Depersonalisation und Derealisation: Wenn alles so komisch ist, hilft Kneifen

Es gibt Momente, da wird’s einem ganz komisch. In unangenehmer Weise meint man, neben sich zu stehen oder in einer anderen Realität zu sein. Die Angst, verrückt zu werden, ist ganz nah. Diesen Zustand nennen Psychotherapeuten „Depersonalisation“.

Depersonalisationsgefühle treten häufig ab der Pubertät auf sowie bei psychischer Anspannung, Einsamkeit und körperlicher Erschöpfung. Besonders gut kennen es schwer traumatisierte Patienten, z.B. frühtraumatisierte Menschen mit einer schweren Angststörung. Da erscheint einem vielleicht die eigene Hand ganz fremd und die eigene Stimme klingt wie ein Hall von irgendwoher. Nach ein paar Momenten vergeht dieses Gefühl häufig wieder.

Weiterlesen als Mitglied.

Jetzt Mitglied werden

Verwandte Artikel in diesem Blog:

Links:

Dunja Voos:
Schatten der Vergangenheit. Trauma liebevoll heilen und innere Balance finden. amazon

Thomas Fuchs (2000):
Phänomenologie von Leib und Raum. In: Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie. Psychoatrie, Volume 102: S. 9-97, Steinkopff, Heidelberg. doi.org/10.1007/978-3-642-52489-9_2, link.springer.com/…

CDS – Cambridge Depresonalisation Scale – deutsche Fassung. Sierra M. and Berrios GE, 1996, Michal M. 2005, zpid Leibnitz-Institut für Psychologie, doi.org/10.23668/psycharchives.366, psycharchives.org/…

Beitrag vom 24.5.2026 (begonnen am 4.12.2006)

One thought on “Depersonalisation und Derealisation: Wenn alles so komisch ist, hilft Kneifen

  1. Mandy sagt:

    Leider gibt es das Syndrom auch als chronisches Symptom… Es verschwindet dann leider auch nach Jahren nicht. Ich leide schon mehrere Jahre darunter, gebe die Hoffnung aber nicht auf, dass ich mich eines Tages wieder spüren kann.
    In Mainz gibt es eine Klinik, die Menschen mit chronischer Depersonalisation und Derealisation hilft.

Schreibe einen Kommentar