Es, Ich und Über-Ich
Montag, 20. Februar 2006“Jetzt könnte ich ihr die Brille von der Nase hauen”, denke ich. Meine Wut wächst, das “Es”, der Trieb, lässt mich zum Tier werden. Doch ich lächele freundlich und zeige meiner Kollegin nichts von meiner Wut. Mein strenges “Über-Ich”, das Gewissen, verbietet es mir. Aber zum Glück gibt ja noch das Ich, den Vermittler. Das “Ich” kann austarieren und steuern. Ich muss ihr nicht gleich die Brille wegschlagen, aber besonders freundlich brauche ich auch nicht zu sein. Ich verändere meinen Gesichtsausdruck und zeige Missfallen. Freundlich, aber bestimmt, sage ich meine Meinung. (weiterlesen…)

Psychoanalyse ist mehr als “nur Freud”. Ständig gibt es neue Erkenntnisse, für die sich auch Laien interessieren. Die
Am Anfang des Lebens steht die enge Beziehung zur Mutter. Wie in einer Symbiose verbringt das Mutter-Kind-Paar die ersten Wochen miteinander. Doch so bleibt es nicht auf Dauer und das ist auch gut so. Der Vater als “trennender Dritter” sorgt dafür, dass das Kind den Weg “nach draußen” findet. In dieser sogenannten frühkindlichen Triangulierung lernt das Kind, dass es sich ruhig von der Mutter einmal trennen kann und dabei von einem Dritten, dem Vater, aufgefangen wird. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Veronika Verenin,
“Du bist ja hysterisch!”, werfen Männer manchmal ihren Frauen vor. “Hystera” kommt aus dem Griechischen und bedeutet “Gebärmutter”. Hysterische Persönlichkeitszüge können den Betroffenen viele Schwierigkeiten bereiten, wenn sie zu stark ausgeprägt sind. Doch jeder Mensch kann in einer Überforderungssituation “hysterisch” reagieren. (Text: © Dunja Voos, Bild: © berwis,
Zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensjahr ist das Kind in der ödipalen Phase, auch phallische Phase genannt. Mädchen und Jungen entdecken intensiv den Unterschied zwischen den Geschlechtern. Doktorspiele sind jetzt sehr beliebt. (Text: © Dunja Voos. Bild: © Sassi, 




