Archiv für Februar, 2007

Die Bindungstheorie

Samstag, 24. Februar 2007

Sobald ein Ungeborenes das Licht der Welt erblickt, nimmt es Kontakt zur Mutter auf. Seine Stimme und gezielten Blicke erreichen sie und sie weiß instinktiv, was sie tun muss. Dieses angeborene Bindungsverhalten sichert uns seit jeher das Überleben. Wie wichtig ist die Bindung des Kindes an die Mutter? Welche Folgen haben Vernachlässigung und zu frühe Trennungserfahrungen? (weiterlesen…)

Die psychische Geburt des Menschen

Freitag, 23. Februar 2007

Die Entwicklung eines Babys ist unglaublich spannend. Die Psychoanalytikerin Margaret Schonberger Mahler (1897-1985), beschreibt die Säuglingsentwicklung eindrucksvoll in ihrem Buch Die psychische Geburt des Menschen.

Ein Baby wird “psychisch geboren”, wenn es bemerkt, dass es ein von den anderen Menschen getrenntes Wesen ist, dass es sich aber dennoch mit der Mutter verbunden fühlen kann. Die größten Entwickkungsschritte finden zwischen dem 5. und 36. Lebensmonat statt. In dieser Zeit löst sich das Kind aus der Symbiose mit der Mutter und wird zum Individuum.

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Buchtipp: Braintertainment

Mittwoch, 21. Februar 2007

Wer will wissen, wie sein Hirn funktioniert, ohne es sich zu zermartern? Der lese Braintertainment. Mit Vergnügen führt das Buch durch die Welt der Neurowissenschaften. Das Motto: “Hirn ist in, Geist ist – pardon! – geil.” (weiterlesen…)

Projektive Identifizierung

Montag, 19. Februar 2007

Andere Personen werden durch Manipulation dazu gebracht, sich so zu fühlen, wie man sich selbst fühlt (Definition von Michael Ermann in: Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Kohlhammer Stuttgart 2004: 64). Kleine Kinder kommunizieren manchmal so, wenn ihnen noch die Worte fehlen, um darzustellen, was sie bedrückt. Die Projektive Identifizierung ist eine sogenannte “primitive” Form der Abwehr.

Thure von Uexküll – Nestor der Psychosomatik

Montag, 12. Februar 2007

Er war selbst Arzt und kritisierte die Zweiteilung der Medizin – es gebe die “Medizin für Körper ohne Seelen” und die “Medizin für Seelen ohne Körper”. Thure von Uexküll (1908–2004), Sohn des Biologen Jakob von Uexküll, schuf den Begriff der Integrierten Medizin. Sie betrachtet den Menschen mitsamt seiner Umwelt. Unabhängig davon, ob der Patient vom Chirurgen, Internisten oder Neurologen behandelt wird, sollte er immer in seinem ganzen Gefüge wahrgenommen werden. (weiterlesen…)

Psychosomatisch oder somatopsychisch?

Mittwoch, 07. Februar 2007

In der Medizin wird meistens das betonte Wort nach vorne gestellt. Das Wort Soma kommt aus dem Griechischen und bedeutet “Körper”. Wer an einer psycho-somatischen Erkrankung leidet, der hat also eine psychische Störung, die zu körperlichen Beschwerden führt. Depressionen beispielsweise können sich in Rücken- oder Magenschmerzen äußern, ohne dass eine körperliche Erkrankung vorliegt.

Im umgekehrten Fall handelt es sich um eine somato-psychische Erkrankung: Wer Krebs hat, der ist natürlich auch psychisch beeinträchtigt. Der Betroffene kann also eine Depression als Folge seines geschwächten körperlichen Zustandes haben.

Klaustrophobie

Dienstag, 06. Februar 2007

Klaustrophobie ist die Angst vor engen Räumen. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem lateinischen Wort “Claustrum” = “Käfig” und dem griechischen “Phobos” = “Furcht, Flucht”. Umgangssprachlich wird die Klaustrophobie auch “Platzangst” genannt, obwohl damit korrekterweise die Angst vor weiten Plätzen, also die Agoraphobie gemeint ist. (Siehe auch Kapitel Angststörungen.) Die Klaustrophobie wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts beschrieben – interessanterweise zur Zeit der Erfindung des Aufzugs.