Das “Ich” ist eine Einheit der Persönlichkeit. Das Ich denkt, plant, fühlt und nimmt die Realität wahr. Diese Funktionen werden Ich-Funktionen genannt. Mithilfe des “Ichs” regulieren wir unsere innere Gefühlswelt und die Beziehung zu anderen Menschen. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Gerd Altmann, Pixelio)
Das körperliche Ich
Sigmund Freud schrieb einmal: “Das Ich ist zuallererst ein körperliches.” Jeder von uns kennt das, wenn wir krank sind – schon eine Erkältung oder ein Zahnschmerz macht uns zu einem anderen Menschen und lässt uns mit anderen Empfindungen in die Welt blicken. Wenn wir uns freuen, schlägt unser Herz schneller, wenn wir uns schämen, werden wir rot.
Das Ich als Vermittler
Weiterhin hat Sigmund Freud das Modell von Es, Ich und Über-Ich entworfen. Das Ich vermittelt dabei zwischen diesen Instanzen. Ein unreifes Ich macht sich durch eine Ich-Schwäche oder einen Ich-Defekt bemerkbar. Wer unter einer Ich-Schwäche leidet, der braucht oft eine andere Person als so genanntes Hilfs-Ich.
Kleinkinder entdecken ihr Ich
Kleinkinder sagen gewöhnlich erst ihren Namen, wenn sie von sich sprechen. “Anna holt den Eimer”, sagt die knapp 2-jährige Anna, wenn sie sich selbst meint. “Ich hole den Eimer”, sagt sie mit zweieinhalb Jahren. Es ist eine großer Schritt, wenn ein Kind das erste Mal “Ich” sagt. Die Begriffe “Ich” und “Selbst” hängen eng zusammen.
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