neue Situation wagen? Dasjenige, das sich geborgen fühlt, oder ein anderes? Keine Frage. Hat ein Kind eine sichere Bindung zu seinen Eltern, ist es selbstbewusster als andere. Frischgebackene Eltern können am Dr. von Haunerschen Kinderspital in München lernen, wie sie eine sichere Bindung zu ihren Kindern aufbauen. Das Schulungsprogramm trägt den Namen SAFE® – Sichere Ausbildung für Eltern, und wurde vom Bindungsforscher Dr. Karl Heinz Brisch entwickelt. Am Donnerstag, den 19.4.2007 ab 18.30 Uhr gibt es auf 3sat in der Sendung nano einen Beitrag zu SAFE®. (weiterlesen…)

Libido

Montag, 09. April 2007

Libido ist das lateinische Wort für Begierde, Lust. Sigmund Freud stellt in seiner Libidotheorie von 1905 die These auf, dass es auch eine kindliche Sexualität gibt, die sich von der Sexualität des Erwachsenen unterscheidet. Getrennt werden die beiden Formen der Sexualität von einer Latenzperiode. (weiterlesen…)

Wendung gegen das Selbst

Mittwoch, 04. April 2007

Wer nicht weiß, wohin mit seinen Aggressionen, der wendet sie manchmal gegen sich selbst. Das kann bewusst oder unbewusst geschehen. Wer nie seinen Ärger äußern durfte, der merkt gar nicht mehr, wenn er aggressiv ist. So kann man sich auch nicht mit dem Gegenüber, dem der Ärger gilt, auseinandersetzen. Stattdessen bleibt man freundlich und bekommt Magenschmerzen oder eine Panikattacke. Manche Menschen werden dann auch müde und gleichgültig. Die Wendung gegen das Selbst ist typisch für die Depression und ist eine Form der Abwehr.

Sublimierung

Montag, 02. April 2007

Wir haben immer wieder Impulse, die wir nicht einfach jetzt und hier ausleben können. Diese Impulse lenken wir um und machen daraus etwas, das sich sehen lassen kann. Kinder, die mit Kot spielen wollen, geben sich schließlich mit Fingerfarben zufrieden. Menschen, die auf Sexualität verzichten, geben sich der Kunst hin. Wer wütend ist, der veranstaltet keine Schlägerei, sondern macht Sport. Offiziell also: “Sublimierung ist die Umwandlung von sozial weniger akzeptablen Triebzielen in sozial höherwertige” (Hoffmann/Hochapfel). Sublimierung ist eine Form der Abwehr. Allerdings gibt es auch Autoren, die die Sublimierung nicht zur Abwehr zählen, sondern sie als notwendigen Schritt zur kulturellen Entwicklung sehen.